openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Fast 14 Mark für Cappuccino und Butterbreze

(openPR) Wenn ich in diesen Tagen beim Bäcker meines Vertrauens einen kleinen Cappuccino und eine Butterbreze bestelle, werde ich dafür wohl zum ersten Mal mehr als 7 Euro bezahlen. Fast 14 Mark für eine beiläufige Selbstverständlichkeit des Alltags. Spätestens in solchen Momenten bekommt Inflation ein Gesicht.

Sie erklärt sich nämlich nicht zuerst in Tabellen, Jahresgutachten oder Notenbanksprache. Sie erklärt sich an der Theke. Dort, wo aus einer Gewohnheit plötzlich ein kurzer Moment des Zögerns wird. Dort, wo man sich fragt, seit wann ein wenig Kaffee und eine Breze in Preisregionen vorgedrungen sind, die früher nach kleinem Mittagessen klangen.

Über solche Preise empören wir uns sofort. Über den schleichenden Kaufkraftverlust unseres Vermögens deutlich seltener.

Dabei liegt genau hier ein Denkfehler, der in Deutschland besonders verbreitet ist. Zehn Prozent Börsenminus machen emotional oft mehr Angst als zehn Jahre Geldentwertung. Die rote Zahl im Depot wirkt bedrohlich, weil sie sichtbar ist. Der Verlust an Kaufkraft bleibt vergleichsweise abstrakt, weil er sich langsam vollzieht. Psychologisch ist das nachvollziehbar. Ökonomisch ist es oft verhängnisvoll.

Die vergangenen Jahre haben schließlich gezeigt, wie schnell Geld an realem Wert verlieren kann. Was auf dem Konto äußerlich unverändert stehenbleibt, ist deshalb noch lange nicht im selben Maß etwas wert. Der Kontostand beruhigt, die Kaufkraft schrumpft. Gerade diese Diskrepanz wird von vielen Sparern unterschätzt.

Wie groß der Unterschied zwischen nominaler Stabilität und realem Wertverlust ist, lässt sich mit einer schlichten Rechnung illustrieren: Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 Prozent, 2022 um 6,9 Prozent, 2023 um 5,9 Prozent, 2024 um 2,2 Prozent und 2025 noch einmal um 2,2 Prozent. Das ergibt nicht einfach addiert, sondern aufgezinst eine kumulierte Preissteigerung von rund 21,9 Prozent. Wer also vor fünf Jahren 100.000 Euro besaß und dieses Geld seither unverzinst liegen ließ, hat nominal zwar noch immer 100.000 Euro. Real entspricht das aber nur noch einer Kaufkraft von rund 82.029 Euro in Preisen von vor fünf Jahren. Fast 18.000 Euro Kaufkraft sind also verschwunden, ohne dass irgendwo eine rote Zahl auf dem Kontoauszug aufgeleuchtet hätte.

Darin liegt die eigentliche Ironie der deutschen Anlagekultur. Sichtbare Verluste werden dramatisiert, unsichtbare Verluste hingenommen. Das Minus an der Börse gilt als Gefahr. Die stille Entwertung des Geldes dagegen als bedauerlicher, aber irgendwie normaler Begleitumstand. So entsteht eine Vorstellung von Sicherheit, die vor allem eines leistet: Sie schützt vor Unruhe, nicht unbedingt vor Vermögensverlust.

Deutschland spart viel. Darin lag immer eine Tugend, und daran hat sich nichts geändert. Die privaten Haushalte verfügten im dritten Quartal 2025 über ein Geldvermögen von 9.389 Milliarden Euro. Zugleich lag die Sparquote im ersten Halbjahr 2025 bei 10,3 Prozent. An Disziplin beim Zurücklegen mangelt es also nicht. Das Problem beginnt erst dort, wo Sparen mit Vermögensaufbau verwechselt wird.

Denn Sparen und Investieren sind nicht dasselbe. Wer Geld zurücklegt, verzichtet auf Konsum. Wer Vermögen aufbauen will, muss darüber hinaus dafür sorgen, dass dieses Geld seinen realen Wert behält oder im besten Fall vermehrt. Genau an dieser Stelle wird die deutsche Debatte oft unscharf. Sicherheit wird mit Schwankungsfreiheit verwechselt. Was nicht ausschlägt, gilt als solide. Was sich bewegt, als riskant.

Das ist zu kurz gedacht.

Ein Tagesgeldkonto schwankt nicht. Ein Festgeldkonto schwankt ebenfalls nicht. Beides kann für Liquidität und Reserve sinnvoll sein. Aber Schwankungslosigkeit ist noch kein Beweis für Werterhalt. Wer nur darauf achtet, dass der nominale Betrag unangetastet bleibt, übersieht leicht, dass man sich mit diesem Betrag Jahr für Jahr weniger leisten kann.

Natürlich ist Vorsicht keine schlechte Eigenschaft. Sie schützt vor Spekulationslust, Moden und teuren Illusionen. Gerade auf den Kapitalmärkten ist Nüchternheit oft wertvoller als Begeisterung. Doch zwischen blindem Zocken und blindem Festhalten am Kontoguthaben liegt ein großer Bereich vernünftiger Vermögensanlage. Genau dieser Bereich wurde in Deutschland über lange Zeit eher misstrauisch betrachtet als sachlich erklärt.

Dass sich daran langsam etwas ändert, ist immerhin erkennbar. 2025 investierten 14,1 Millionen Menschen in Deutschland in Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Zugleich nutzten 5,3 Millionen Menschen einen Sparplan. Das ist ein Rekord und ein Hinweis darauf, dass zumindest ein Teil der Sparer beginnt, den entscheidenden Punkt zu verstehen: Auch Nicht-Investieren ist eine Entscheidung mit Risiko.

Darüber wird in Deutschland noch immer zu selten in dieser Klarheit gesprochen. Nicht jede Kursschwankung ist ein Vermögensschaden. Und nicht jede Kontostabilität ist Vermögensschutz. Wer sich über mehr als 7 Euro für Cappuccino und Butterbreze ärgert, reagiert auf einen realen Verlust an Kaufkraft im Alltag. Dieselbe Sensibilität wäre auch beim Blick auf das eigene Vermögen angebracht.

Deutschlands Problem ist nicht mangelnde Sparsamkeit. Deutschlands Problem ist eine allzu enge Vorstellung von Sicherheit. Zu viele Menschen halten das für geschützt, was nur äußerlich unverändert bleibt.

Der kleine Schock beim Bäcker ist deshalb mehr als eine beiläufige Beobachtung. Er erinnert daran, dass Geld kein fester Wert ist, sondern ein verletzlicher. Es reicht nicht, dass Vermögen ruhig daliegt. Entscheidend ist, was davon in einigen Jahren noch übrig ist.

Am Ende bleibt ein unbequemer Satz. Aber ein zutreffender:


Der deutsche Sparer fürchtet den kurzfristigen Schmerz der Börse oft mehr als den langfristigen Schaden der Geldentwertung.


Und genau das kostet ihn am Ende womöglich mehr Vermögen, als ihm jede rote Zahl im Depot je genommen hat.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

Pressekontakt

  • fondsfueralle.de
    Schertlinstraße 23
    86159 Augsburg
    Deutschland
  • www.fondsfueralle.de/

News-ID: 1307738
 122

Pressebericht „Fast 14 Mark für Cappuccino und Butterbreze“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von fondsfueralle.de

Bild: Warum Stockpicking meistens scheitert
Warum Stockpicking meistens scheitert
Auf der Suche nach der nächsten Amazon – und was die Statistik dazu sagt Jeder kennt die Rechnung: Wer im Jahr 1997 nur 1.000 Dollar in Amazon investiert hätte, säße heute auf über einer Million. Nvidia, Apple, Microsoft – die Liste der Aktien, die aus bescheidenen Beträgen Vermögen gemacht haben, ist lang genug, um jeden Anleger ins Grübeln zu bringen. Die Versuchung liegt auf der Hand: Warum einen langweiligen ETF kaufen, wenn man die nächste Kursrakete finden könnte? Die Antwort steckt in den Daten – und die sind ernüchternd. Die Illusio…
Bild: Panik an der Zapfsäule: Der Deutsche kapiert es nicht!
Panik an der Zapfsäule: Der Deutsche kapiert es nicht!
Panik an der Zapfsäule: Der Deutsche lernt es nicht! Vor ein paar Wochen dachte ich wirklich, jetzt passiert etwas. Vielleicht, dachte ich, nimmt der Deutsche endlich das Heft in die Hand. Die Zahl der Aktionäre ist auf einem Höchststand, überall liest man von ETFs, Sparplänen und „finanzieller Bildung“. Ich hatte kurz diese Illusion: Wir haben verstanden, dass man Geld nicht einfach liegen lässt – und dass man Panik besser nicht zum Anlageberater macht. Und dann kam heute Morgen. Ein Blick in die Zeitung: militärische Eskalation im Iran, …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: NEU: One-Touch-Cappuccino-Vollautomat Krups Arabica Latte
NEU: One-Touch-Cappuccino-Vollautomat Krups Arabica Latte
Richtig guter Kaffee - mit perfektem Milchschaum, bitte! Ein neuer Vollautomat für alle Kaffeeliebhaber, die schnell und einfach einen guten Espresso oder Cappuccino bekommen möchten: Mit dem One-Touch-Cappuccino-Vollautomaten Arabica Latte bringt Krups ein wertiges Gerät auf den Markt, das hervorragendes Kaffeearoma und feinporigen Milchschaum liefert …
Bild: Brezen Kolb: Wiedereröffnung mit 10-Cent-Butterbrezen und FCN-Autogrammstunde
Brezen Kolb: Wiedereröffnung mit 10-Cent-Butterbrezen und FCN-Autogrammstunde
… an dem einst die ersten Kolb-Brezen verkauft wurden, erhält eine neue Innenausstattung sowie moderne Technik, bleibt dabei seiner handwerklichen Herkunft dennoch treu.Sonderaktion: Butterbreze für 10 CentZur Wiedereröffnung erwartet Brezen Kolb seine Kundinnen und Kunden mit einer besonderen Aktion: Der Kolb-Klassiker, die Butterbreze, ist am Eröffnungstag …
Bild: Liebenauer Konzerte: Musikvergnügen für alle
Liebenauer Konzerte: Musikvergnügen für alle
… gestaltete die Stiftung Liebenau den Muttertag mit bezaubernder Kaffeehausmusik, nicht nur für die Frauen. Im Rahmen der Liebenauer Konzertreihe begeisterte das Salonorchester „Cappuccino“ aus Meckenbeuren mit betörenden und bekannten Melodien der 20er-, 30er- und 40er-Jahre. Schon das „Welcome“ von John Kander holte das staunende Publikum sofort ab. …
Krüger Family Cappuccinos bei MAVEY
Krüger Family Cappuccinos bei MAVEY
Der Kaffeefachhandel MAVEY hat das Sortiment seines Onlineportals um drei leckere Sorten des Krüger Family Cappuccinos erweitert. Es handelt sich hierbei um die Sorten Caramel-Krokant, Schoko und White. Die europaweit erfolgreiche Firma Krüger garantiert bei ihren Produkten sorgfältige Kontrolle während der Produktion und ein Genusserlebnis auf höchstem …
Bild: Solutionbar bietet ab sofort »Express-iPhone-Reparaturen« an
Solutionbar bietet ab sofort »Express-iPhone-Reparaturen« an
Solutionbar bietet ab sofort Express-Reparatur für defekte iPhones. Reparatur dauert ca. 20 Minuten, Cappuccino inklusive. München, 29. Juli 2010. Der spezialisierte IT-Dienstleister bietet ab sofort eine Express-Reparatur für defekte iPhones an. Somit kann der Kunde sein defektes Gerät bringen und wartet ca. 20 Minuten und trinkt währenddessen einfach …
Mit einem Aeroccino Milchaufschäumer entsteht leckeren Milchschaum
Mit einem Aeroccino Milchaufschäumer entsteht leckeren Milchschaum
… Caffé Latte, Latte Macchiato oder Café Frappé haben längst in unserem Alltag Einzug gehalten. Ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala steht allerdings seit vielen Jahren der Cappuccino. Cappuccino wird mit viel Milch und leckerem Milchschaum hergestellt. Für die meisten Kaffeehäuser ist das kein Problem, denn sie haben eine entsprechende Maschine dafür. …
Bild: HOTEL MAMÁ, PALMABild: HOTEL MAMÁ, PALMA
HOTEL MAMÁ, PALMA
… im Herzen des historischen Altstadtviertels von Palma, am Plaza De Cort, liegt das Hotel Mamá. Das luxuriöse 5-Sterne-Haus ist das erste Hotel der spanischen Cappuccino Gruppe, die für ihre Lifestyle Cafés und Restaurants in exklusiven Orten wie Valencia, Ibiza, Marbella, Madrid, Gstaad, Dschidda und Mallorca bekannt ist. Location Die luxuriöse 5-Sterne-Residenz …
Bild: Krüger punktet mit „Cappuccino Pur“ ohne künstliche ZusatzstoffeBild: Krüger punktet mit „Cappuccino Pur“ ohne künstliche Zusatzstoffe
Krüger punktet mit „Cappuccino Pur“ ohne künstliche Zusatzstoffe
Marktführer aus Bergisch Gladbach setzt auf kurze und verständliche Zutatenliste BERGISCH GLADBACH. – Mit der Markteinführung des ohne Zusatzstoffe hergestellten „Cappuccino Pur“ in drei Variationen folgt Krüger dem Trend hin zu einer bewussten Ernährung. Immer mehr Haushalte kaufen lieber reine Produkte, die ohne künstliche Aroma- und Zusatzstoffe auskommen. …
Bild: Kaffeekunst auf der Internorga: Kunden lieben das Besondere
Kaffeekunst auf der Internorga: Kunden lieben das Besondere
… „Draußen nur Kännchen!“ erinnern mit einem Lächeln an eine längst vergangene Zeit. Überall lässt sich heute in den Straßencafé - egal ob drinnen oder draußen – Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso Macchiato oder Moccacino genießen. Die Frage ist heute eher: Heiß oder kalt? To stay oder to go? Diesen Anforderungen werden moderne Kaffeevollautomaten wie …
Bild: Kaffee bleibt Szenegetränk und Umsatzbringer
Kaffee bleibt Szenegetränk und Umsatzbringer
… Gastronomen Wir bieten Kunden aus der Gastronomie zwei verschiedene Konzepte an. Der Gastronom kann sich bei uns für eine schicke Siebträger-Maschine (Halbautomat) entscheiden. Damit wird ein Cappuccino zur echten Handarbeit und ein gewisses Know-how über die richtige Zubereitung ist erforderlich. Dieses Know-how können die angehenden Barista bei uns in der …
Sie lesen gerade: Fast 14 Mark für Cappuccino und Butterbreze