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Start des Projekts CloudEnerChain: OT-/IT-Security und Interoperabilität in Stromnetzen

(openPR) CloudEnerChain adressiert zentrale Herausforderungen des künftigen Netzbetriebs. Die zunehmende Elektrifizierung, die Integration dezentraler Erzeuger und flexibler Verbraucher sowie die wachsende Zahl vernetzter Geräte erhöhen Komplexität, Automatisierungsbedarf und Angriffsflächen in Verteilnetzen. Das Projekt verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Ansatz, der Interoperabilität, IT-/OT-Sicherheit und Praxistauglichkeit gemeinsam betrachtet. Ziel ist es, hersteller- und akteursübergreifende Systemlandschaften besser zu vernetzen, Abhängigkeiten von proprietären Einzellösungen zu reduzieren und neue Handlungsspielräume für Netzbetreiber zu schaffen.

Kern des Vorhabens ist eine cloudbasierte Datendrehscheibe mit einem technologieunabhängigen Daten- und Metadatenmodell. Darauf aufbauend sollen sichere Mehrwertdienste wie KI-gestützte Anomalieerkennung, Echtzeit-Lastmanagement, Monitoring und die Steuerung flexibler Ressourcen ermöglicht werden. Ergänzt wird dies durch ein umfassendes Sicherheitskonzept mit Hardware Security Modules, Trusted Core Networks, Angriffserkennung an Endpunkten sowie Assistenz- und Monitoringsystemen für Leitwarten.

Das Konsortium bündelt wissenschaftliche, technologische und betriebliche Kompetenzen. Fraunhofer FIT koordiniert das Gesamtvorhaben und entwickelt Methoden für Angriffserkennung, -bewertung und Assistenzsysteme. Die Hochschule Bremen arbeitet an Vertrauensmodellen, Hardware Security Modules-Integration, Bedrohungsanalysen und Simulationsumgebungen. Digimondo GmbH entwickelt die cloudbasierte Datendrehscheibe und das interoperable Datenmodell weiter. PSI Software SE bringt seine Expertise in Leitsysteme und cloudbasierte Mehrwertdienste ein. SWO Netz GmbH sichert mit Use Cases, Labor- und Feldtests die Nähe zu realen Anforderungen des Netzbetriebs. Schleswig-Holstein Netz AG und Rhebo GmbH unterstützen das Vorhaben als assoziierte Partner mit zusätzlicher Praxis- und Cybersicherheitskompetenz.

Das Projekt ist am 1. März 2026 gestartet. Das Kick-off-Treffen fand am 10. und 11. März 2026 in Aachen statt. Mit CloudEnerChain soll eine übertragbare Blaupause für die sichere Digitalisierung der Energienetze entstehen. Damit will das Konsortium einen Beitrag zu einem resilienten, offenen und zukunftsfähigen Energiesystem leisten.

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