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Politische Führung in polarisierten Zeiten: Warum Haltung wichtiger ist als Empörung

10.02.202613:53 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Politische Führung in polarisierten Zeiten: Warum Haltung wichtiger ist als Empörung
Sandra Weckert Wonderwoman (© Sarah Eick)
Sandra Weckert Wonderwoman (© Sarah Eick)

(openPR) In aufgeheizten politischen Zeiten entsteht Empörung oft schneller als Einordnung. Das gilt nicht nur für politische Akteure, sondern zunehmend auch für die mediale Begleitung politischer Vorgänge. Zuspitzung erzeugt Aufmerksamkeit, Aufregung Reichweite – und der Übergang von Information zu Erregung ist fließend.

Gerade deshalb lohnt ein nüchterner Blick auf politische Führung, Verantwortung und demokratische Verfahren.

Der aktuelle Streit um die Berichterstattung zu einem einzelnen genehmigten Schultag zeigt exemplarisch, wie schnell aus einer formalen, rechtlich zulässigen Entscheidung ein öffentlicher Aufreger konstruiert werden kann – und wie rasch daraus eine Grundsatzdebatte über Moral, Vorbildfunktion und institutionelles Versagen wird.

Dabei ist der zugrunde liegende Vorgang überschaubar:

  1. Ein Elternteil stellt einen Antrag.
  2. Die zuständige Stelle prüft ihn.
  3. Der Antrag wird genehmigt.

Das Verfahren funktioniert. Genau dafür existiert es.

Was daraus gemacht wird, ist eine andere Frage.

Demokratie beweist sich im Verfahren

Demokratie lebt nicht davon, dass jede Entscheidung populär ist. Sie lebt davon, dass Verfahren klar geregelt, transparent angewendet und unabhängig geprüft werden. Rechtsstaatliche Abläufe sind kein bürokratisches Hindernis, sondern der Kern demokratischer Stabilität.

Medien haben dabei eine zentrale Rolle. Sie sollen kontrollieren, kritisch nachfragen und einordnen. Gleichzeitig tragen sie Verantwortung für Verhältnismäßigkeit. Nicht jede formale Abweichung ist ein Skandal. Nicht jede Genehmigung eine Affäre. Und nicht jede moralische Zuspitzung stärkt das Vertrauen in demokratische Institutionen.

Das Problem ist dabei nicht einzelne Berichterstattung, sondern das Muster.

Wenn Nebensächlichkeiten zu Hauptthemen gemacht werden, verliert politische Kommunikation ihr Maß. Und sie liefert genau jenen Kräften Argumente, die seit Jahren behaupten, staatliche Institutionen und öffentlich-rechtliche Medien seien nicht mehr an Sachlichkeit, sondern an Skandalisierung interessiert.

Führung heißt, Maß zu halten

Gerade in Wahlkampfzeiten verschwimmen diese Grenzen besonders schnell. Zuspitzung erscheint verlockend, Differenzierung mühsam. Doch politische Führung zeigt sich nicht im maximalen Auftritt, sondern im verantwortungsvollen Umgang mit Aufmerksamkeit.

Führung in demokratischen Systemen bedeutet, zwischen relevant und lediglich resonanzfähig unterscheiden zu können. Sie bedeutet, Konflikte einzuordnen, statt sie zu eskalieren. Und sie bedeutet, Verfahren über Gefühle zu stellen – auch dann, wenn Empörung einfacher zu haben wäre.

Demokratie braucht Kritik genauso wie Einordnung.

Wer Vertrauen erhalten will, muss bereit sein, Maß zu halten. Für politische Akteure gilt das ebenso wie für Medien.

Haltung ohne Hitze – gerade jetzt

In Zeiten zunehmender Polarisierung profitieren politische Ränder von Überforderung und Dauererregung. Umso wichtiger ist eine politische Kultur, die Ruhe, Verantwortung und institutionelle Stabilität nicht als Schwäche begreift, sondern als Voraussetzung funktionierender Demokratie.

Leadership in Politik und Gesellschaft zeigt sich genau hier: nicht in Lautstärke oder Empörung, sondern in Haltung.

Gerade jetzt.

Zur Autorin

Sandra Weckert ist Kommunalpolitikerin, Leadership-Speakerin und Strategieberaterin aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie beschäftigt sich mit politischer Führung, Macht und Verantwortung in demokratischen Systemen – insbesondere mit der Frage, wie Institutionen in polarisierten Zeiten handlungsfähig bleiben, ohne sich dem Druck der Zuspitzung zu beugen. In Vorträgen und Keynotes spricht sie über Leadership, demokratische Entscheidungsfindung und Führung in Krisenzeiten.

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