(openPR) Leipzig, 09.02.2026 - Akwaba Afrika erweitert die Reiseunterlagen für Reisen nach Tansania um den Decolonial Travel Guide Tanzania. Die digitale Plattform vermittelt historische Hintergründe, lokale Perspektiven und dekoloniale Zusammenhänge. Ab sofort erhalten alle Reisenden in ihrem persönlichen Dossier einen direkten Link und einen QR‑Code zu den entsprechenden Inhalten.
Der Decolonial Travel Guide Tanzania zeigt, wie koloniale Strukturen entstanden sind und bis heute wirken. Er wurde von einem deutsch‑tansanischen Team entwickelt und beleuchtet Erinnerungsorte, gesellschaftliche Entwicklungen und globale Ungleichheiten aus unterschiedlichen lokalen Perspektiven. Die dreisprachige Plattform (Deutsch, Englisch, Swahili) versteht sich als Einladung zu einer reflektierten Lernreise jenseits vereinfachender Bilder oder stereotypisierender Erzählungen.
„Reisen nach Tansania eröffnen eindrucksvolle Natur- und Kulturerfahrungen. Ebenso wichtig ist ein Verständnis für historische Entwicklungen und die Vielfalt der gesellschaftlichen Perspektiven“, sagt David Heidler, Geschäftsführer von Akwaba Afrika. „Mit dem Decolonial Travel Guide Tanzania bieten wir Reisenden eine zusätzliche Orientierung, die Wissen vermittelt und Begegnungen bewusster gestaltet.“
Die Integration erfolgt zweistufig: Ein einleitender Text am Anfang der Unterlagen erläutert den dekolonialen Ansatz. Zusätzlich findet sich bei jedem beschriebenen Ort ein kurzer Hinweis, der direkt zu den passenden Inhalten der Plattform führt. So begleiten zusätzliche Informationen die Reiseroute und unterstützen ein bewussteres Verständnis vor Ort.
Hintergrund: Tanzania Network e. V. und das Team hinter dem Decolonial Travel Guide Tanzania
Der Decolonial Travel Guide Tanzania wurde unter dem Dach des Tanzania Network e. V. entwickelt. Der Guide versteht Tansania‑Reisen als mehr als klassischen Safariurlaub und rückt kolonialgeschichtliche Spuren, Ungleichheiten und Reiseprivilegien in den Fokus. Deutschland und Tansania sind historisch eng verbunden; die Auswirkungen der gewaltvollen Kolonisierung Ostafrikas prägen vielerorts bis heute das öffentliche Leben. In Städten, Museen und auf thematischen Rundgängen engagieren sich zahlreiche Aktivistinnen, Kunst‑ und Kulturschaffende, Tour‑Guides und Wissenschaftlerinnen für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kolonialerbe.
In der dreisprachigen Publikation stellen Autor*innen aus Tansania und Deutschland konkrete Erinnerungsorte vor, geben historische Einordnungen und schlagen dekoloniale Handlungsimpulse für unterwegs vor. Der Reiseführer lädt dazu ein, den Blick zu weiten – jenseits romantisierter Bilder – und eine Reise des Verlernens, Verstehens und Reflektierens zu beginnen.
Federführend beteiligt war die Soziologin Henriette Seydel, die zusammen mit rund 20 Autor*innen aus Tansania und Deutschland an Texten, Redaktion und Konzept gearbeitet hat. Die grafische Gestaltung stammt u. a. von Amani Abeid, während Redaktion und Layout zusätzlich von Abubakari Said Limbanga unterstützt wurden.
Das Projekt wurde von mehreren Organisationen gefördert, darunter Brot für die Welt, Aktion Selbstbesteuerung e. V. und die Stiftung Umverteilen
Buchausgabe: Tanzania Network e. V. (Hrsg., 2025), „Dekolonialer Reiseführer Tansania“, WELTWEIT Verlag, Leipzig, ISBN 978‑3‑949016‑14‑1, 19 €











