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Liebe, was du tust – oder lerne, es gut zu machen

24.02.202610:10 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Liebe, was du tust – oder lerne, es gut zu machen
Jessica Wahl sagt: „Liebe, was du tust, heißt Respekt vor dem eigenen Tun und seinen Auswirkungen.” (© KI / Jessica Wahl )
Jessica Wahl sagt: „Liebe, was du tust, heißt Respekt vor dem eigenen Tun und seinen Auswirkungen.” (© KI / Jessica Wahl )

(openPR) Warum Sinn in der Arbeit oft im Handwerk beginnt – und nicht bei großen Visionen

Sinn im Beruf wird heute häufig in großen Kategorien gedacht: gesellschaftliche Wirkung, Innovation, Selbstverwirklichung.Dabei übersieht man leicht die Millionen von Arbeitsstunden, in denen Sinn nicht verkündet, sondern gelebt wird. In Werkstätten, auf Baustellen, in Hotels, Küchen oder Werkhallen. Dort, wo Arbeit sichtbar wird, weil sie gut oder schlecht erledigt wurde.

Der Satz „Liebe, was du tust“ klingt in diesem Kontext zunächst fremd. Was hat Liebe mit Fliesenlegen, Zimmerreinigen oder Rohrverlegen zu tun?

Was Studien über gute Arbeit zeigen

Der internationale „State of the Global Workplace“-Report von Gallup kommt zu einem nüchternen Ergebnis: Menschen, die sich emotional mit ihrer Arbeit verbunden fühlen, sind leistungsfähiger, fehlen seltener und bleiben ihrem Beruf länger treu. Unternehmen mit hohem Engagement verzeichnen laut Gallup eine bis zu 21 Prozent höhere Produktivität.

Entscheidend ist dabei nicht der gesellschaftliche Status eines Berufs, sondern das Erleben von Qualität. Eine europäische Studie mit 937 Erwerbstätigen, die im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht wurde, zeigt: Sinn entsteht häufig dann, wenn Menschen erleben, dass ihre Fähigkeiten gefragt sind und ihre Arbeit ein sichtbares Ergebnis hat.

Wenn Arbeit Form annimmt

Für Jessica Wahl, Performance-Coach und Beraterin von Führungskräften, ist genau das der Punkt, an dem Sinn greifbar wird.
„Im Handwerk ist etwas selbstverständlich, was vielen Wissensberufen verloren gegangen ist: Am Ende des Tages sieht man, was man geschafft hat“, sagt sie.

Ein sauber verlegter Boden, eine passgenaue Tür, ein reparierter Motor – das Ergebnis trägt die Handschrift dessen, der es gemacht hat. „Diese Erfahrung von Wirksamkeit ist tief befriedigend“, so Wahl. „Sie erzeugt Stolz – nicht, weil man bewundert wird, sondern weil man weiß, dass die Arbeit stimmt.“

„Liebe, was du tust, bedeutet hier nicht Begeisterung im emotionalen Sinn“, sagt sie, „es bedeutet Respekt vor dem eigenen Handwerk.“

Psychologie der Meisterschaft

In diesem Zusammenhang spricht der Arbeits- und Organisationspsychologe Dr. Michael D. Richter von Kompetenzlust.
„Menschen erleben Sinn, wenn sie merken, dass sie etwas beherrschen“, sagt er. Dies gelte besonders für Tätigkeiten, bei denen Fehler ebenso sichtbar sind wie Qualität.

„Ein Handwerker, der sein Werkzeug kennt und sein Handwerk ernst nimmt, erlebt täglich Rückmeldung. Diese Form der Sinnstiftung ist stabiler als abstrakte Zweckversprechen.“

Gleiche Logik, andere Berufe

Diese Mechanik lässt sich auf andere Tätigkeiten übertragen. Eine Reinigungskraft, die ein Hotelzimmer so herrichtet, dass sich der nächste Gast willkommen fühlt. Eine Pflegekraft, die Routinen mit Aufmerksamkeit ausführt. Oder eine Führungskraft, die Entscheidungen so trifft, dass sie für andere tragfähig sind.

Sabine Hoffmann, Geschäftsführerin eines Berliner Unternehmens, sieht darin einen oft unterschätzten Faktor: „Menschen wollen nicht permanent begeistert werden. Sie wollen erleben, dass ihre Arbeit zählt.” Anerkennung beginne dort, wo Qualität gesehen wird, nicht dort, wo große Sinnformeln verkündet werden.

Liebe, was du tust – oder lerne, es gut zu machen: Fünf Lektionen für Führungskräfte

Coach Jessica Wahl überträgt die Prinzipien des Handwerks auf die Führung im Büro:

Übernimm Verantwortung für das, was du tust
„Im Handwerk siehst du sofort, ob etwas gelungen ist. Im Büro sind Ergebnisse oft abstrakt. Trotzdem gilt: Entscheide bewusst und steh zu den Konsequenzen. Wer Verantwortung übernimmt, schafft Vertrauen und ist ein Vorbild.“

Setze Qualität vor Geschwindigkeit
„Schnell ist nicht immer besser. Gib deinem Team den Raum, den es braucht, um seine Aufgaben ordentlich zu erledigen. Wenn Mitarbeitende sehen, dass sorgfältige Arbeit geschätzt wird, erleben sie Stolz und Sinn – auch ohne großes Lob.“

Fördere Meisterschaft
„Liebe, was du tust, heißt auch: Übe, lerne und verbessere dich. Menschen brauchen die Chance, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und nicht nur Aufgaben abzuarbeiten. Kleine Fortschritte schaffen Motivation und stärken das Selbstwertgefühl.“

Mach Ergebnisse sichtbar
„Anders als im Handwerk bleiben Büromitarbeitende oft unsichtbar. Zeige die Arbeit deines Teams, feiere Fortschritte und sichtbare Qualität statt nur Kennzahlen. Das erzeugt Stolz und Sinn.“

Respektiere das Tun
„Jeder Beitrag zählt. Anerkennung entsteht nicht durch große Worte, sondern durch Wertschätzung für das, was Menschen tagtäglich leisten. Wer Respekt zeigt, schafft ein Umfeld, in dem Arbeit Freude macht.“

Ein stilles Verständnis von Erfolg

Analysen im Fachjournal „Administrative Sciences” legen nahe, dass nachhaltige Motivation dort entsteht, wo Menschen Autonomie, Anerkennung und die Möglichkeit zur Meisterschaft erfahren. Sinn wird nicht verordnet, sondern wächst im Vollzug der Arbeit.

Vielleicht liegt die Stärke des Satzes „Liebe, was du tust” also weniger in der Liebe als im Tun. Wer seine Arbeit ernst nimmt, sie beherrscht und sorgfältig ausführt, erfährt Sinn – auch ohne große Mission. Und manchmal ist genau das genug.

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