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Aprilscherz oder besonderes Osterei? – Der Deutsche Lotto- und Toto-Block wird ethisch

(openPR) Bonn/Stuttgart – Der Deutsche Lotto- und Toto-Block (DLTB) http://www.dltb.de greift nun zu völlig neuen Waffen im Kampf um die moralische Deutungshoheit beim Thema Glücksspiel. Vor kurzem hat sich ein so genannter Ethik-Beirat des DLTB in Nürnberg konstituiert. Mitglieder dieses Kreises sind alte Bekannte aus der Politik: die SPD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt, die vormalige Sozialministerin Bayerns und Landtagsvizepräsidentin (CSU) Barbara Stamm sowie der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Bundesminister a. D. Rudolf Seiters (CDU). „Wir freuen uns, mit Renate Schmidt, Barbara Stamm und Dr. Rudolf Seiters drei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gewonnen zu haben, die uns mit ihrer Erfahrung und Fachkompetenz unterstützen. Dadurch können wir unserer Verantwortung dem Spielteilnehmer und dem Gemeinwohl gegenüber noch besser nachkommen“, erklärte Dr. Friedhelm Repnik, Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg und Federführer des DLTB.



Auf die Frage des Online-Magazins NeueNachricht http://www.neue-nachricht.de, wie die Beratung denn konkret aussehen solle, antwortete die Pressestelle des DLTB sehr allgemein: „Die Mitglieder des Ethik-Beirates werden ihr Fachwissen und Ihre Erfahrungen bei der Frage einbringen, welche Maßnahmen Lotto zusätzlich ergreifen kann, um einen effektiven Spielerschutz zu leisten und welcher ethische Standard an das Glückspiel anzulegen ist. Dazu gehören z.B. die Abstimmung der Präventionsmaßnahmen auf Bund- und Länderebene sowie die Beratung bei der Ausrichtung des Spielangebots und der Werbung an den ordnungspolitischen Zielen. Besonders gilt es, das Verständnis dafür herzustellen, dass Glücksspiele keine Güter des täglichen Gebrauchs sind, sondern mit teilweise noch unterschätzten Gefahren verbunden sind.“

Da in der Vergangenheit das Thema Glücksspiel zunehmend in politischer und verfassungsrechtlicher Hinsicht diskutiert worden sei, sei es dem DLTB „ein besonderes Anliegen, auch auf die Suchtgefahren des Glücksspiels hinzuweisen und die ethischen Fragen des Glücksspiels zu thematisieren“. Und auf die Frage, welche spezielle Qualifikation die Beirats-Mitglieder mitbrächten, um kompetent über das Geschehen im Glücksspielmarkt zu urteilen, lautete die Antwort, dass die drei Personen „ein besonderes Ansehen hinsichtlich Suchtprävention, Suchtbekämpfung und sozialer Fürsorge genießen. Sie hätten sich seit „jeher“ in gesellschaftspolitischen Angelegenheiten engagiert und wüssten um die Verantwortung des Staates für den Einzelnen und auch den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Kosten entstehen nach Angaben des DLTB angeblich nicht: „Die Tätigkeit der drei Mitglieder für den Ethik-Beirat ist ehrenamtliches Engagement. Es freut uns besonders, dass wir diese drei herausragenden Persönlichkeiten für dieses Amt gewonnen
haben, da sie eine ganze Reihe von anderen gesellschaftlichen Verpflichtungen haben. Es erfolgt keine Vergütung. Allein Aufwendungen im üblichen Rahmen werden erstattet und vom Deutschen Lotto- und Totoblock getragen.“

Die Fachwelt kommentiert die ethischen Anwandlungen des DTLB mit Kopfschütteln. „Genial, einfach genial! Monatelang schwang das Damoklesschwert über ihren Häuptern. Wieder und wieder suchten die Lotto-Toto-Chefs nach dem einzig wahren Ausweg. Wie, um alles in der Welt, konnte man den eurokratischen Typen entkommen? Wie konnte es gelingen, das höchst gefährdete Staatsmonopol noch zu retten? Himmel nein, es sah schlecht aus für die Heerscharen jener, die nur das Beste für das Allgemeinwohl wollten und wollen. Und kam, um alles noch zu verschlimmbessern, nicht auch noch das Bundesverfassungsgericht daher und streute Salz in die eh offene Wunde?“, so Thietmar Hambach, bis 2004 Aktuell-Chef beim Norddeutschen Rundfunk und seit Bestehen Gastkommentator der Betting-Law-News von Hambach & Hambach Rechtsanwälte http://www.ra-hambach.com.

„Aber siehe, es kam das Fest der Auferstehung. Der Osterhase hatte sein Ei abgelegt“, so der Autor. „Zur Oster-Zeit ward es gefunden. Es war das Ei des Kolumbus. Noch am selben Tag wurde es aufgeschlagen. Und was lag da vor den über und über Glücklichen des Deutschen Lotto- und Totoblocks? Nicht einfach nur ein Rat, nein ein echter Rat, ein richtiger, also ein Ethikrat, exakt: ein Ethikbeirat. Also wirklich, darauf wäre ohne die Klugheit des Osterhasen niemand gekommen. Nun braucht sich der DLTB nicht mehr selbst im Kampf um einen effektiven und nachhaltigen Spielerschutz aufzureiben, nun hat der Block massivste Unterstützung. Und wer ist dafür besser geeignet als Politiker? Richtige Antwort: ehemalige Politiker.“
Die Exministerinnen Renate Schmidt und Barbara Stamm und der Exminister Rudolf Seiters sollten eigentlich jetzt das tun, was sie früher auch taten: „ganz doll richtig ernst und vielschichtig beraten“. „Aber: Weil - so ist die Logik aller Beiräte - allein die Tatsache der Berufung eines Beirates zählt und nicht das Ergebnis seiner Beratungen, gilt, dass die drei ihr Ziel bereits erreicht haben. Ganz bestimmt! Ehe sie angefangen haben ist bereits alles erledigt. So reicht es auch völlig aus, dass der Deutsche Lotto- und Totoblock dem Bundesverfassungsgericht ein Foto mit Bildunterschrift von der Berufungsfeier schickt und der Europäischen Kommission davon eine Kopie. Damit wissen dann alle, dass das deutsche Glückspielmonopol in besten Händen ist und deutsche Glückspieler nur noch ethisch zocken. Genial, einfach genial“, meint Hambach.
Private Anbieter von Wetten halten das Ganze für eine „Farce“. „Wenn der Ethik-Beirat am 1. April und nicht am 3. April gegründet worden wäre, hätte ich dafür ja noch Verständnis gehabt. Dann wäre es ein mehr oder weniger gelungener Aprilscherz gewesen. Doch der ehemalige Minister Repnik und seine ehemaligen Politikerkollegen im Beirat meinen es wohl bitter ernst. Doch ernst nehmen sollte man das Ganze nicht, denn ein Beirat allein bekämpft noch nicht die Spielsucht. Das ist nur ein Ablenkungsmanöver des Staates, der beim Thema Wetten und Glücksspiel in die Defensive geraten ist“, sagte Helmut Sürtenich, Vorstand des Düsseldorfer Sportwettenanbieters Stratega-Ost http://www.stratega-ost.de.

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