(openPR) Interne Revision zwischen Anspruch und Realität – warum klassische Prüfungsansätze nicht mehr ausreichen
Die Erwartungen an die Kernkompetenzen der Internen Revision sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Sie soll Risiken frühzeitig erkennen, strategische Entwicklungen begleiten, Transformationsprozesse bewerten und zugleich ein verlässlicher Partner von Vorstand und Aufsicht sein. In der Praxis zeigt sich jedoch: Viele Revisionsbereiche arbeiten noch immer mit Methoden, Strukturen und Berichtsformaten, die dieser Rolle nicht gerecht werden. Prüfungen sind formal korrekt, entfalten aber zu wenig Wirkung. Risiken werden festgestellt, ohne klar priorisiert zu sein. Berichte sind vollständig – aber nicht entscheidungsrelevant.
Ein Kernproblem liegt in der fehlenden strategischen Ausrichtung. Prüfungspläne orientieren sich häufig an historischen Routinen statt an aktuellen Risikoentwicklungen. Neue Themen wie Digitalisierung, Cyberrisiken, ESG oder komplexe Prozessketten werden zwar aufgenommen, aber nicht systematisch in eine übergeordnete Prüfungsstrategie eingebettet. Dadurch verliert die Revision an Steuerungsrelevanz und wird eher als Kontrollinstanz denn als Mehrwerttreiber wahrgenommen.
Auch operativ zeigen sich Schwächen. Prozessprüfungen bleiben oft an der Oberfläche, Schnittstellenrisiken werden nicht konsequent adressiert und IT-gestützte Prozesse nur unzureichend durchdrungen. Hinzu kommt ein weiteres Defizit, das zunehmend kritisch gesehen wird: das Reporting. Prüfungsberichte sind zu lang, zu technisch oder zu defensiv formuliert. Klare Botschaften, Risikoeinordnungen und umsetzbare Handlungsempfehlungen fehlen – mit der Folge, dass Vorstände zwar informiert sind, aber keine belastbare Entscheidungsgrundlage erhalten.
Genau hier setzt das Online-Seminar „Kernkompetenzen der Internen Revision“ am 11. und 12. Februar 2026 an.
Ralf Barsch ist Experte für Interne Revision und Führung und zeigt, wie Revision wieder wirksam wird – strategisch wie operativ. Im Mittelpunkt stehen eine klare Prüfungsstrategie, eine risikoorientierte Prüfungslandkarte und eine strukturierte Prüfungsplanung, die Ressourcen dort einsetzt, wo Risiken tatsächlich entstehen.
Am zweiten Seminartag geht es um die Umsetzung: wirkungsvolle Prozessprüfungen, der Umgang mit komplexen Schnittstellen sowie Prüfungsberichte, die Risiken klar benennen und Entscheidungen ermöglichen. Ralf Barsch bringt dabei langjährige Erfahrung aus der Revisionspraxis ein und zeigt, wie moderne Revision ihren Mehrwert sichtbar macht – ohne an Unabhängigkeit zu verlieren.
Die zentrale Botschaft ist klar: Interne Revision muss heute mehr leisten als Kontrolle. Sie muss Orientierung geben, Risiken einordnen und Wirkung entfalten. Dieses Seminar zeigt, wie Revisionsbereiche ihre Kernkompetenzen schärfen und ihre Rolle im Institut nachhaltig stärken.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/kernkompetenzen-der-internen-revision-tag-1-pruefung-mit-weitblick-beratung-mit-wirkung
















