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Professor Untat, Studiengebühren und das Leistungsprinzip an deutschen Hochschulen

11.04.200713:43 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Studenten fordern mehr Mitsprache und Transparenz bei der Universitätsfinanzierung

Berlin – Die Hochschulen können nur so gut oder so schlecht sein wie ihre Professoren. Aber deutsche Universitäten reisen immer noch in den Waggons der Holzklasse. So lautet das Urteil der Bildungsexperten Uwe Kamenz und Martin Wehrle: „Vom Zug der Innovation, der durch andere Länder rattert, sehen wir nur die Schlusslichter“, schreiben Kamenz und Wehrle in ihrem Opus „Professor Untat – Was ist faul hinter den Hochschulkulissen“: „Dieselben Professoren, die ihre eigenen Vorlesungen an Assistenten delegieren, die Doktoranden in der Luft hängen lassen, deren Namen seit Jahrzehnten keine Publikation mehr ziert – diese Professoren haben offenbar alle Zeit der Welt, wenn sie auf eigene Rechnung arbeiten, während ihr staatliches und meist auch stattliches Gehalt weiterläuft. Wie sonst könnten so viele von ihnen ‚nebenbei’ eigene Firmen führen, Teilhaber von Kanzleien sein, in Aufsichtsräten sitzen, als Gutachter im Dauereinsatz sein und bei keiner Talkshow fehlen“, fragen kritisch die beiden Buchautoren. Das Beamtenrecht bremse das Leistungsprinzip. Eine Abschaffung der Verbeamtung sei eine gute Idee – brauche allerdings einen Vorlauf von etwa dreißig Jahren.

Die Leistung der deutschen Professoren ließe sich mit anderen Methoden allerdings über Nacht verdoppeln, ohne einen zusätzlichen Cent. „Wenn Studierende besser betreut würden und all die Energie, die derzeit noch in Nebenjobs fließt, in die Hochschulen flösse“, fordern Kamenz und Wehrle. Kritische Stimmen gibt es auch von Personalexperten der Wirtschaft: „Es reicht nicht aus, Studenten über Studiengebühren von rund 500 Euro pro Semester abzukassieren und das Hochschulsystem ansonsten so wie in Vergangenheit weiterlaufen zu lassen. Wer von seiner Kundschaft Geld verlangt, muss auch entsprechende Serviceleistungen bieten“, so Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.com/de. Ähnlich reagieren die Studenten auf die neuen Studiengebühren: Eine große Mehrheit fordert nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) http://www.insm.de mehr Mitsprache bei den Hochschul-Investitionen. 77 Prozent aller Studenten, die bereits Studiengebühren zahlen, fordern mehr Leistungen und Angebote von ihrer Hochschule. 90 Prozent wollen mehr Mitsprache darüber, wie die Hochschulen ihre Studienbeiträge für ein besseres Lehrangebot einsetzen. Die ausführliche Meldung können Sie hier lesen:

http://www.neuenachricht.de/A556D3/NENA/NENA_NEU.nsf/0/E46123DA36E04701C12572BA003E47D9?OpenDocument

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