openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Transferprojekt EasyData: Effizienz durch einfache Datenerfassung

(openPR) Deutsche Industrieunternehmen stehen immer mehr unter Druck: Internationale Wettbewerber bieten günstigere Produkte am globalen Markt an und durch die Einführung amerikanischer Zölle steigen die Exportgebühren erheblich. Außerdem verändern sich die Anforderungen an transparente Produktinformationen. In den kommenden Jahren wird in Europa der Digitale Produktpass verpflichtend eingeführt, der Aufschluss über Material- und Inhaltsstoffe, CO2-Fußabdruck, Recyclingfähigkeit und weitere Informationen liefern wird. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) brauchen innovative Ansätze, um ihre Produktionsprozesse zu optimieren, damit ihre Angebote im nationalen und internationalen Wettbewerb standhalten können und den steigenden Anforderungen an Transparenz entsprechen.
Eine Möglichkeit besteht darin, Produktionsanlagen zu digitalisieren und über die Datenerfassung Potenziale zur Optimierung der Produktionsprozesse zu identifizieren. Es gibt zahlreiche Ansätze, auch ältere Produktionsanlagen mit Sensoren und digitalen Schnittstellen aufzurüsten, um entsprechende Daten zu gewinnen. Die Herausforderungen bestehen aber oftmals darin, dass die Daten nicht in einheitlichen Formaten vorliegen und dass unterschiedliche Übertragungsstandards verwendet werden, sodass komplexe Software-Infrastrukturen zur Vereinheitlichung notwendig werden. Dies erfordert wiederum Spezialwissen und bindet viele personelle und zeitliche Ressourcen, die KMU oftmals nicht aufbringen können.
Daher entwickeln die Forschenden des Transferprojektes EasyData ein Verfahren, mit dem Sensoren an Produktionsanlagen einfach nachgerüstet und die entsprechenden Datenflüsse strukturiert verarbeitet werden können. Dadurch sollen KMU in die Lage versetzt werden, ihre Prozesse selbstständig zu optimieren und eine Infrastruktur aufzubauen, die die Erstellung Digitaler Produktpässe ermöglicht – ohne dass IT-Expert*innen erforderlich sind.

Projektziel und Vorgehensweise

Konkret geht es um ein Low-Code-Planungswerkzeug, das die Software für die Datensammlung-, aufbereitung und –verarbeitung generiert. Low-Code bedeutet, dass keine komplexen Programmcodes geschrieben werden müssen, sondern dass die Anwender*innen mit nutzerfreundlichen Oberflächen und vorgefertigten Bausteinen arbeiten können. Dadurch benötigen sie keine Programmierkenntnisse.
Als Grundlage für das Low-Code-Planungswerkzeug kann ein beliebiges grafisches Modell des Produktionssystems verwendet werden, z. B. eine Übersicht über die Anlagen oder ein Prozessdiagramm. Auf diesem grafischen Modell können die Anwender*innen dann per Klick oder Drag-and-Drop Markierungen (Annotationen) an den Maschinen- oder Systemkomponenten anbringen, z. B. um die Drehzahl eines Motors oder die Temperatur an einem zu erfassen. Die Annotationen geben nicht nur Aufschluss darüber, welche Daten erfasst werden sollen (z. B. Druck, Temperatur, Drehzahl), sondern auch wie oft bzw. in welchem Zeitintervall (z. B. jede Sekunde, jede Minute).
Sobald die Daten im grafischen Modell markiert sind, verbindet das Low-Code-Tool diese Informationen mit den Schnittstellen der realen Systeme, z. B. über den Standard OPC-UA. Das Tool kann die Schnittstellen bereits angeschlossener Sensoren oder Maschinen automatisch erkennen. Wenn es die Informationen nicht selbst herausfinden kann, z. B. weil eine Maschine erst noch gekauft wird, dann fragt es die fehlenden Angaben mithilfe eines strukturierten Leitfadens bei den Anwender*innen ab, sodass auch ohne Spezialwissen die richtigen Infos eingetragen werden. Auf Basis der gesammelten Informationen (Datenquellen, Schnittstellen, etc.) erzeugt das Low-Code-Planungswerkzeug die passende Datenerfassungssoftware, ohne dass jemand selbst programmieren muss.
„Darüber hinaus werden wir untersuchen, inwiefern Augmented Reality (AR) in den Prozess eingebunden werden kann. Im Grundsatz wird eine grafische Abbildung für das Low-Code-Planungswerkzeug genutzt, auf der die Sensoren und Datenpunkte eingezeichnet werden. Für viele ältere Maschinen oder gewachsene Produktionsumgebungen liegen solche Abbildungen aber nicht vor. Hier könnte AR eingesetzt werden. Man modelliert die reale Anlage mithilfe einer AR-Technologie (z. B. über ein Tablet oder eine Brille) und zeichnet virtuell die Datenmesspunkte ein. Somit wird die Anlage selbst als Grundlage für die Markierungen genutzt. Über AR könnten später auch die Ergebnisse visualisiert werden, z. B. indem die Temperaturwerte direkt an der Maschine eingeblendet werden oder die Datenströme sichtbar gemacht werden“, sagt Prof. Dr.-Ing. Annika Raatz, Leibniz Universität Hannover.
Die Forschenden werden einen Showcase an einer Produktionsanlage der Leibniz Universität Hannover aufbauen und damit den Nutzen des Low-Code-Planungswerkzeuges aufzeigen. Dadurch wird ein anwendungsorientierter Prototyp mit Bezug zur industriellen Praxis entstehen, den die Forschenden interessierten Unternehmen präsentieren können. Ihr Ziel ist es, insbesondere KMU aus Niedersachsen an datengetriebene Produktionsprozesse heranzuführen und das Low-Code-Planungswerkzeug in der Praxis zu etablieren. Das Verfahren bietet Unternehmen sowohl Kosten- als auch Arbeitsersparnis und kann den Fachkräftebedarf reduzieren:
„Das Low-Code-Planungswerkzeug ermöglicht eine kosteneffiziente Nachrüstung, da es sichtbar macht, welche vorhandenen Datenquellen genutzt werden können, wo zusätzliche Sensorik erforderlich ist und wann sich eine Neuanschaffung lohnt. Gleichzeitig spart es Arbeitsaufwand, weil die notwendige Software zur Zusammenführung der Datenströme automatisch aus dem Modell generiert wird und sich bei Änderungen der Anlage flexibel anpassen lässt. Dadurch sinkt auch der Fachkräftebedarf, da Prozessingenieurinnen und technische Managerinnen ohne spezielles IT-Wissen ihre Datenanforderungen selbst planen und umsetzen können“, erklärt Dr.-Ing. Jörg Walter, OFFIS – Institut für Informatik.

Ansprechpartnerin für redaktionelle Rückfragen:
Kira Konrad B. A.
Marketing & Kommunikation
Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN)
Am OFFIS – Institut für Informatik, Escherweg 2, 26121 Oldenburg – Germany
Tel: 0441 9722-435
E-Mail: E-Mail
www.zdin.de

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1295689
 551

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Transferprojekt EasyData: Effizienz durch einfache Datenerfassung “ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Wenn die Kamera das Unsichtbare aufzeichnet: Studierende der Hochschule Hannover entwickeln VR-HorrorserieBild: Wenn die Kamera das Unsichtbare aufzeichnet: Studierende der Hochschule Hannover entwickeln VR-Horrorserie
Wenn die Kamera das Unsichtbare aufzeichnet: Studierende der Hochschule Hannover entwickeln VR-Horrorserie
Hannover, Oktober 2026. Was passiert, wenn eine selbst entwickelte 360-Grad-Kamera Dinge aufzeichnet, die eigentlich nicht existieren dürften? Mit dieser Frage beginnt „VR Possessed“, eine sechsteilige Horrorserie, die im Studiengang Mediendesign der Hochschule Hannover entstanden ist. Das Besondere: Die Geschichte entfaltet sich nicht allein im Film, sondern über verschiedene Medienformate hinweg. 360-Grad-VR-Episoden wechseln sich mit einer Mockumentary, Social-Media-Clips und weiteren dokumentarisch anmutenden Inhalten ab. Hinter dem Proj…
Bild: Die HTW Berlin auf der  Berlin Science Week
Die HTW Berlin auf der Berlin Science Week
Zwei Speakerinnen aus der Hochschule wirken am Mittwoch, 4. November, an der Debatte über Designpraxis und Lehre in Zeiten von Künstlicher Intelligenz mit: Prof. Pelin Celik aus dem Studiengang Industrial Design sowie Prof. Dr. Christina Kratsch aus dem Studiengang Ingenieurinformatik. Zu der Veranstaltung laden das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ), die HTW Berlin und der Verband Deutscher Industrie Designer (VDID) gemeinsam ein. Sie findet auf dem Campus Wilhelminenhof statt; eröffnet wird sie von Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnö…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Membrain präsentiert auf der Control 2013Bild: Membrain präsentiert auf der Control 2013
Membrain präsentiert auf der Control 2013
… Control in Stuttgart – der Weltleitmesse für die Qualitätssicherung – vom 14.05. bis 17.05.2013 die neueste Technologie ihrer Standardsoftwarelösungen für die mobile Datenerfassung, Qualitätsdatenerfassung und Manufacturing Execution Systeme (MES). Halle 7 / Stand 7220/1. „Mehr Effizienz in der Produktion“ - ist ein Dauerbrenner, nicht zuletzt deshalb …
‚Innovationsverbund Nachhaltige Smartphones‘ – Neues Transferprojekt gestartet
‚Innovationsverbund Nachhaltige Smartphones‘ – Neues Transferprojekt gestartet
… „Fairphone“ sind bisher nur ein Nischenprodukt. Mit dem neuen Projekt ‚Innovationsverbund Nachhaltige Smartphones‘ wirft nun auch ein Forschungs- und Transferprojekt am Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg einen Blick auf das Nachhaltigkeitsmanagement der Branche. Im Transferprojekt ‚Innovationsverbund Nachhaltige …
PR datafixx erweitert sein Portfolio durch ein Contact Center
PR datafixx erweitert sein Portfolio durch ein Contact Center
… der Kölner datafixx GmbH. „Unser Ziel ist es, mit Qualität und Effizienz in der gesamten Kundenbetreuung zu punkten. Die Kompetenzen, die wir in der Datenerfassung und Sachbearbeitung täglich unter Beweis stellen, führen wir nun im persönlichen Kundenkontakt fort. Für uns stellt diese Erweiterung eine natürliche Konsequenz dar, selbstverständlich auch …
Experten für mobile Datenerfassung von DENSO auf der „RFID & Wireless iOT tomorrow 2017“
Experten für mobile Datenerfassung von DENSO auf der „RFID & Wireless iOT tomorrow 2017“
… Lager. / QK30-IC mit NFC optimal für den Einsatz am POS. / Weitere Informationen zu RFID, NFC, zum QR Code, Scannern, Handheld Terminals, mobiler Datenerfassung und der DENSO Auto-ID Business Unit sind abrufbar unter www.denso-autoid-eu.com. / Düsseldorf. Dass die Bereitschaft von Unternehmen wächst, in die digitale Transformation ihres Geschäfts zu …
Bild: Besuchen Sie OSC auf der easyFairs Logistik im Januar 2012 in Hamburg
Besuchen Sie OSC auf der easyFairs Logistik im Januar 2012 in Hamburg
… Effizienz. Profitieren Sie von einer Beschleunigung des gesamten Prozesses, klaren Strategien, transparenten Beständen und der Aktualität von Daten. „Mobile Datenerfassung“ - Intelligente und mobile Datenerfassungstechniken tragen zur Optimierung von logistischen Abläufen, Kostenersparnis und verbesserten Konkurrenz-fähigkeit eines Unternehmens bei. …
Mehr Effizienz – maximale Flexibilität bei der Datenerfassung
Mehr Effizienz – maximale Flexibilität bei der Datenerfassung
ScanTools 8 verbessert Beleg-Datenerfassung im Labor Neue Funktionalitäten, beschleunigte Datenerfassung und mehr User-Ergonomie: Mediaform hat seine Erfolgssoftware ScanTools konsequent weiter entwickelt und beginnt ab sofort mit der Auslieferung der neuen Version 8. Bereits heute sichern sich über 150 Labore und Kliniken ihren Wettbewerbsvorteil mit …
Einzigartige Qualifikation: Master of Customs, Taxation and International Trade Law (MCA)
Einzigartige Qualifikation: Master of Customs, Taxation and International Trade Law (MCA)
… Er dauert 18 Monate und ist darauf ausgerichtet, berufsbegleitend absolviert werden zu können. Der Studiengang besteht aus sieben Modulen: Präsenz- und Selbststudium (1-5); das Transferprojekt (6) und die Masterthese (7). Abgerundet wird jedes Modul mit einer schriftlichen Prüfung. Der Ablauf erfolgt in fünf Phasen. Phase 1 (September 2014) Der Studiengang …
Bild: CogniCrypt-Transferprojekt: Fraunhofer IEM u. achelos erhöhen Qualität für sichere Softwareimplementierung
CogniCrypt-Transferprojekt: Fraunhofer IEM u. achelos erhöhen Qualität für sichere Softwareimplementierung
… CogniCrypt, einem Werkzeug zur statischen Code-Analyse, an. Das Produkt gibt eine Information über die Qualität des Programmcodes und die genutzten Kryptobibliotheken. In dem „it’s OWL“-Transferprojekt haben das Fraunhofer IEM und die achelos GmbH vier Monate gemeinsam an der Weiterentwicklung von CogniCrypt gearbeitet. Die Ergebnisse sind in Form eines …
Bild: Mit dem Elektronischen Mutterpass verbessert MEDISTAR die ärztliche Betreuung schwangerer FrauenBild: Mit dem Elektronischen Mutterpass verbessert MEDISTAR die ärztliche Betreuung schwangerer Frauen
Mit dem Elektronischen Mutterpass verbessert MEDISTAR die ärztliche Betreuung schwangerer Frauen
… effizienz-steigernden Inhalten, wie beispielsweise dem frühzeitigen Erkennen fehlender oder auffälliger Befunde, Besonderheiten und Risiken oder der Vermeidung einer redundanten Datenerfassung. Das Erkennen und Planen anstehender Untersuchungen und die rechtzeitige Weitergabe von Patienteninformationen runden das Leistungsspektrum des Elektronischen Mutterpasses …
Sie lesen gerade: Transferprojekt EasyData: Effizienz durch einfache Datenerfassung