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Der Sonne hinterher: Indischer Student erforscht Solarenergie in Coburg

22.10.202514:18 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Der Sonne hinterher: Indischer Student erforscht Solarenergie in Coburg

(openPR) Sie haben einen Master in „Electrical Engineering for Renewable Energies“ abgeschlossen – als das Programm nur auf Deutsch angeboten wurde. Ihre Geschichte ist super inspirierend, vor allem für Studierende aus Indien, die ein Auslandsstudium erwägen. Wie kamen Sie auf die Idee, in Deutschland zu studieren, und warum haben Sie sich für Coburg entschieden?
Sasikumar Krishnan: Deutschland ist bekannt für seine Stärke im Ingenieurwesen, daher war es eine naheliegende Wahl. Ich hatte bereits an der Universität Essen studiert und war mit dem System vertraut. Was mich dann nach Coburg zog, war der starke Forschungsfokus im Bereich erneuerbare Energien – genau in diesem Themenfeld wollte ich tiefer einsteigen.

Wie haben Sie von dem Studiengang erfahren?
Ganz ehrlich? Ich habe das Modulhandbuch gelesen! (lacht) Ich suchte gezielt nach einem Programm im Bereich erneuerbare Energien. Später stellte ich fest, dass Coburg eine Hochschule für angewandte Wissenschaften ist. In Indien gibt es diese Unterscheidung zwischen traditionellen Universitäten und HAW nicht, daher war das neu für mich.

Gab es beim Bewerbungsprozess irgendwelche Hürden?
Der gesamte Bewerbungsprozess lief online und völlig reibungslos.

Warum haben Sie sich auf erneuerbare Energien spezialisiert?
In Indien boomt der Bereich der erneuerbaren Energien. Ich möchte Teil dieser Bewegung sein und in einem führenden Unternehmen dazu beitragen, die Energiewende voranzutreiben.

Rückblickend: Gab es etwas, das Sie vorher gerne gewusst hätten, das Ihnen das Studium erleichtert hätte?
Viele indische Studierende – mich eingeschlossen – haben nur wenig finanziellen Spielraum. Es wäre sehr hilfreich gewesen, mehr über Verdienstmöglichkeiten während des Programms zu wissen. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass die Hochschule bezahlte studentische Hilfskräfte (HiWis) anbietet.

Hatten Sie besondere Schwierigkeiten bei der Einreise nach Deutschland oder im Umgang mit den Behörden?
Nein. Die deutschen Behörden waren sehr freundlich, und es gab keinerlei Probleme.

Wie war die Wohnsituation?
Ich bekam sofort ein Zimmer im Studentenwohnheim und fühlte mich dort sofort wohl. Ich fand die Unterkunft problemlos online.

Wie haben Sie sich auf die ersten Semester vorbereitet – fachlich und sprachlich?
Da das gesamte Programm auf Deutsch stattfand, war der Anfang definitiv schwierig. Anfangs konnte ich den Vorlesungen kaum folgen. Ich arbeitete alles noch einmal durch die Materialien auf Moodle durch – das war eine große Hilfe. Moodle ist die Online-Lernplattform der Hochschule, auf der alle Vorlesungsunterlagen und Aufgaben bereitgestellt werden.

Was war die größte Herausforderung während Ihres Studiums?
Ehrlich gesagt war es die Sprachbarriere in den Vorlesungen. Deutsch ist nicht einfach, und in einem technischen Fach Schritt zu halten, machte es noch schwieriger. Wieder war Moodle ein echter Game-Changer – ich habe dort alles noch einmal durchgearbeitet.

Wie sind Sie beim Deutschlernen vorgegangen, und was hat Ihnen am meisten geholfen?
Es ist immer noch ein Prozess. Ich lerne Stück für Stück, aber es ist definitiv einer der schwierigsten Teile der gesamten Erfahrung hier. Gespräche mit einigen Kommilitoninnen und Kommilitonen sind noch immer knifflig – der fränkische Dialekt macht es nicht leicht. Also bitte etwas Nachsicht beim Dialekt.

War es leicht, Freundschaften mit deutschen Studierenden zu schließen?
In Indien entstehen Freundschaften – besonders unter Studierenden – sehr schnell. Hier dauert es ein wenig länger und erfordert mehr Einsatz.

Welche Unterschiede zwischen Indien und Deutschland sind Ihnen besonders aufgefallen?
Das Wetter war ein echter Schock – 20 Grad gelten in Indien schon als kalt, während die Sommer bis zu 40 Grad erreichen können. Und der Verkehr! Alles ist hier andersherum. Ich habe oft in die falsche Richtung geschaut, wenn ich die Straße überqueren oder auf den Bus gewartet habe. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte.

Wie entspannen Sie sich neben dem Studium?
Freizeit habe ich ehrlich gesagt nicht viel. Aber ich habe vor einiger Zeit einen Mal- und Zeichenkurs an der Volkshochschule Coburg besucht und es wirklich genossen. Es war eine schöne Abwechslung zur ganzen technischen Arbeit.

Kürzlich waren Sie auf der European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition (EU PVSEC 2025) in Bilbao.
Das war meine erste wissenschaftliche Konferenz – eine beeindruckende Erfahrung! Wir haben die Ertragsprognose für Solarmodule vorgestellt, die im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Hochschule Coburg entwickelt wurde. Genau das war auch Thema meiner Masterarbeit. Mein Beitrag bestand in der Datenanalyse und Programmierung mit KI-Tools, bei der unzählige Wetterdaten ausgewertet werden mussten.

Mit wem waren Sie auf der Messe?
Alle, die am Projekt mitgearbeitet haben, waren ebenfalls dort: mein Professor und eine Kommilitonin. Ein Highlight war die Postersession. Unser Poster erklärte unseren Forschungsansatz, und wir konnten ihn mit anderen interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutieren – das war sehr spannend für mich.

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