(openPR) Die Münchner Stadträtin Marie Burneleit hat am 19. September 2025 einen Eilantrag im Münchner Stadtrat eingereicht, um einen geplanten Fassanstich des Oberbürgermeisterkandidaten Clemens Baumgärtner am 20. September 2025 auf dem Oktoberfest zu verhindern. Anlass des Antrags sind öffentliche Ankündigungen Baumgärtners, parallel zum offiziellen Anstich des amtierenden Oberbürgermeisters Dieter Reiter ein eigenes Fass auf der Theresienwiese anzuzapfen.
Die Antragstellerin fordert vom Oberbürgermeister ein sofortiges Einschreiten, um einen derartigen Auftritt zu unterbinden. Konkret enthält der Eilantrag drei Punkte:
Baumgärtner ist es ausdrücklich untersagt, auf dem Gelände der Theresienwiese einen eigenen Fassanstich vorzunehmen.
Sollte es dennoch zu einer Zuwiderhandlung kommen, soll gegen ihn ein Ordnungsgeld verhängt werden.
Aufgrund des vorsätzlichen und aus Sicht der Antragstellerin gravierenden Verstoßes gegen die „Oktoberfestverordnung 130 Stadtrecht“ wird darüber hinaus ein lebenslanges Hausverbot für das gesamte Wiesn-Gelände beantragt.
In der Begründung des Antrags verweist Burneleit auf die einschlägigen Regelungen der Stadtrechtsordnung. Nach § 4 Abs. 3 der Oktoberfestverordnung ist das Anbieten gewerblicher Leistungen ebenso wie jede Form der Werbung auf der Theresienwiese untersagt. Ein zusätzlicher Fassanstich durch einen politischen Kandidaten würde jedoch eindeutig als politische Werbung einzustufen sein. Besonders brisant sei, dass Baumgärtner als ehemaliger Wirtschaftsreferent, Wiesn-Chef und Volljurist die geltenden Vorschriften genau kenne. Sein Vorgehen sei daher nicht etwa ein Missverständnis, sondern eine bewusste Provokation und ein klarer Bruch der geltenden Regeln.
Die Stadträtin unterstreicht in ihrem Antrag die besondere Bedeutung des Oktoberfests für die Stadt München und weit darüber hinaus. Das Fest sei nicht nur eine lokale Tradition, sondern eine der größten und bekanntesten Volksveranstaltungen der Welt, die jedes Jahr Millionen Gäste aus aller Herren Länder anziehe. Gerade deshalb sei es zwingend notwendig, die Integrität dieser Veranstaltung zu schützen und parteipolitische Inszenierungen zu verhindern. „Politische Inszenierungen auf Kosten der Integrität des Oktoberfests dürfen nicht geduldet werden“, betont Burneleit. Wer das Oktoberfest für Wahlkampfzwecke instrumentalisiere, schade nicht nur dem Ansehen der Stadt, sondern untergrabe auch die Neutralität städtischer Institutionen.
Der Eilantrag wurde am 19. September 2025 offiziell im RatsInformationsSystem der Landeshauptstadt München hinterlegt und ist öffentlich einsehbar:
https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/9300402;jsessionid=B40329CF8BCD58A8CFF7F1496BDE36A7
Mit dem Antrag will die Stadträtin sicherstellen, dass die Rechtsordnung gewahrt bleibt, das Oktoberfest als kulturelles Aushängeschild Münchens nicht beschädigt wird und politische Kandidaten keine Sonderrollen für ihre persönlichen Zwecke beanspruchen können.













