(openPR) Kultur in der Flasche – Die Mission eines Sake-Botschafters
Sake ist ein traditionelles japanisches Getränk aus fermentiertem Reis, Wasser, Hefe und dem Schimmelpilz Kōji. Anders als oft vermutet, ist Sake kein Reiswein, sondern ein gebrautes Getränk, das in seiner Herstellung eher dem Bier ähnelt.
In Japan hat Sake eine tiefe kulturelle und spirituelle Bedeutung – er wird bei Zeremonien, Festen und religiösen Riten verwendet und gilt als Symbol für Reinheit und Gemeinschaft. Diese enge Verbindung zur japanischen Identität wurde 2024 durch die UNESCO gewürdigt: Die „traditionelle Kunst des Sake-Brauens mit Kōji-Schimmel“ wurde offiziell als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Die Aufgabe, diese Kultur in westliche Märkte zu übersetzen, oblieg dem Sake-Botschafter.
Einer von ihnen ist Dr. Bastian Schwithal, Sake Botschafter 2025, Gründer von Go-Sake und leidenschaftlicher Vermittler einer unterschätzten Genusswelt.
Ein Sake-Botschafter steht zwischen zwei Welten: Der traditionellen, oft sehr ritualisierten Sake-Kultur Japans – und den offenen, neugierigen, aber auch skeptischen Verbrauchern Europas. Schwithal sieht sich nicht nur als Importeur oder Unternehmer, sondern als Kulturübersetzer. Er bringt nicht einfach Flaschen von A nach B, sondern erzählt Geschichten.
Geschichten über Brauereien in Niigata, über Wasserqualität in Akita und über junge japanische Braumeisterinnen, die die alte Männerdomäne aufbrechen.
Herausforderung Nummer 1: Wissen schaffen
Sake ist in Europa bei vielen noch recht unbekannt und eklärungsbedürftig. Ein Kernauftrag des Botschafters ist also: Aufklären. Schwithal organisiert Tastings, schreibt Artikel, hält Vorträge und entwickelt Konzepte, um Konsumenten und Gastronomen gleichermaßen zu erreichen. Dabei geht es um Sensorik, Pairing mit westlicher Küche und den Unterschied zwischen Junmai und Daiginjo.
Herausforderung Nummer 2: Märkte verbinden
Die japanische Sake-Produktion ist kleinteilig und tief in lokalen Traditionen verwurzelt. Viele Brauereien haben keine Exportstrategie. Schwithal baut Brücken, verhandelt mit Brauereien, organisiert Importe und entwickelt Labels, die in westlichen Märkten verstanden werden. Seine Marke Go-Sake ist ein Beispiel dafür, wie aus Handwerk, Qualität, Design und Storytelling ein neuer Zugang zu einem alten Getränk entsteht.
Herausforderung Nummer 3: Genuss statt Klischee
Der europäische Markt liebt Authentizität – aber auch Lifestyle. Ein Sake-Botschafter muss daher mehr bieten als bloße Fakten. Schwithal nutzt Formate wie Sake Verkostungen, Sparkling Sake, Food-Pairing-Events mit Köchen oder Pop-up-Tastings in Concept Stores. Er präsentiert Sake nicht als „exotische Kuriosität“, sondern als authentisches Erlebnis für Genießer, mit einer reichen Handwerksgeschichte.
Herausforderung Nummer 4: Erwartungsmanagement
Viele japanische Sake-Brauereien sind familiengeführte Traditionsbetriebe mit jahrhundertealter Geschichte – und oft großen Hoffnungen, was den Export betrifft. Doch die Realität westlicher Märkte unterscheidet sich stark von den Vorstellungen in Japan: langsamer Marktzugang, intensiver Wettbewerb, geringe Bekanntheit von Sake beim Endkunden und anspruchsvolle Regulierungen. Ein Sake-Botschafter wie Dr. Bastian Schwithal muss daher oft als kultureller Vermittler agieren – nicht nur in Richtung des Konsumenten, sondern auch gegenüber den Brauereien selbst. Er erklärt, warum ein Produkt möglicherweise nicht sofort in jede Bar passt, warum Markenaufbau Geduld erfordert oder weshalb europäische Etiketten anders aussehen müssen. Dabei gilt es, Respekt vor der japanischen Handwerkskunst zu zeigen und gleichzeitig realistische Erwartungen zu schaffen. Zwischen Stolz, Tradition und wirtschaftlichem Interesse braucht es Fingerspitzengefühl – und oft viel diplomatisches Geschick. Nur so kann eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit entstehen, die beiden Seiten gerecht wird.
Ein Sake-Botschafter ist vieles: Kulturerklärer, Unternehmer, Netzwerker, Übersetzer und Geschichtenerzähler. Wer Sake im Westen erfolgreich machen will, braucht mehr als ein gutes Produkt – er braucht Leidenschaft, interkulturelles Verständnis und den Mut, neue Wege zu gehen. Denn Sake ist nicht nur ein Getränk – es ist ein Zugang zu einer anderen Welt. Und diese Welt hat in Europa gerade erst begonnen, sich zu öffnen.











