(openPR) Bundesverband Personalvermittlung (BPV) verzeichnet hohe Vermittlungsquoten für 2006. Weiterer Anstieg in 2007 erwartet.
Im vergangenen Jahr konnten die privaten Personalvermittler mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Vermittlungen viele Stellen neu besetzen. Das ergab eine Erhebung des Bundesverbandes Personalvermittlung e.V. (BPV), größter und ältester Branchenverband mit über 800 Mitgliedsbüros, unter seinen Mitgliedern.
Bonn/Wiesbaden – 04. April 2007. Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Personalvermittlung (BPV) ergab, dass fast alle Verbandsmitglieder in 2006 ihre Vermittlungserfolge um durchschnittlich 50 % gegenüber des Vorjahres steigern konnten. Für 2007 erwarten die Befragten einen weiteren Anstieg. Anke Peiniger, Vorstandsvorsitzende des BPV und gleichzeitig Inhaberin einer Personalvermittlung, erklärt diese Entwicklung folgendermaßen: „Der Stellenmarkt ist in Bewegung, in vielen Bereichen herrscht Kandidatenmangel. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, weil die Konjunkturprognosen gut sind und weil der demografische Wandel - Stichwort geburtenschwache Jahrgänge - immer stärker zum Tragen kommt.“ Hinzu komme, so Peiniger weiter, der Anstieg so genannter Public-Private-Partnership (PPP) Projekte zwischen privater Personalvermittlung und der Bundesagentur für Arbeit (BA). Als Beispiele nennt sie den Vermittlungsgutschein und das Modellprojekt der BA in Zusammenarbeit mit sechs privaten Vermittlungsagenturen.
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage war, dass Unternehmen vor allem Fachkräfte suchen – branchenübergreifend. Allerdings einigte sich der Großteil der Befragten darauf, dass besondere Personalnot im Pflegebereich, Ingenieurwesen, Rechnungswe-sen sowie im Finanzdienstleistungssektor besteht.
Bedeutung des Vermittlungsgutscheins nimmt ab
Auf die Frage nach der Bedeutung des Vermittlungsgutscheins in 2007 antwortete die Mehrheit, dass sie gegenüber des Vorjahres abnehme. Hierzu Anke Peiniger: „Der Vermittlungsgutschein ist nach wie vor ein guter Anreiz für Personalvermittler, die sich um Menschen mit Vermittlungshemmnissen kümmern. Für die Personalvermittler, deren Kerngeschäft jedoch das Placement von Fachkräften ist, wird der Stellenwert abnehmen. Und wenn man die Trendprognosen betrachtet und sieht, dass verstärkt im Bereich der Qualifizierten vermittelt wird, dann ist nachvollziehbar, dass der Vermittlungsgutschein zukünftig eher weniger eingesetzt wird.“
Über den Markt der privaten Personalvermittlung
Laut Schätzungen des BPV und IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) lag in 2005 der Anteil der privaten Personalvermittler bei 200.000 (das entspricht ca. 3% aller neubesetzten Stellen). Für 2006 rechnet man mit ca. 300.000 privaten Vermittlungen. In 2007 erwartet der Verband eine Steigerung um zehn Prozent für die gesamte Branche der Privaten und sieht Chancen für weiteres Wachstum. Anke Peiniger: „Der Markt ist riesig. Die Bundesagentur für Arbeit ist nur an schätzungsweise 25 % der Vermittlungen beteiligt. Das heißt, für die Privaten bleibt ein Potenzial von 75 %. Es muss uns nur noch besser gelingen, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Stellensuchenden darzulegen, was wir in der Praxis für sie tun können.“






