(openPR) Eine wahre Strafenflut erlebten die gut 500 Zuschauer, etwa 130 davon waren aus Thüringen angereist, am vergangenen Sonntag in Berlin. Insgesamt verhängte der, sehr unsicher und ohne erkennbare Linie agierende, HSR Gregorius 197 Strafminuten, darunter 4 Spieldauerstrafen sowie 1 Matchstrafe und 4x 10 Minuten Disziplinarstrafen. So verwundert es auch keinen, dass kein Treffer bei 5 gegen 5 erzielt wurde.
Im ersten Spieldrittel neutralisierten sich beide Teams nahezu. So konnte sich zunächst kein Team Torchancen erarbeiten, dies änderte sich erst mit dem Ende des ersten Drittels, als Drachengoalie Kai Fischer bei der einzigen zwingenden Chance der Akademiker Kopf und Kragen riskieren musste. Zwei Minuten vor Drittelende kam es nun auch zur ersten größeren Auseinandersetzung. Thomas Leibrandt und Vitali Geist klärten ihre Meinungsverschiedenheit mit den Fäusten, was beiden Kontrahenten eine Spieldauerstrafe einbrachte. Der Mittelabschnitt stand nun ganz im Zeichen von HSR Gregorius. Innerhalb von nur 4 Minuten kassierten die Gäste 5 zum Teil mehr als fragwürdige 2 Minutenstrafen. Die daraus resultierende fast 3 Minütige 5 - 3 Überzahl konnten die Akademiker zur Führung nutzen. Marco Rentzsch erzielte den Treffer mit einem strammen Schuss von der blauen Linie (22.). Für den 2. Treffer sorgte Neale Schönfeld nach 30 Minuten. Nur 4 Minuten später sorgte erneut Marco Rentzsch für die 3:0-Führung für die Akademiker. Nach fast 10 Minütige Diskussion mit den Kapitänen der Teams zählte dieser Treffer doch, obwohl der HSR mittlerweile vollkommen den Überblick verloren hatte welches Team mit wie vielen Spielern auf dem Eis sein durfte. Im letzten Drittel versuchten sich erneut zwei Akteure als Boxer. Und so war für Thomas Korte und Lucien Aicher das Spiel ebenfalls vorzeitig beendet. Als nächsten erwischte es Nicolai Tittus, der sich wohl etwas zu heftig beim HSR über dessen Strafenvergabe beschwerte, dies brachte ihm eine Matchstrafe ein. In der darauf folgenden 5 Minütige Überzahl konnten die Erfurter dann auf 1:3 verkürzen, John Noob war hier erfolgreich. Dies war aber auch gleichzeitig der Endstand.
Erfurt : K. Fischer - Donnely, Noob, Schmunk, Geist, Korte, Schneider - Müller, C. Fischer, Otte, Zander, Marak, Nickel, Halloun, Schmidt, Masche, Kämmerer
Tore : 1:0 Rentzsch (21:32 / Tittus, Schönfeld / 5-3), 2:0 Schönfeld (29:22 / Tittus, Rentzsch / 4-4), 3:0 Rentzsch (33:32 / 4 - 4), 3:1 Noob (53:53 / Müller / 5 - 4)
Strafen : Berlin : 26 ( + 10 min Gries + 5 + SPD + 10 min Leibrandt + 5 + SPD Aicher + 5 + Match Tittus) - Erfurt 26 (+ 10 min Marak + 10 min Schmidt + 5 + SPD Geist + 5 + SPD Korte)
Zuschauer : 488
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1990 wurde der Eishockey in Erfurt mit der Neugründung der Sektion Eishockey beim ESC Erfurt wiederbelebt. Seit der Saison 91/92 nahm die erste Männermannschaft erfolgreich am Spielbetrieb teil und erreichte in der ersten Saison sogar Platz 1 der Hessenliga. Den wohl größten Erfolg feierten die Erfurter Männer mit der Hessenmeisterschaft und dem 1. Platz in der Relegation der Regionalliga Nordrhein-Westfalen und dem damit verbundenen Aufstieg in die 1. Liga Nord (ab 99/00 Oberliga). Auch dort konnte man gut mithalten, verpasste man doch nur knapp die Teilnahme an den PlayOffs zur 2. Bundesliga, welche aber im darauffolgenden Jahr erreicht werden konnte.












