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Unangemessene Werbung auf Webseiten für Kinder

(openPR) Die Forschenden erstellten zunächst einen Datensatz aus rund 2.000 Webseiten, die speziell an Kinder unter 13 Jahren adressiert waren. Dann luden sie die Werbeanzeigen von diesen Webseiten herunter. Rund 70.000 Dateien kamen so zusammen. Zum einen weil viele Seiten mehrere Werbebanner enthielten, zum anderen weil die Forschenden jede Seite mehrmals besuchten. „Die Werbeanzeigen sind sehr dynamisch, sie ändern sich alle paar Minuten“, erklärt Veelasha Moonsamy, die auch Mitglied im Exzellenzcluster CASA, kurz für Cybersecurity in the Age of Large-Scale Adversaries, ist.

In dem untersuchten Pool fanden sich 1.003 unangemessene Anzeigen. Ihre Inhalte reichten von Shopping-Werbung für Verlobungsringe und aufreizende Unterwäsche über Abnehm-Medikamente, Dating-Plattformen sowie Tests auf Homosexualität und Depression bis hin zu Sex-Spielzeugen und Chat-Angeboten, die Frauen in anzüglicher Kleidung und Pose zeigten.

Gesetze greifen nicht

„Eigentlich gibt es Gesetze, die regeln, mit welchen Anzeigen Kinder konfrontiert werden dürfen und mit welchen nicht“, unterstreicht Veelasha Moonsamy. „Aber sie werden nicht eingehalten.“ Ein Problem: Technisch betrachtet gibt es im Internet erst einmal keinen Unterschied zwischen Webseiten für Kinder und Webseiten für Erwachsene. Sie alle werden in der Regel aus dem gleichen Anzeigenpool gefüttert. Das dürfte sich auch nicht so schnell ändern. Moonsamy erklärt: „Das Internet gibt es seit Jahrzehnten. Es ist ein komplexes System, das seine bestimmte Funktionsweise hat, und man kann nicht einfach grundlegend etwas ändern. Das könnte alles zusammenbrechen lassen.“

Ausführlicher Artikel im Wissenschaftsmagazin Rubin

Was Eltern zum Schutz ihrer Kinder tun können und wie verhaltensbezogene Werbung im Internet funktioniert, erläutert Veelasha Moonsamy in einem ausführlichen Artikel im Wissenschaftsmagazin Rubin mit dem Schwerpunkt „Geheimnis“: https://news.rub.de/wissenschaft/informatik-abnehmpillen-und-depressionstests-fuer-die-kleinen. Für redaktionelle Zwecke dürfen die Texte auf der Webseite unter Angabe der Quelle „Rubin – Ruhr-Universität Bochum“ sowie Bilder aus dem Downloadbereich unter Angabe des Copyrights und Beachtung der Nutzungsbedingungen honorarfrei verwendet werden.

Rubin kann über ein Online-Formular kostenlos als Newsletter oder Printausgabe abonniert werden (https://news.rub.de/rubin).

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Veelasha Moonsamy
Security and Privacy of Ubiquitous Systens
Fakultät für Informatik
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: +49 234 32 15748
E-Mail: E-Mail

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