(openPR) Hamburg, April 2007. Keiner darf es wissen – und trotzdem ist es ein offenes Geheimnis: Der große Blonde aus dem Vertrieb hat ein Auge auf die Brünette in der Buchhaltung geworfen. Und der Chef wurde beim Golfspielen mit seiner Sekretärin gesichtet. Frühlingsgefühle, wo man hinsieht. Schön eigentlich – aber auch heikel. Denn jeder weiß, dass Beziehungen mit Kollegen kompliziert sind. Aber man kann sich ja nicht immer aussuchen, wo die Liebe hinfällt.
Vergleichsweise leicht haben es Partner aus unterschiedlichen Bereichen: Sie können sich – z. B. nach einem Streit – aus dem Weg gehen. Anders sieht es bei einem Paar innerhalb einer Abteilung aus. Nicht nur die Betroffenen müssen mit möglichen Spannungen klar kommen – auch das Umfeld. Oft bilden sich zwei Parteien. Ein schlechtes Arbeitsklima ist vorprogrammiert. Wichtig ist deshalb, von Anfang an streng zu trennen: Alles, was die Beziehung anbelangt, zählt zur Privatsphäre – ist also am Arbeitsplatz tabu! Das gilt nicht nur für Probleme, sondern auch für Küsse, Kosenamen oder feurige Blicke. Auch Händchenhalten in der Mittagspause ist schwierig, denn bei so viel Liebesglück kann doch in manch einem der Neid aufblitzen.
Noch diskreter müssen Vorgesetzte bei einer Liaison mit Mitarbeiter/innen vorgehen. Denn in diesem Fall kommen zwangsläufig (un-) berechtigte Gerüchte auf, die leider allzu oft in dem Spruch „Der/die will sich hoch schlafen“ gipfeln. Deswegen ist es durchaus empfehlenswert, ernsthafte Gefühle erst einmal für sich zu behalten. Das darf jedoch kein Dauerzustand werden. Heimlichkeit ist Nährboden für Tratsch und wer das Verhältnis auf Nachfragen abstreitet, wird später unglaubwürdig. Sobald man sich sicher ist, sollte man deshalb der Beziehung – paradoxer Weise genau wie bei der Krisen-PR – einen offiziellen Charakter verleihen. Wer möchte, lädt die engsten Mitarbeiter und Kollegen ein und nimmt den Gerüchten den Wind aus den Segeln, indem er – ganz „alte Schule“ – seine Frühlingsgefühle mit einer Verlobung bekannt gibt…








