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PFAS im Fokus: PerfluorAd® setzt neue Maßstäbe in der Wasseraufbereitung

Aufbereitungstechnologie PerfluorAd® - PFAS kostengünstig und effektiv etfernen (© Fraunhofer UMSICHT)
Aufbereitungstechnologie PerfluorAd® - PFAS kostengünstig und effektiv etfernen (© Fraunhofer UMSICHT)

NRW-Forschungsprojekt „Perfluor.DAT“: Cornelsen und Fraunhofer UMSICHT entwickeln PFAS-Aufbereitung weiter

(openPR) Die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH (auch Cornelsen Group) und das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Im Rahmen des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Forschungsprojekts Perfluor.DAT wird das etablierte PerfluorAd®-Verfahren zur Entfernung von PFAS aus wässrigen Medien weiterentwickelt – mit dem Ziel, die Anwendung noch flexibler und wirksamer zu machen.

PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) gehören zu den persistenten – also besonders langlebigen – Stoffen, die sich in der Umwelt kaum abbauen und in Organismen anreichern können. Auf diese Weise gelangen sie in die Nahrungskette. Im Alltag finden PFAS breite Anwendung, etwa in Antihaftbeschichtungen, Verpackungen oder Textilien. Auch in zahlreichen industriellen Prozessen kommen sie zum Einsatz – mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Mit dem PerfluorAd®-Verfahren steht eine patentierte, breit etablierte und praxiserprobte Technologie zur Verfügung, die PFAS effizient und wirtschaftlich aus wässrigen Medien entfernt – unter anderem in Deutschland, Großbritannien, den Benelux-Ländern, Skandinavien und den USA. Das Projekt Perfluor.DAT hat zum Ziel, dieses Verfahren technisch und digital weiterzuentwickeln, um es noch flexibler und zukunftsfähiger zu gestalten – für vielfältige Anwendungen und Problemlösungen weltweit.

Prozessoptimierung im Fokus

Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Optimierung des PerfluorAd®-Verfahrens. Zentrale technische und wissenschaftliche Ziele sind:

  • Erfassung und Analyse bestehender Anwendungen zur Ableitung relevanter Einflussfaktoren
  • Erprobung neuer Co-Additive zur Verbesserung der Reaktionswirksamkeit und Filtrierbarkeit
  • Validierung von Messmethoden wie Leitfähigkeit, Gesamtfluor oder TOC zur Prozessüberwachung
  • Aufbau eines digitalen Datenmanagementsystems zur Erfassung, Analyse und Modellierung von Prozessdaten
  • Machbarkeitsstudien zur praktischen Umsetzung in PerfluorAd®-Aufbereitungsanlagen

Weitere Potenziale sind groß: Ziel ist eine deutliche Reduktion der Restkonzentrationen von PFAS und TOC, eine verbesserte Sedimentation, Flotation und Filtrierbarkeit der Flocken sowie die Anwendung multifunktionaler Additive – auch für besonders schwer abbaubare, hydrophile PFAS wie PFBA. Zudem soll der Anwendungsbereich auf sehr geringe PFAS-Konzentrationen unter 10 µg/L erweitert werden.

Breite Einsatzmöglichkeiten weltweit

Das Verfahren wird bereits erfolgreich zur Aufbereitung folgender wässriger Medien eingesetzt:

  • Wässer aus der Wartung von Löschanlagen, Containern, Sprinklern und Einsatzfahrzeugen
  • Industrielle Prozessabwässer
  • Konzentrate aus Umkehrosmose oder Nanofiltration
  • Deponiesickerwasser und Wässer aus Bodenwaschanlagen
  • PFAS-belastetes Grundwasser

Mit den Entwicklungen im Rahmen von Perfluor.Dat wird der Anwendungsbereich nochmals erweitert – auch unter Berücksichtigung länderspezifischer Anforderungen.

Zielgruppen und Nutzen

Die Weiterentwicklung ist besonders relevant für:

  • Betreiber von Bodenwäschen, Industrieanlagen und Deponien
  • Verantwortliche in der zivilen und militärischen Flugfeldinfrastruktur
  • Betreiber stationärer Löschanlagen und Einsatzfahrzeuge
  • Unternehmen der chemischen und petrochemischen Industrie
  • Umweltbehörden, Aufsichtsstellen und Wasserverbände
  • Verbände der Altlastensanierung
  • Feuerwehren

Durch die Verbindung von Forschung, Praxiswissen und Digitalisierung entsteht ein lernfähiges System für eine effizientere, transparente und nachhaltige Wasseraufbereitung.

Gemeinsam weiterdenken

Perfluor.Dat ist ein Beispiel dafür, wie gezielte Kooperationen neue Standards im Umgang mit PFAS setzen können. Die Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe mit praktischer Anwendungsnähe stärkt den Technologiestandort NRW – und leistet einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Reduzierung von PFAS-Einträgen in die Umwelt.

Für sauberes Wasser. Für eine sichere Zukunft.

Weitere Informationen:
www.cornelsen.group

https://www.umsicht.fraunhofer.de/de/projekte/pfas-perfluorAd.html

Pressekontakt:
Cornelsen Group
Thorsten Bothe, bothe@cornelsen.group

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  • Cornelsen Umwelttechnologie GmbH
    Graf-Beust-Allee 33
    45141 Essen
    Deutschland

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