(openPR) Einmal pro Jahr laden Sternwarten, astronomische Vereine, Planetarien, Schulen, Museen, Forschungsinstitute und engagierte Amateurastronom*innen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz am bundesweiten Astronomietag dazu ein, die Welt der Sterne mit eigenen Augen zu erkunden. In diesem Jahr steht der Astronomietag ganz im Zeichen von Sonne und Mond: Zur Mittagszeit können wir eine partielle Sonnenfinsternis verfolgen, bei der im deutschen Sprachraum bis zu 23% der Sonne vom Mond bedeckt werden.
Der Kernschatten des Mondes berührt die Erdoberfläche bei dieser Finsternis nicht, sie ist deshalb nirgends auf der Erde total. Die maximale Verfinsterung wird über Grönland und Neufundland erreicht, dort bleibt von der Sonne nur eine schmale Sichel übrig. Von Kontinental-Europa aus hingegen erscheint die Sonne nur "angeknabbert".
Wie viel von der Sonne vom Mond bedeckt wird und wann die Finsternis genau stattfindet, hängt davon ab, von wo aus man die Finsternis beobachtet. Es gilt: Je weiter westlich und je weiter nördlich, desto größer der Bedeckungsgrad. Während in Wien nur ca. 5% der Sonne verfinstert werden, sind es an der Mündung der Ems und auf Sylt 23%.
Der Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung liegt sich im deutschen Sprachraum zwischen 12:05 in der Westschweiz und 12:22 Uhr auf Usedom. Hierbei gilt: Je weiter östlich und je weiter nördlich, desto später. Insgesamt dauert die Finsternis etwa 90 Minuten, sie beginnt also etwa 45 Minuten früher und endet dann etwa 45 Minuten später.
Für die Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis müssen geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Auf keinen Fall darf mit dem bloßen Auge oder mit Behelfs-Hausmitteln beobachtet werden. Für das bloße Auge bieten sich stattdessen spezielle Sonnenfinsternisbrillen an. Ferngläser und Teleskope müssen mit geeigneten Sonnenfiltern ausgestattet sein.
Anlässlich des Astronomietags bieten über 150 Sternwarten, astronomische Vereine, Planetarien, Schulen, Museen, Forschungsinstitute und engagierte Amateurastronom*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Veranstaltungen an, in deren Rahmen die Finsternis sicher beobachtet werden kann, oftmals begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Am Abend des Astronomietags stehen zudem die Planeten Jupiter und Mars gut sichtbar am Himmel und bieten sich als weitere Beobachtungsobjekte an.
Das Haus der Astronomie bietet zur Finsternis Workshops für Kinder, einen Vortrag über Finsternisse und Beobachtungsmöglichkeiten sowie abends einen Vortrag über die Planeten, Führungen und Beobachtungsmöglichkeiten an.
wissenschaftliche Ansprechpartner:
Carolin Liefke
Haus der Astronomie, Heidelberg
Vereinigung der Sternfreunde e.V.
Tel.: 06221 528 226
E-Mail: ![]()












