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Abschluss des Schaufensterprojekts ID-Ideal und Start der Trustnet-Initiative

10.01.202511:38 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Dresden, den 10.01.2025
Nach über drei Jahren Forschungsarbeit endet das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte Schaufensterprojekt „ID-Ideal“ unter Führung der HTWD. Das Team um Professor Jürgen Anke forschte in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung mit dem Ziel, sichere und vertrauenswürdige digitale Identitäten und automatisch überprüfbare Nachweise zu entwickeln, die künftig in zahlreichen Lebensbereichen wie Behördengängen, Mobilität, Gesundheitswesen und Online-Shopping angewendet werden sollen. Mit Abschluss dieses Projekts wird der Weg für die Trustnet-Initiative geebnet, mit der die Forschenden die Entwicklung der nächsten Evolutionsstufe des Internets weiter vorantreiben.

Start der Trustnet Community-Plattform

Im Ergebnis des ID-Ideal-Projekts ist im Oktober 2024 die Trustnet Community-Plattform als zentrale Anlaufstelle für den Wissensaustausch online gestellt worden. Die Plattform bietet nicht nur Informationen zu den Entwicklungen und Ergebnissen der Initiative, sondern lädt Unternehmen, Experten und die Öffentlichkeit ein, an der Weiterentwicklung eines digitalen Identitätsökosystems und automatisierbarer digitaler Anwendungsprozesse mitzuwirken. Durch die Erweiterung um Weiterbildungsformate und Technologietransferangebote soll die Plattform mittelfristig zur Etablierung von Vertrauen im digitalen Raum beitragen. Der im Trustnet verfolgte Ansatz ist die generelle Überprüfbarbarkeit von Informationen über Personen, Organisationen und Objekte durch den standardisierten Austausch interoperabler, verifizierbarer digitaler Nachweise.

ID-Ideal: Wegbereiter für das Trustnet

ID-Ideal legte die Grundlagen für den Aufbau des Trustnets als universelles digitales Abbild von Menschen, Organisationen und Objekten der Realwelt sowie den Beziehungen und Interaktionen zwischen diesen. Die Forschenden der HTWD erarbeiteten Konzepte, Methoden und digitale Werkzeuge, die sichere digitale Interaktionen ermöglichen und die Verlässlichkeit von Informationen garantieren. Zusätzlich zu Browsern und Emails werden im Trustnet digitale Wallets genutzt – digitale Brieftaschen, die deutlich mehr können als herkömmliche Wallet-Apps. Mit der Entwicklung von selbstbestimmten Identitäten und überprüfbaren Nachweisen (Verifiable Credentials) wurden erste wichtige Komponenten geschaffen, die Nutzer*innen perspektivisch Kontrolle über ihre Daten und eine rechtssichere digitale Kommunikation bieten.

„Im Rahmen von Konferenzen und Messen konnte festgestellt werden, dass das ID-Ideal-Konsortium mit den erreichten Ergebnissen zur fachlichen Weltspitze gehört. Die von uns entwickelte Vision des Trustnet ist die logische Fortschreibung dieser Ergebnisse als grundlegender Vertrauensmechanismus im digitalen Raum.“, erklärt Projektleiter Prof. Anke. „Die im Rahmen von ID-Ideal gewonnenen Erkenntnisse sind ein Fundament für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen, z.B. in der Verwaltungsdigitalisierung. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern, Sachsen zu einer Vorreiterregion des Trustnets machen.“

Innovationskraft und Zukunftsperspektiven

In Zeiten des steigenden Fachkräftemangels ist die Automatisierung von Verwaltungsprozessen dringend erforderlich, um die wachsenden Aufgaben bewältigen zu können. Die Kommunen Dresden, Leipzig und Mittweida waren deshalb als Partner in ID-Ideal beteiligt und haben eine Vielzahl potentieller Anwendungsszenarien untersucht. Dazu zählen z.B. der digitale Sozialpass und das digitale Bürgerbegehren in Dresden, die digitale Anmeldung und Benutzung der Leipziger Bibliotheken oder auch die Schließfachbenutzung und das Bezahlen mithilfe eine Handvenen-Scanners im Schwimmbad Mittweida. Unterstützt wurde das Projekt durch Technologiepartner, zu denen neben KAPRION Technologies, SQL Projekt AG und StromDAO auch das Blockchain Competence Center der Hochschule Mittweida gehörte. Ob digitaler Grünstromnachweis beim Tanken des E-Autos oder Kauf und Kontrolle des ÖPNV-Tickets in der ID-Wallet – die entwickelte Technologie schafft Vertrauen im digitalen Raum und effiziente Prozesse. Ein Nutzen für die Bürger ist, dass perspektivisch niemand mehr Formulare ausfüllen muss. Digitale Prozesse werden nach Freigabe automatisch mit Daten aus den in der eigenen ID-Wallet vorliegenden Nachweisen versorgt.

Die Erweiterung des bestehenden Internets der Informationen um das Trustnet ist eine der größten digitalen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte und eine globale, gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jede Behörde, jedes Unternehmen, jeder Bürger kann sich ab sofort daran beteiligen. Neben der erwähnten Trustnet Community bietet die im Rahmen des Projekts ID-Ideal etablierte Konferenzreihe „authenticon“ die Gelegenheit für den interdisziplinären Austausch über Fragen zum Vertrauen in der digitalen Gesellschaft.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Anke
Professur für Softwaretechnologie und Informationssysteme
E-Mail

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