(openPR) »Desertifikation« ist ein Begriff aus der Ökologie, der den Prozess der Wüstenbildung, Verwüstung und Überhitzung beschreibt. Wüstenbildung wird zwar gelegentlich durch natürliche Faktoren verursacht, ist jedoch meist menschengemacht – bedingt durch den Klimawandel, Abholzung, Überweidung, Armut, politische Instabilität, Krieg, nicht nachhaltige Bewässerungsmethoden oder eine Kombination dieser Faktoren. Zusammen mit dem Anstieg des Meeresspiegels, Hitzewellen sowie der Zunahme von Überschwemmungen und Stürmen gehört Desertifikation zu den gravierendsten Veränderungen auf unserem Planeten. Diese Veränderungen gehen häufig mit einer globalen soziopolitischen Verrohung einher. Dennoch bieten diese drastischen Auswirkungen auch die Chance für ein solidarisches Umdenken und die Entstehung von Neuem. Wüsten auf der ganzen Welt, obwohl sie in ihrer Natur unterschiedlich sind, teilen bemerkenswerte soziale Merkmale: Sie sind Brachland, Lebensraum und dienen als ortsspezifische Grundlage für Simulationen zukünftiger Planetensiedlungen.
Sie sind Orte der Krise, der künstlerischen Subversion, aber auch utopischer Gesellschaftsprojekte.
Das Ausstellungsprojekt basiert auf dem Prinzip des Dialogs und untersucht das Phänomen der »Desertifikation« unter Einbeziehung ökologischer, ökonomischer und sozialpsychologischer Aspekte.
Der Austausch wird über den Kunstverein Neuhausen hinaus ausgeweitet und ein unsichtbares Netz wird zwischen diesem, dem Projektraum Kunst [ ] Klima, der WUNDERKAMMER – NATURALIA/ARTIFICIALIA und der Akademie Schloss Solitude gespannt.
Mit Jan Nicola Angermann, Maan Barua, Beate Baumgärtner, Stella Covi, Kosmas Phan Dinh, Jan Forray, Moe Thet Han, Leila Hekmatnia, Barbara Karsch-Chaïeb, Andreas Meyer-Brennenstuhl, Sadya Mizan, Ahmed Rasel, Benjamin Staebler, Georg Winter, Tatyana Zambrano.
Kurator*innen: Gloria Aino Grzywatz und Jan Nicola Angermann
Co-Kuratorin: Sadya Mizan, Bangladesh
Ausstellungsort: KUNSTVEREIN NEUHAUSEN/ KVN PROJEKTRAUM
Rupert-Mayer-Straße 68 B, 73765 Neuhausen/Fildern
Öffnungszeiten
Samstags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung.
Eintritt frei für die Ausstellung und das öffentliche Programm.
Der Kunstverein Neuhausen ist teilweise barrierefrei. Bei Rückfragen: ![]()




