(openPR)
Wesentliche Dinge sollten sie als Pflegedienstbetreiber berücksichtigen:
- Bleiben Sie kompromissbereit und offen beim Kaufpreis und legen sie ihre Preisuntergrenze fest. Nachfolger/innen sollten ihnen ein freibleibendes schriftliches Angebot erstellen. Absichtserklärungen sind in der Regel form- und wirkungslos
- Wie weit gehen die Vorstellungen auseinander? Wenn die „Chemie“ zwischen beiden einfach nicht stimmt, wird sie nicht stimmiger und hier müssen sie vor allem auf die menschliche Passung achten. Oder möchten Sie ein halbes Jahr in ihrem wohlverdienten Lebensherbst eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger einarbeiten, den sie nicht mögen?
- Wenn sie mit einer Beratung zusammenarbeiten, klären sie die gegenseitigen Erwartungshaltungen klar ab, um Enttäuschungen zu vermeiden. Den idealen Nachfolger kann kein Berater wie ein weißes Kaninchen aus dem Hut zaubern
- Der erste Eindruck zählt: Die Homepage, der Teaser und das Verkaufs-Exposé sind die erste Visitenkarte ihres Unternehmens und stabilisieren den von ihnen gewünschten Kaufpreis.
- Begegnen auf Augenhöhe: Sie haben in ihrem Leben mehr erreicht als die meisten anderen Menschen und mit diesem Selbstbewusstsein können sie in die erste Betriebsbesichtigung gehen
- Der Prozess kostet Energie und Zeit. Sprechen Sie erst einmal mit maximal 3 Kandidaten, die fachlich geeignet sind und ein konkretes Finanzierungskonzept bzw. Kapitalnachweis vorlegen können
- Kaufverträge sind alles andere als Standard-Kaufverträge und dies bedarf einer rechtskonformen Gestaltung und Inhalte, die ihre Position stärken. Daher sollten diese Verträge von der Verkäuferseite entwickelt werden, um „das Heft in der Hand zu behalten“.
- Banken sind an Zahlen interessiert und dankbar für eine pflegespezifische Ertragswertberechnung mit Vorausschau und ggf. einem Firmen-Gutachten. Einer Bank geht es wesentlich um zwei Dinge: Die Absicherung und Haftung für einen Unternehmenskredit und der regelmäßige Kapitaldienst. Dies müssen Käuferinnen und Käufer erfüllen.
- Haftungsbeschränkungen und Verjährungsfristen beeinflussen die Finanzierung und hier lohnen sich Gespräche mit beiden Hausbanken sowie der KfW-Bank und je nach Fall auch einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft einer Bank
- Geduld: Pflegedienste werden in 8-24 Wochen verkauft. Lassen sie sich niemals unter Druck setzen. Sie werden nie den idealen Nachfolger finden, aber diese/r sollte so nah wie möglich an dieses Ideal herankommen und dieser letzte Tipp ist der wichtigste: Hören Sie auf ihren Bauch und korrigieren sie dies nur mit ihrem Kopf. Und DAS können sie in der Pflege IMMER besser als jeder Investor
Diese Fakten benötigt eine Käuferin bzw. ein Käufer für eine Kaufpreis-Ermittlung:
- Ist nach der Übernahme eine PDL vorhanden (optimal zusätzl. eine Stv. PDL)?
- Wie soll im Fall eines Verkaufs der Übergang organisiert werden?
- Welche Mitarbeiter gibt es, die Führungsaufgaben (PDL/Stv. PDL) im Pflegedienst übernehmen können?
- In welchem Bereich benötigen diese Mitarbeiter Unterstützung und Fortbildung?
- Welche Mitarbeiter besetzen Schlüsselfunktionen und wie kann sichergestellt werden, dass diese auch beim Inhaberwechsel an Bord bleiben?
- Welche Schlüsselfunktion haben Zuweiser (Krankenhaus, Ärzte, Apotheken) und wie kann sichergestellt werden, dass diese beim Inhaberwechsel an Bord bleiben?
- Auf welche wirtschaftlichen Risiken muss ein zukünftiger Inhaber besonders achten?
- Welche Auswirkungen wird die seit September 2022 geltende Tarifbindungspflicht auf die bestehenden Arbeitsverträge haben?
- Welche Auswirkungen sind durch Preiserhöhungen zu erwarten, wenn diese nicht durch gleichzeitige Erhöhung des Sachleistungsbudgets kompensiert werden?
Weiterführende Informationen finden Sie hier:
http://www.pflegedienstkauf.com
http://www.pflegedienstverkauf.com













