(openPR) Die Insolvenzen von Freiberufler*innen, Einzelunternehmern und Verbraucher*innen stellen Kreditinstitute häufig vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere wenn diese Engagements mit hohen EWB-Anteilen (Einzelwertberichtigungen) verbunden sind. Die kontinuierliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation dieser Kundengruppen wird oft erst sehr spät erkannt, was das Ausfallrisiko und damit verbundene Haftungsrisiken erhöht. Ein fundiertes Fach-Know-how, optimierte Prozesse und die Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen sind daher entscheidend, um diesen Risiken erfolgreich zu begegnen.
Das Seminar „Insolvenzen bei Freiberuflern, Einzelunternehmen und Verbrauchern“ vermittelt ein zielgerichtetes und methodisches Vorgehen bei der Bearbeitung von Verbraucherinsolvenzen und Insolvenzverfahren von Freiberufler*innen und Einzelunternehmern. Sie erhalten einen umfassenden Überblick über alle aktuellen Themen, von den verschiedenen Insolvenzverfahren über die Eigenverwaltung bis hin zu den besonderen Anforderungen des StaRUG-Verfahrens.
Das Seminar legt einen besonderen Fokus auf die Absonderungsrechte wie Grundschuld, Abtretung und Sicherungsübereignung, die in der Insolvenz von Freiberufler*innen und Einzelunternehmen eine zentrale Rolle spielen. Diese Themen werden eingehend behandelt, um Ihnen das nötige Wissen zu vermitteln, um in der Praxis rechtssicher und effizient agieren zu können.
Programmüberblick:
Aktuelle Entwicklungen im Insolvenzrecht:
- Überblick über die Besonderheiten der Insolvenz natürlicher Personen
- Rechtsprechungsübersicht des BGH zum Regel- und Verbraucherinsolvenzverfahren
- Einfluss des präventiven Restrukturierungsverfahrens auf Insolvenzen bei Freiberuflern und Einzelunternehmern
Darstellung des Insolvenzverfahrens bei Freiberuflern:
- Standesrechtliche Folgen bei der Insolvenz eines Freiberuflers
- Abgrenzung zum Verbraucherinsolvenzverfahren
Präventive Restrukturierung für natürliche Personen:
- Relevanz des StaRUG-Verfahrens
- Besonderheiten des StaRUG für natürliche Personen
Restschuldbefreiung und Vergleichsrechnungen:
- Restschuldbefreiung in der Insolvenz natürlicher Personen
- Problematik der Versagung der Restschuldbefreiung
- Vergleichsrechnungen in der Insolvenz
Absonderungsrechte in der Insolvenz:
- Grundschuld, Abtretung und Sicherungsübereignung
- Vermieterpfandrecht, verlängerter Eigentumsvorbehalt, Zubehör
- Freihändige Immobilienverwertung, Miet-/Pachtzinsforderungen
- „Kalte“ Zwangsverwaltung, Zwangsversteigerung und -verwaltung
Umgang mit deliktischen Forderungen und unerlaubten Handlungen
Problematik der Versagung der Restschuldbefreiung
Vergleichsrechnungen in der Insolvenz von natürlichen Personen
Das Seminar richtet sich insbesondere an Mitarbeitende aus den Bereichen Gewerbe- und Firmenkundenberatung, Kreditsachbearbeitung, Marktfolge Aktiv, Kreditmanagement, Kreditüberwachung, Risikomanagement, Sanierung und Intensivbetreuung sowie (Kredit-)Revision. Auch interessierte Fachbereiche, Geschäftsleitende, Vorstandsmitglieder, externe Prüfer*innen und Bankdienstleister*innen sind eingeladen, ihr Wissen zu vertiefen.
Detaillierte Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier auf der Website.













