(openPR) Potsdam, 14. Februar 2007. Von Erfolgsrezepten lernen, Kooperationen anbahnen: Zum Forum „Best Practice im Innovations-Management“ Mitte Februar kamen über 100 Unternehmer, Wissenschaftler und Praktiker in Potsdam zusammen. Initiiert wurde das Forum von der HLP Management Connex GmbH zusammen mit der ZukunftsAgentur Brandenburg.
„Wir lernen von erfolgreichen Unternehmen und wollen innovative Prozesse stimulieren“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns. Über 90 Prozent der Unternehmen in Brandenburg hätten jedoch weniger als zehn sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Daher seien Innovationen nur durch Netzwerke zu schaffen, so der Minister. „Innovationsprozesse müssen immer auch Kooperationsprozesse sein.“
Zum „Netzwerken“ forderte Professor Dr. Klaus-Peter Schulze, Geschäftsführer der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) in seiner Begrüßung auf. Schulze bedankte sich bei Matthias Hirzel, Geschäftsführer der HLP Management Connex und Professor Eberhard Knödler-Bunte, Präsident der University for Management and Communication (UMC) für die Initiative.
„Natürlich ist Erfolg auch von guten Ideen abhängig“, sagte Firmengründer Hans Wall, der die Innovationen der Wall AG vorstellte. Das Unternehmen vertreibt hinterleuchtete Plakatwerbung auf Straßen und Plätzen in 60 Großstädten in acht Ländern. Der Erfolg der Wall AG gründet sich auf die individuelle Gestaltung etwa von Bushaltestellen und Plakatflächen sowie ein maßgeschneidertes Design in eigener Produktion. Immer wieder Standards und Gewohnheiten zu hinterfragen, scheint dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor für Innovationen: „Warum müssen Menschen mit Behinderung auf eine andere öffentliche Toilette gehen als Nichtbehinderte?“, fragte Wall. Das Unternehmen entwickelte eine City-Toilette mit beweglicher Trennwand und schwenkbarer Schüssel, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist – und hält das Weltpatent auf diese Idee.
„Management- und Strategiekompetenz spielen bei allen Innovationsprozessen die zentrale Rolle und sind in Ostdeutschland oft nur defizitär vorhanden“, berichtete Ministerialrat Hans-Peter Hiepe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Viele Innovationen würden zu wenig vom Kunden her entwickelt. „Die schnellen, einfachen Lösungen gehen nicht mehr; wir müssen in Ostdeutschland eine Management-Kultur aufbauen“, so Hiepes Fazit.
„Vision, Strategie und Struktur“ sowie eine Unternehmenskultur, die Dinge immer wieder in Frage stelle, sind für Nikolaus Krane, Vorstand der Conergy AG, die Er-folgsfaktoren für Innovation. Die Conergy AG hat sich in nur fünf Jahren zu einem der führenden Systemanbieter von regenerativen Energien in Europa entwickelt. „Wir sind bei Innovationen oft sehr technikgetrieben“, kritisierte Krane. Immer wichtiger werde das „brand building“, der Aufbau der Marke. Der Erfolg des iPods von Apple beruhe vor allem auf einem „hoch emotionalisierten Design“. Viele erfolgreiche Produkte würden heute direkt auf bestimmte Zielgruppen hin entwickelt, meinte auch Professor Eberhard Knödler-Bunte von der UMC. Kultur, Medien, Konsumverhalten oder gesellschaftliche Deutungsmuster seien ebenso wichtig wie technologisches Know-how.
„Die Innovationspotentiale sind da, sie müssen aber bewusster aufgegriffen und ziel-führend gemanagt werden, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein“, zog Clemens Fro-wein, Gesellschafter der Managementberater HLP Hirzel Leder & Partner ein Fazit aus dem Forum. Es bedürfe gezielter Impulse durch unternehmensübergreifende Treffen und Netzwerke. Dem Forum folgen deshalb fünf vertiefende Klausuren zum Innovationsmanagement, die die Initiatoren zusammen mit Unternehmen und Wissenschaft in diesem Jahr anbieten. Die Themen: Produktentwicklung & Vermarktung, Finanzierung, Personalentwicklung & Qualifizierung, Geschäftsmodelle & Prozesse sowie Innovations-Netze & Kommunikation.










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