(openPR) Bereits in den UN-Berichten (Brandt / Brundtland) wurde vor Jahren von “Interdependenz” gesprochen, der wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Industrie- und Entwickelungsländern. Inzwischen hat sich diese Situation eher noch verschärft: Der Migranten-Zustrom aus den Entwicklungsländern nimmt zu, die “Aufnahmebereitschaft” in den Industrieländern nimmt deutlich ab, droht sogar zu politischen Eskalationen zu führen. Das “(Un-) Wort” des Jahres heißt “Re-Migration” und die kommenden (Landtags-) Wahlen verheißen nichts Gutes. Statt Lösungen zu finden, werden politische “Profile” markiert. Lösungen? Nein, aber viel Ungemach deutet sich an.
Gibt es überhaupt Lösungen? Und wenn ja, wie könnten diese aussehen? Stellen wir zunächst fest, dass “Migrationen” zwei Problemkreise haben:
- Einerseits eine derzeit völlig hoffnungslose Wirtschaftssituation in den Herkunftsländern,
- andererseits zunehmender Widerstand gegen eine Integration - nicht nur in Deutschland.
Und gleichzeitig nimmt die Eskalation zu, weil keine wirklich überzeugenden Lösungen geboten werden.
Als überzeugend könnten (nur) Konzepte dienen, die eine “interdependente” Problemlösung bieten. Es bedarf also sowohl überzeugender (wirtschaftlicher) Aufbau-Lösungen in den Herkunftsländern, als auch entsprechender “Qualifikations-Lösungen” in den “Aufnahme-Ländern”. Solche Konzepte sind “interdependent”, wenn z.B. in Deutschland Migranten vorrangig qualifiziert würden, die sich bereit erklären, mit diesen Qualifikationen ihr jeweiliges Herkunftsland (unternehmerisch) zu unterstützen. …
Mit dem Konzept “Eine-Welt-Genossenschaften” legt der VDPGenoGo Beratungsverband für Genossenschaften und Kooperationen ein Konzept vor, das diesen Kriterien entspricht. Dazu gehören z.B. folgende “Eckpunkte”:
- Vorrangige fachliche und (zugleich) unternehmerische Qualifizierung für Migranten, die bereit sind sog. “Eine-Welt-Genossenschaften (EWG)" zu gründen.
Als Qualifizierungs-Stellen gelten vor allem Handwerksbetriebe (fachlich) und Beratungsverbände (Unternehmensführung, Genossenschaftsgründung und -entwicklung)
Genossenschaften sind in den afrikanischen Ländern durchaus gut bekannt, es gibt sogar entsprechende Verbände. …
Aber eine solche Lösung bedarf einer entsprechenden politischen Begleitung, denn solchen Migranten müsste z.B. zugesichert werden, dass sie:
- Zwischen Deutschland und dem Herkunftsland “pendeln” können,
- sowohl “fachlich” als auch “unternehmensbezogen” qualifiziert und begleitet werden.
Dies ist - grob skizziert - ein auf kooperativer Basis aufgebautes Lösungskonzept, das den richtigen Grundgedanken “Interdependenz” nutzt, um weitere politische Eskalationen zu vermeiden. Es reicht einfach nicht mehr aus zu sagen, was man “nicht” will. Es bedarf jetzt Alternativen, die für alle Gruppen nachvollziehbar sind, also “interdependent”.
- “Eine-Welt-Genossenschaften (EWG)” erfüllen diese Kriterien.












