(openPR) Februar 2024 - Ist das Kunst oder eine Lücke? Im Februar füllt das Berliner Kollektiv FEMMESPHERES mögliche winterliche Vitalitätslücken mit einer spontanen Workspace-Intervention im Büro 1005 architektur in Berlin-Wilmersdorf.
Der fast leere Raum wird von den drei Künstlerinnen Anja Roth, Susanne Weber-Lehrfeld und Gabriela Dumitrescu auf seine Energien, seine Dimensionen und auf sein Potenzial überprüft. Über profane Leerstellen im Raum verbinden sich die Akteurinnen mit Lücken, Ecken, Ritzen, Spalten in Strukturen, in Köpfen und Herzen und entwickeln eine gemeinsame Installation der liebevollen Lücken _ ü _ _ er. Mit leichten Gesten und rascher Hand gestalten sie die kleinen „Plätzchen“ und füllen sie mit Kunst, die nicht nur nicht gewichtig an Wänden hängt, sondern unmittelbar zugänglich und humorvoll daherkommt.
Wird so die Lücke zum verbindenden Element in einer Welt voller Risse und Frakturen?
Für Antworten spazieren die drei Akteurinnen, entdecken, lassen sich ein, machen Kunst, und philosophieren z.B. darüber, ob eine Lücke sie selbst bleibt, wenn sie gefüllt wird oder wie man etwas nennt, das mal eine Lücke war.
Wer muss für eine Lücke büßen? Wer darf sie füllen und wer nimmt sich die Freiheit, sie souverän leer stehen zu lassen? Wer selber Mut zur Lücke beweisen will, ist – in Abstimmung mit den Öffnungszeiten der Installation - eingeladen auf ein partizipatorisches Erlebnis mit der Kunst. Ein Angebot an die Besucher*innen, Raum anders wahrzunehmen, sich selbst auf vielleicht ungewohnte Art in Bezug zu setzen - zu gängigen Sehgewohnheiten, zu den eigenen Gedankenstrukturen und zur Resonanz der anderen.
Zur Vernissage am Freitag, den 9.2.2024 ab 18.00 Uhr werden zudem auch Klang- und Wortleerstellen aufgespürt und bearbeitet. Texter Tom Meifert und Musiker Kim Loy entwickeln ihr ganz eigenes Verständnis von Lücke.













