openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kooperationen als letzte Rettung vor der Klinik-Insolvenz

10.01.202416:14 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Kooperationen als letzte Rettung vor der Klinik-Insolvenz

(openPR) Wegen massiver finanzieller Schwierigkeiten stehen 2024 zahlreiche Kliniken vor
der Insolvenz. Kooperationen können für viele Häuser ein Weg sein, um ihr Überleben zu sichern.

Viele Krankenhäuser in Deutschland kämpfen mit großen wirtschaftlichen Problemen. Laut aktuellem Krankenhausbarometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) gehen 71 Prozent der Krankenhäuser für das Jahr 2024 von einer Verschlechterung und nur vier Prozent von einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet damit, dass 2024 ein Rekord-Insolvenzjahr wird. Erst kürzlich stellte beispielsweise der kommunale Gesundheitskonzern Regiomed mit Kliniken in Oberfranken und Thüringen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung.

Auch die Unsicherheit angesichts der Krankenhausreform treibt viele Häuser um. So fürchten viele kleine Kliniken in dünn besiedelten Gebieten, dass sie die künftig geltenden Qualitätsvorgaben wie Mindestmengen oder Personalzahlen nicht mehr erfüllen können. Der eklatante Fachkräftemangel im Gesundheitswesen setzt die Häuser dabei zusätzlich unter Druck.

Für eine Sanierung „vor die Welle kommen“

Eine Kooperation mit anderen Krankenhäusern in der Region kann ein Ausweg für Kliniken aus dieser Lage sein. „Wer jetzt aktiv nach Kooperationspartnern sucht, behält das Schicksal seines Hauses trotz schwieriger Lage in der Hand”, sagt Djordje Nikolic, Professor für Klinikmanagement an der SRH Mobile University und Geschäftsführer von consus.health. „Nicht jede Klinik wird künftig mehr alle Leistungen anbieten können. Dies auszusprechen, war bisher ein Tabu für die Träger und auch die Leistungserbringer selbst.“ Doch Handeln sei besser, als auf die Insolvenz zu warten.

Denn im Fall eines Insolvenzeintritts liegt der Fokus in den meisten Fällen auf der rein wirtschaftlichen Sanierung. Dies verunsichere das Personal und führe zu unkontrollierten Abwanderungen in umliegende Kliniken, was die ohnehin schon schwierige Fachkräftesituation zusätzlich verschärfe, so der Experte. „Sämtliche Konzepte am grünen Tisch sind dann Makulatur und auch Strukturvorgaben können nicht mehr eingehalten werden.“ Eine regionale Abstimmung über Leistungen und Weiterbildungskonzepte – etwa bei Facharztausbildungen – sind daher die Grundlage für eine stabile Personalsituation in den Kliniken. Wenn dies transparent und offen kommuniziert wird, zeigt die Erfahrung des Experten, dass Leistungserbringer und auch Träger im Angesicht der allgegenwärtigen Notlage offen für diesen Dialog sind.

„Ist die Insolvenz erst eingetreten, kann auch das eine Chance für konsequente Veränderungen sein – die Uhr läuft dann aber gnadenlos und nicht jeder benötigte Mitarbeiter wird diesen Weg mitgehen“, sagt Nikolic. Es sei daher entscheidend, vor die Welle zu kommen. Und das gehe nicht allein.

Kooperationen sind häufig ein emotionaler Prozess

Kooperationsanbahnungen sollten jedoch gut vorbereitet sein. Die Verhandlungen dazu müssen auf Basis aussagekräftiger Zahlen und Fakten geführt werden. Hilfreich kann es sein, sich dazu einen neutralen Vermittler von außen zu holen, denn bei dem Aushandlungsprozess kann es emotional werden. „Keine Klinik wird freiwillig auf zu viele Leistungen verzichten wollen“, so die Erfahrung des Experten.

Wichtig ist auch, dass die Geschäftsführung der Klinik bei der Umsetzung der getroffenen Entscheidungen für die Mitarbeitenden ansprechbar ist. “Die Sorgen und Nöte der Angestellten sollten ernst genommen werden und es sollte mit jedem nach einer guten Lösung gesucht werden”, sagt Nikolic.

Sie haben Fragen zum Thema Kooperationen zwischen Krankenhäusern oder wünschen ein Interview mit Prof. Dr. med. Djordje Nikolic? Dann melden Sie sich gern bei uns.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1256193
 754

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kooperationen als letzte Rettung vor der Klinik-Insolvenz“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie am Krankenhaus Rummelsberg feiert 1-jähriges Bestehen
Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie am Krankenhaus Rummelsberg feiert 1-jähriges Bestehen
… Fußchirurgie darstellt. Die Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie beschäftigt sogar eine Dokumentarin für die wissenschaftliche Datenerfassung. Durch sehr enge, auch überregionale Kooperationen mit Kollegen aus dem niedergelassenen Bereich wird die Behandlung auch nach dem stationären Aufenthalt optimal gestaltet. Diese Kooperationen erstrecken sich …
Firmenpleiten mit deutschem Insolvenzrecht abwendbar – Handelsblatt-Jahrestagung diskutierte über Restrukturierung
Firmenpleiten mit deutschem Insolvenzrecht abwendbar – Handelsblatt-Jahrestagung diskutierte über Restrukturierung
… Beispiel Senator zeige, dass man insolvente Konzerne auch in Deutschland mit den bestehenden rechtlichen Möglichkeiten sanieren könne. Noch allerdings seien Insolvenzpläne zur Rettung von Unternehmen selten. „Die meisten Verwalter und Insolvenzgerichte sind solche Pläne nicht gewohnt. Das Insolvenzplanrecht hat Schwächen, trotzdem bietet es viele Chancen, …
BVMW-Präsident Ohoven gegen weitere Finanzspritzen aus Steuergeldern
BVMW-Präsident Ohoven gegen weitere Finanzspritzen aus Steuergeldern
Insolvenz der IKB könnte ordnungspolitisches Signal sein Bonn/Berlin - Gegen weitere Finanzspritzen aus Steuergeldern zur Rettung der IKB http://www.ikb.de hat sich der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw.de, Mario Ohoven, ausgesprochen. „Es darf nicht sein, dass die Sanierung der IKB zu Lasten der KfW und …
Bild: Mox Telecom AG insolvent: Gläubigerversammlung am 23. OktoberBild: Mox Telecom AG insolvent: Gläubigerversammlung am 23. Oktober
Mox Telecom AG insolvent: Gläubigerversammlung am 23. Oktober
… der Gläubigerversammlung werden die Weichen für das weitere Insolvenzverfahren gestellt. Es geht darum, ob ein Sanierungsplan aufgestellt werden soll, welchen Beitrag zur Rettung des Unternehmens die Gläubiger leisten sollen und natürlich auch um die Forderungen zur Insolvenztabelle“, erklärt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht …
Bild: Golfen als Gesundheitssport
Golfen als Gesundheitssport
Die Dr. Becker Klinik Norddeich baut mit dem Golfclub Schloss Lütetsburg die vorhandenen Kooperationen mit lokalen Partnern weiter aus. Davon profitieren sowohl Patienten und Mitarbeiter der Klinik als auch die Mitglieder des Golfclubs. Norden Norddeich. „Beim Golfen ist Koordinationsvermögen, Ausdauer und Konzentration gefragt. Das passt hervorragend …
LordofShares klärt über "Pfaff-Rettung" auf
LordofShares klärt über "Pfaff-Rettung" auf
Die unpräzise und teilweise sogar falsche Medienberichterstattung über die Rettung des Traditionsunternehmens Pfaff sorgte bei vielen Kapitalanlegern für große Verwirrung. Eine sichtbare Folge dieser Verwirrung war die schier unglaubliche Kursexplosion der im Frankfurter Freiverkehr gehandelten Pfaff-Aktien, die in der Spitze weit über eintausend Prozent …
Bild: Seit zehn Jahren zufriedene Patienten
Seit zehn Jahren zufriedene Patienten
… der Krankenhaushygiene erfüllt die Emma Klinik alle Anforderungen. Sie wird in diesem Bereich vom Institut für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle GbR in Gießen betreut.Kooperationen mit Kliniken und niedergelassenen Ärzten Die Emma Klinik setzt stark auf Kooperationen sowohl mit Kollegen aus dem niederge-lassenen Bereich als auch mit anderen …
Bild: Mifa: Rettung gescheitert – Antrag auf Insolvenz in EigenverwaltungBild: Mifa: Rettung gescheitert – Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung
Mifa: Rettung gescheitert – Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung
Die Rettung des angeschlagenen Fahrradbauers Mifa ist gescheitert. Wie die Mitteldeutsche Fahrradwerke AG am 29. September mitteilte, wurde beim zuständigen Amtsgericht Halle Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das operative Geschäft laufe wie geplant weiter. Der Deal mit dem indischen Großinvestor Hero Cycles, der bei Mifa einsteigen wollte, …
Bild: Privatbank Reithinger überschuldet! Bafin stellt Insolvenzantrag! Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) muß zahlenBild: Privatbank Reithinger überschuldet! Bafin stellt Insolvenzantrag! Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) muß zahlen
Privatbank Reithinger überschuldet! Bafin stellt Insolvenzantrag! Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) muß zahlen
… deutscher Banken GmbH (EdB). Mit der Insolvenz wurde allseits gerechnet, nachdem auch innerhalb von 6 Wochen nach Verhängung des Moratorium durch die BaFin eine Rettung des Bankhauses nicht gelang. Kunden oder Anleger der Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien Holding (DBVI) oder der Privatbank Reithinger, sollten unverzüglich anwaltlichen Rat einholen, …
Bild: Internationale Zusammenarbeit – Seligenstädter Emma Klinik wird Vorbild für Moskauer Klinik
Internationale Zusammenarbeit – Seligenstädter Emma Klinik wird Vorbild für Moskauer Klinik
… Sie reisten dafür eigens nach Seligenstadt, um sich von Dr. med. Robert Porcher, Ärztlicher Direktor der Emma Klinik, und Igor Tchirkov, Arzt und Ansprechpartner für russische Kooperationen, über alle wichtigen Vorkehrungen beraten zu lassen. „Wir freuen uns, dass die Emma Klinik, die in diesem Jahr Jubiläum feiert und auf 15 Jahre Erfahrung zurückblicken …
Sie lesen gerade: Kooperationen als letzte Rettung vor der Klinik-Insolvenz