(openPR) Die Geschichte eines Verschwindens von Vertrauen und fabrikmäßigen Betrug einer Branche: Während sich zahlreiche Coaches im angeblichen Erfolg sonnen, nehmen die Ausmaße gezielter Abzocke immer unglaublichere Züge an. Coachings schießen seit Jahren wie Pilze aus dem Boden: Nach bereits einem Online-Kurs preisen sich Menschen in diesem Land selbst als Coach an. Über Nacht. Ohne jegliche fachliche Qualifikation. Die Tragik dahinter: Die halbseidenen Angebote und die fatalen Folgen für Opfer, die bis zu 100.000 Euro in ein Nichts investieren, schaden allen aufrichtigen Trainern, die sich unternehmerisch und fachlich wirklich haben ausbilden lassen.
Selbsternannte Experten und Gurus werden zu Genies: In Zeiten von Unsicherheiten werden Illusionen und Strategien verkauft, wie Menschen über Nacht vermögend werden, wenn sie statt Produkten ihres Fachbereichs ebenfalls wiederum leere Hüllen verkaufen. Eine Blase, die sich aus sich selbst heraus nährt und mit den Träumen der Menschen spielt. „Nach dem Glück und persönlichem Wachstum zu streben, ist ein sehr altes Verlangen der Menschen und absolut legitim. Tragisch wird es, wenn Privatpersonen ohne jegliche Ausbildung über den Tisch gezogen werden – stellenweise Haus und Hof verspielen,“ berichten die beiden Autorinnen Saskia Sievers und Daniela Hillers.
In ihrem neuen Buch „Tatort Hochpreiscoaching. Selfmade und Insolvenzopfer“ berichten sie, was von posthypnotischen Befehlsketten bis zu sexuellem Missbrauch im Online-Video alles in der Coaching-Welt stattfindet. Im ausgefeilten Spiel mit Angst und Blockaden, die ihren Ursprung in der Kindheit haben sollen, sind alle Mittel scheinbar erlaubt, solange der Rubel nur rollt. Hoffnungsschimmer, aus Knebelverträgen zu entkommen, sind leider oftmals erst in Sicht, wenn das Ende des Geldes und die absolute Überschuldung drohen. Und selbst dann machen einige weiter, immer in der Hoffnung, dass es doch schnell und über Nacht gehen kann.
Ein tragisches Wechselspiel aus Angebot und Nachfrage. Hoffentlich enden die Tragödien bald.
Das Buch zum Beitrag erhältlich im Gallip Verlag ab September 2023.
















