(openPR) Wie zahlreiche andere Kunden wurde auch die Webergy Internet Software AG Opfer eines wohl dubiosen Geschäftsgebarens der Freenet AG. Knapp 500 Euro soll Thore Laufenberg, Vorstandsvorsitzender der Webergy Internet Software AG aus Lindlar bei Köln, an ein von der Freenet AG beauftragtes Rechtsanwaltsbüro überweisen.
Hintergrund ist eine angeblich nicht erhaltene Kündigung eines Providervertrages. Diese Kündigung wurde im Februar 2006 per Fax an die Freenet AG verschickt. Zeugen beobachteten dies, im Einzelverbindungsnachweis ist die Nummer eingetragen, das Faxjournal bestätigt die Versendung mit OK, die Kündigung wurde ordnungsgemäß abgeheftet.
Von einer Kündigung jedoch wollte man bei Freenet nichts erfahren haben und stellte fleißig weiter 52 Euro monatlich für eine ungenutzte Verbindung in Rechnung. EMails, die vom Vorstand der Webergy Internet Software AG an Freenet geschickt wurden, blieben allesamt unbeantwortet - die meisten Telefonanfragen blieben in teuren Warteschleifen stecken.
"Wir alle möchten natürlich gerne unsere Kunden halten", erklärt Thore Laufenberg kopfschüttelnd, "aber dies grenzt an Abzocke. Dies gilt umso mehr da praktisch keinerlei Kontaktaufnahme mit Freenet möglich war."
Das von der Freenet AG beauftragte Rechtsanwaltsbüro weißt in einer Stellungnahme darauf hin, dass sowohl der Einzelverbindungsnachweis als auch das Faxjournal nur belegen würden, DASS eine Nachricht versand wurde, nicht jedoch WELCHE Nachricht. Somit wären diese Belege als Kündigungsnachweis nicht ausreichend.
Diese Aussage veranlasst den Vorstand der Webergy Internet Software AG dazu, ausdrücklich vor der Freenet AG zu warnen. Denn selbst ein Einschreiben mit Rückschein belegt nur, dass diesem Unternehmen ein Brief zugestellt wurde, nicht jedoch den Inhalt des Briefes. Wer daher ganz auf Nummer sicher gehen möchte, muss die Kündigung vor den Augen eines Notars in einen Briefumschlag stecken und diesen beauftragen, den Brief per Einschreiben mit Rückschein zu versenden.
Bei der Freenet AG scheint diese Art der Kommunikation zwingend zu sein, will man nicht Teilnehmer eines außergewöhnlichen Kundenhalteprogramms zu werden ;)
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