(openPR) Im Kommentar der am Samstag erscheinenden Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau beschäftigt sich der Herausgeber Jürgen P. Fuß mit den erfreulichen Signalen, die auf ein kräftiges Wachstum des türkischen Tourismus hoffen lassen. Doch viele Probleme der Branchen, die bisher am Rande des Pauschaltourismus ihr Geld verdient haben, werden sich damit nicht lösen. Schmerzhafte Anpassungsprozesse werden in der Zeit noch folgen.
ALLES WIEDER IM LOT!
Auf die erlösende Nachricht von TUI haben sie alle gewartet, die Hoteliers, die Reiseveranstalter vor Ort, die Restaurantbesitzer, die Juweliere und wer sonst noch in den wenigen Monaten der Hauptsaison seinen Lebensunterhalt mit den Touristen verdient.
Dieses Jahr wird alles ganz anderes werden, sagt TUI und spricht von einer Wachstumsrate um die 50 Prozent. Und da höre ich schon die Reaktionen in der Türkei: „Jetzt ist alles wieder im Lot. Haben wir doch gewusst, dass es nicht immer rückwärts gehen kann.“ Also kann man sich wieder zurücklehnen, wird vorher die Preise noch schnell ein wenig anheben, schließlich sollen die Touristen ja wieder in großer Zahl kommen.
ODER DOCH NICHT?
Gefährlich, gefährlich denke ich mir. Die hohen Zuwachsraten verdankt man nämlich primär Familien mit Kindern. Die werden allein aus Kostengründen das All-inclusive-Angebot voll ausschöpfen, und sich sehr genau überlegen, ob sie für zwei Biere und zwei nicht-alkoholische Getränke außerhalb des Hotels acht oder zehn Euro bezahlen sollen.
Und ob man sich Lederklamotten und Goldschmuck leistet bei einem insgesamt eher dünnen Portemonee, das wird man sich zweimal überlegen, zumal die heimischen Kleiderschränke ohnehin zum Bersten voll sind und deutsche Geschäfte mittlerweile die gleichen Preise bieten - allerdings mit einer wesentlich besseren Garantieleistung.
VOGELGRIPPE UND TERRORANSCHLÄGEN SIND NUR ZWEI VON VIELEN URSACHEN
Noch mag man nicht erkennen, dass an der schwachen Saison 2006, nicht (nur) die Vogelgrippe und die Kurden mit ihren Terroranschlägen schuld waren. Bei einem Bauboom, der die ehemals schöne Landschaft vernichtet, bei nachlassendem Service mit wenig motiviertem Personal und überhöhten Preise bei allen Leistungen außerhalb der „bösen“ All-inclusive-Hotels - nein, dort will man die Gründe nicht suchen.
All-inclusive-Angebote und die nächste Angebots-Generation, bei der man sich bereits bei der Buchung zu kalkulierbaren Festpreisen für die eine oder andere Zusatzleistungen entscheidet, werden weitere Kaufkraft aus allen Bereichen außerhalb der Hotels abziehen. Der europäische Käufer – pardon: urlaubssuchende Tourist - will klare Verhältnisse, was Leistungen und Preise betrifft. Orientalisches Handeln, bei dem er letztendlich immer den Kürzeren zieht, mag er nicht mehr. Aber das hat sich bis zur Türkei offenbar noch nicht herumgesprochen.
SCHMERZHAFTE ANPASSUNGSPROZESSE SIND UNVERMEIDBAR
Die Verhältnisse haben sich tiefgreifend verändert - sowohl in den Heimatländern, als auch in den Geldbörsen der Touristen und nicht selten auch in der Einstellung zum Urlaubsland. Die Zeiten, wo oft weniger als 50 Prozent der Reisekosten mit der Pauschalreise verbunden waren und der Rest vor Ort ausgegeben wurde, sind für die Mehrzahl der Touristen Vergangenheit.
Das wird schmerzhafte Veränderungen in allen Bereichen nach sich ziehen, die in der Vergangenheit im Umfeld des Pauschaltourismus ihr Geschäft gemacht haben. Dass die den Touristen im Urlaub „vorgeführte Infrastruktur“ nur für wenige Monate künstlich inszeniert ist, merkt man spätestens dann, wenn man einmal außerhalb der Hauptreisezeiten die Türkei besucht.
Weitere interessante Informationen zur Türkei finden Sie in der neuesten Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau. Sie kann im Internet als pdf-Datei , zum Lesen am Bildschirm oder Ausdrucken im A4-Format heruntergeladen werden. Sie steht ab
Samstag,. 10. März 2007 auf der Homepage
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