(openPR) Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld setzt zum 7. Mal den egapark in Szene
Mit Beginn der blauen Stunde gehen im egapark von Dienstag bis Sonntag die Lichter für das Winterleuchten an. Große Leuchtbuchstaben leiten den Besucher entlang der großen Wiese zum Danakil Wüsten und Urwaldhaus. Das moderne, auch in der Dunkelheit mächtige Gebäude trägt ein farbiges Leuchtstreifenmuster. Am Geländer der Rendezvousbrücke galoppiert ein fröhliches Leuchtschweinchen, Giraffen recken ihre Hälse am Rosengarten und daneben wiegen sich die Lichthalme eines Weizenfeldes leicht im Wind. Im romantischen Kräutergarten des Deutschen Gartenbaumuseums tanzt eine Ballerina im abendlichen Dunkel.
Bis 19. Februar macht die Lichtzauberwelt Station im Gartenpark, zum 7. Mal lädt der egapark an sechs Tagen in der Woche ab 17 Uhr zum Winterleuchten ein. „2015 haben wir erstmal unsere Lichtkunst nach Erfurt gebracht und mit dem Winterleuchten eine Veranstaltungsreihe gestartet, die jährlich fünfstellige Besucherzahlen im Winter in den Park lockt“, resümiert Wolfgang Flammersfeld, der kreative Kopf der Veranstaltungsreihe im egapark. Er hat sich der Welt des schönen Scheins verschrieben und gestaltet bundesweit Lichtilluminationen wie die im egapark. Jede ist anders und doch haben die Events eines gemeinsam: die Lichtobjekte sind alle selbst entworfen und gefertigt, jede Leuchtfigur ist einzigartig.
2006 entschied sich der Ruhrgebietler für den Schritt in die Selbständigkeit. Ein besonderes Faible für Licht hatte er schon aus seiner bisherigen Tätigkeit als Eventmanager und Musiker. Bereits der erste Leuchtevent in Dortmund war sehr erfolgreich, im darauffolgenden Jahr kamen noch mehr Besucher. Inzwischen verzaubern Wolfgang Flammersfeld und sein Team mehr als 18 Orte mit ihren Lichtinstallationen: Parks in Frankfurt, Mannheim, die Barbarossahöhle im Kyffhäuser, seit diesem Jahr in Dänemark und zum siebten Mal Erfurt.
Der Winter mit früher Dunkelheit ist bestens geeignet für die Lichtwunderwelten. Nur wenige Veranstaltungen führt das Team von World of Lights um Wolfgang Flammersfeld im Sommer durch. So wie die Extraschicht, die Nacht der Industriekultur im heimischen Ruhrgebiet. Bei Veranstaltungen wie dem Lichterfest im egapark dauert der Zauber aber nur einen, maximal zwei Tage und beinhaltet einzelne Lichtobjekte. Das Winterleuchten ist ein großräumiges Projekt, ein ca. 1,5 km langer Rundgang mit elf Leuchtobjekte und zahlreiche Lichtgruppen.
Die Ideen des 71-Jährigen erregen Aufsehen, nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Profis der Branche. 2020 gab es den German Design Award für das Herbstleuchten in Hamm und einen internationalen Preis in London „Wir möchten mit unserer Art der Illumination Atmosphäre schaffen und Menschen emotional erreichen – offensichtlich gelingt uns das nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Fachleuchten“, so Flammersfeld.
Wie entstehen die Ideen für die vielfältigen und ganz unterschiedlichen Lichtinstallationen für Audio- und Videoprojektionen? Wolfgang Flammersfeld lässt sich vom Ort und dessen Besonderheiten inspirieren. Über den Sommer kreiert er mit seinem Team Lichtfiguren, Videoprojektionen oder Objektgruppen. Neben den Ideen bedarf es auch einer gehörigen Portion handwerklichen Geschicks, um Funktion und Sicherheit zu gewährleisten. Vor einigen Jahren war einmal „Nessie“ im Wasserbecken des Liliengartens zu bewundern, viele Besucher erinnern sich sicher auch an ein großes gelbes Lichtmonster aus PE-Rohren, das im Dunkeln ein besonders mystisches Leuchten verbreitete.
Aus den neuen Kunstwerken und aus seinem umfangreichen Fundus anderer Veranstaltungen wählt er dann die Illuminationen aus. Besonders im Trend sind Videoprojektionen auf verschiedenen Untergründen, im egapark auf einer Wand aus feinem Wassernebel.
Was würde er gern einmal bauen und hat es bisher noch nicht umgesetzt? Ein Mobile wäre sein noch unerfüllter Plan. „Ich habe Millionen Ideen, die ich nicht alle in ein Objekt einbauen kann“, beschreibt der Lichtkünstler sein persönliches Dilemma und ergänzt, „was einfach klingt, ist aber schwierig zu realisieren: Größe, Beweglichkeit und Sicherheit stellen ganz besondere Anforderungen.“
Die stellt auch jedes Gelände, auf dem eine Lichtinstallation gebaut wird. Besonderheit des egaparks ist die Verbindung von Gebäuden, Skulpturen und der Bepflanzung. Spannende Objekte wie Pergolen, die historischen Türme oder das moderne Danakil und die besondere Weitläufigkeit schaffen mit Wolfgang Flammersfelds Lichtkunst eine Ausstellung, wie sie nur im egapark zu sehen ist. Aufgrund der Größe des Parks werden hier zwei LKW-Ladungen Technik und ca. 8 km Kabel verbaut. Ca. eine Stunde dauert es an jedem Tag, bis der schöne Schein an jedem Punkt des Winterleuchtens im egapark zu sehen ist. Ein Mitarbeiter schaltet die Leuchtobjekte ein und kontrolliert auch deren einwandfreie Funktion.
Die Türen für das Winterleuchten öffnen sich am 19. Februar 2023 letztmalig für diesen Winter. Mit einem großen Feuerwerk ab 18:30 Uhr wird dann der Abschied von einem besonderen Winterhighlight genommen.














