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"Ganz neue Möglichkeiten"

25.11.202213:45 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: "Ganz neue Möglichkeiten"
Die Lasermaschine RDX2Fiber wurde Ende Oktober der Firma SGCT übergeben. (© Pulsar Photonics GmbH.)
Die Lasermaschine RDX2Fiber wurde Ende Oktober der Firma SGCT übergeben. (© Pulsar Photonics GmbH.)

(openPR) „Ganz neue Möglichkeiten“

Seitdem Pulsar Photonics Teil der Schunk Group ist, kann der Spezialist für Lasermikrobearbeitung seine Potenziale voll entfalten – zum Vorteil der Kunden.

„Die finanzielle Stärke von Schunk und die bestehenden Netzwerke des Technologiekonzerns rund um die Welt eröffnen uns ganz neue Möglichkeiten, unsere Spitzentechnologien weiterzuentwickeln und global zu vermarkten“, freute sich Dr. Jens Holtkamp, einer der drei Gründungsgeschäftsführer, im Juni letzten Jahres. Damals beteiligte sich die Schunk Group mehrheitlich an Pulsar Photonics, dem Aachener Komplettanbieter für die Lasermikrobearbeitung mit Kurzpuls- und Ultrakurzpulslasern.

Eine Zwischenbilanz nach etwas mehr als einem Jahr Konzernzugehörigkeit bestätigt diesen anfänglichen Ausblick: Durch die Übernahme durch Schunk haben sich neue Partnerschaften entwickelt. Die Schunk Group eröffnet Pulsar Photonics vor allem die Weiterentwicklung optischer und sensorischer Lösungen im Bereich der Lasermikrobearbeitung. Im aktuellen Geschäftsjahr konnte die 2013 gegründete Firma daher einen starken Zuwachs im Auftragseingang verzeichnen.

Insbesondere während der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lieferengpässen hat Pulsar Photonics von der finanziellen Stärke der Schunk Group profitiert. Pulsar Photonics konnte so trotz herausfordernder Zeiten weiterhin ein starkes Wachstum gewährleisten. „Wir arbeiten auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung von Schunk zusammen, die uns die nötige Flexibilität und unternehmerische Freiheit gibt, um unsere Produkte weiterzuentwickeln und unsere Geschäftsbereiche auszubauen“, erklärt Dr. Stephan Eifel, ebenfalls Mitbegründer und Geschäftsführer von Pulsar Photonics.

„Als Teil des Technologiekonzerns Schunk können wir Investitionen einfacher tätigen und damit sind auch Projekte mit erhöhtem technischem Risiko darstellbar“, sagt Dr. Frank Zibner, Abteilungsleiter der Gruppe Anlagenbau bei Pulsar Photonics. Sobald ein Potential identifiziert werde, sei man gewillt, die Chance zu ergreifen und mit Weitblick eine Technologie zu entwickeln, die einen Vorteil in der Zukunft birgt, so der Maschinenbauer.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Konzern

Mit seinen zehn Business Units ist Schunk breit aufgestellt und in zahlreichen Branchen aktiv, von Automotive über Elektronik, Life-Sciences, Luft- und Raumfahrt bis hin zu Logistik. Für Pulsar Photonics bietet das vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und Gelegenheiten für Entwicklungsprojekte innerhalb der Unternehmensgruppe, von denen auch externe Kunden profitieren können.

Mit der Inbetriebnahme einer neuen Lasermaschine für Schunk Gerhard Carbon Technology (SGCT) wurde das erste Pulsar-Projekt innerhalb der Schunk Group Ende Oktober 2022 abgeschlossen. Die Firma mit Sitz im fränkischen Obernzenn ist ebenfalls – seit 1996 als Joint Venture – Teil von Schunk und entwickelt seit mehr als fünfzig Jahren Lösungen aus maßgeschneiderten Werkstoffen für die Automobil-, die Haushaltsindustrie und die Schleifringanwendung. Spezialisiert auf lasergeschweißte Kohlefedern bedient SGCT mit seinen 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hauptsächlich den Bereich Automotive Industry mit etwa 170 Millionen Serienteilen pro Jahr.

Vor dem Hintergrund einer immer schneller wachsenden Auftragslage einhergehend mit dem Wunsch, eine entsprechend größere Produktmenge schneller, kostengünstiger und effektiver zu produzieren, entstand der Kontakt zu Pulsar Photonics. „Die Idee bestand zunächst darin, eine Anlage zu beziehen, die uns einen Mehrwert im Bereich Schweißen, Trennen und – wenn möglich – Beschriftung gibt, um auf Anfragen aus der Industrie flexibler und kurzfristiger reagieren zu können“, erklärt Thorsten Graf, Technologieexperte in der Anwendungstechnik bei SGCT.

Die neue Anlage von Pulsar Photonics mit eingebautem CW-Faserlaser aus Aachen kann die Applikation Lasertrennen und Laserschweißen mittels Festoptik im Entwicklungsprozess der Kohlefedern sowohl für flächige Planteile als auch für Rundkörper in einem Dreiachssystem durchführen. Die Maschine mit großem Arbeitsraum eröffnet dabei größtmögliche Verfahrwege und gute Zugänglichkeit bei gleichzeitig kompakter Bauweise.

„Wir hatten die Idee, und Pulsar hat sie umgesetzt. Das Handwerkszeug muss stimmen! Wir hatten bisher einfach nicht das Werkzeug, um unseren Kunden eine Lösung zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten, da der Initialinvest in Stanzwerkzeuge oft über die Hälfte des Jahresumsatzes ausmachte. Gemeinsam mit Pulsar schließen wir die Lücke“, fasst Lars Borgas, Geschäftsführer von SCGT, zusammen.

„Wir hätten nicht aus eigener Kraft in dieser Geschwindigkeit diesen Geschäftsbereich erschließen und die Probleme lösen können“, so Borgas, der das Vorhaben als „tolles Projekt“ zusammenfasst. Sehr zufrieden ist er mit der erfolgreichen und zügigen Realisierung und der lösungsorientierten Zusammenarbeit. Im Zuge einer weiteren Automatisierung seiner Produktion sieht Borgas bereits Potenziale für zukünftige Projekte.

Vernetzung mit OptoTech eröffnet Raum zur Weiterentwicklung

Eine weitere vielversprechende Kooperation ist Pulsar Photonics mit OptoTech eingegangen. Das Technologieunternehmen ist ebenfalls Teil der Schunk Group, hat seinen Sitz im hessischen Wettenberg und ist technologischer und verfahrenstechnischer Weltmarktführer für Optikmaschinen.

Der Vorteil der Zusammenarbeit ist hier die Kombination langjähriger Erfahrung von OptoTech im Bereich der Optikfertigung mit der Kompetenz von Pulsar Photonics in der Lasermikrobearbeitung, insbesondere bei der Entwicklung neuer Laserprozesse. Aus einem ersten gemeinsamen Projekt mit einem deutschen Technologiekonzern könnte sich sogar ein neuer Geschäftszweig für beide Firmen entwickeln.

„Wir freuen uns, Pulsar Photonics in der Unternehmensgruppe zu haben. Die kombinierte Erfahrung von Pulsar in der Ultrakurzpulslaserbearbeitung und von OptoTech in der Bearbeitung von Präzisionsoptik schafft erstaunliche Synergien“, sagt Matthias Pfaff, Leiter der Strategic Business Area Feinoptik bei OptoTech. „So konnten wir bereits ein erstes gemeinsames Projekt mit einem unserer Großkunden anstoßen, dass in jeder Hinsicht herausfordernd und wegbereitend sein wird. Hier entstehen neue Produkte und Verfahren, die es ohne die Kooperation so nicht gegeben hätte.“

Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit

Synergien bieten sich für Pulsar und Schunk auch noch auf ganz anderen Gebieten. So haben beide ihre Recruiting-Aktivitäten in der Hightech-Region Aachen gebündelt und präsentieren sich Talenten gemeinsam als attraktiver Arbeitgeber. Sie traten bereits zusammen auf dem Digital Career Day Hidden Champions sowie der Firmenkontaktmesse Bonding, beides an der RWTH Aachen, auf und warben dort nicht nur für die ausgezeichneten Karrieremöglichkeiten bei Pulsar Photonics im Raum Aachen, sondern auch an anderen Standorten der Schunk Group.

Ob bei der Zusammenarbeit auf Hochschulmessen oder in gemeinsamen Projekten mit OptoTech oder Schunk Gerhard Carbon Technology, die Erfolgsfaktoren bleiben dieselben: Arbeiten auf Augenhöhe, kurze Entscheidungs- und Kommunikationswege sowie Austausch von Key-Kompetenzen und Wissen.

„Bei der Partnerschaft zwischen Technologieunternehmen geht es nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern sich gegenseitig zu ergänzen“, sagt Dr. Holtkamp. „Am Ende geht es immer darum, neue Anwendungsgebiete durch den weiteren Austausch zu erschließen und gemeinsam Themenfelder von Morgen zu adressieren. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Verbindung mit Schunk auch in Zukunft erfolgreich ist, wir innerhalb des Konzerns voneinander profitieren können und Pulsar Photonics diese Wachstumsimpulse für seine Kunden in Anschlag bringen kann.“

Schunk Group

Die Schunk Group ist ein globaler Technologiekonzern. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Produkten aus Hightech-Werkstoffen – wie Kohlenstoff, technischer Keramik und Sintermetall – sowie von Maschinen und Anlagen – von der Umweltsimulation über die Klimatechnik und Ultraschallschweißen bis hin zu Optikmaschinen. Die Schunk Group hat rund 9.000 Beschäftigte in 29 Ländern und hat 2020 einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet.

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