(openPR) „Was aktuell im Iran passiert, hat Revolutions-Potential!“ Während das Regime im Iran weiterhin brutal gegen Protestierende vorgeht, versammelten sich am Sonntag gut 300 Menschen zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Bensheimer Marktplatz.
Auf den Stufen des Marktplatzes stehen Bilder der Opfer der aktuellen Proteste im Iran, den Brunnen zieren weiße Grablichter – sie stehen für die vielen unbekannten Menschen, die im Kampf gegen das iranische Mullah-Regime getötet wurden. Gut 300 Menschen versammelten sich am Sonntag (06.11.2022) auf dem Bensheimer Marktplatz, um sich mit den Menschen im Iran zu solidarisieren, viele von ihnen haben dort selbst Verwandtschaft.
Elf Sprechbeiträge gibt es an diesem Nachmittag, die Forderungen sind klar: Solidarische Unterstützung der Bewegung im Iran, der Abbruch diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und dem Iran, die Schließung aller iranischen Botschaften in Europa sowie das Einfrieren „geraubter und ins Ausland geschaffter Reichtümer“. Die Reden werden immer wieder von Sprechchören unterbrochen. „Jin, Jiyan, Azadî – Frau, Leben, Freiheit!“ Die Rufe der Protestierenden nach Freiheit und Selbstbestimmung im Iran hallen auch in Bensheim wider.
Begleitet werden die Reden von gemeinsam gesungenen Liedern sowie in Farsi vorgetragenen Gedichten. Die Anwesenden sind sichtlich gerührt, es fließen Tränen. In die Hoffnung auf eine bessere Zukunft mischen sich aber auch Vorwürfe an die deutsche Politik. Zu lange habe es gedauert, bis Kanzler Scholz sich auf Twitter zu den Vorgängen im Iran geäußert habe. Der Tweet selbst sei beschönigend gewesen und lasse eine klare Haltung vermissen. „Die Ansage einer feministischen Außenpolitik muss jetzt in die Umsetzung kommen“, lautet die Forderung auf den Stufen des Marktplatzes.
Initiiert wurde die Kundgebung vom Bensheimer Verein Fabian Salars Erbe e.V. Die Organisation des Nachmittags wurde von vielen Engagierten aus Politik, NGOs, Vereinen und Mitgliedern der Stadtgesellschaft unterstützt. „Als Verein, der sich für Zivilcourage stark macht, können wir nicht wegschauen, wenn Menschen sich unter Einsatz Ihres Lebens für Demokratie und Menschenrechte einsetzen.“, sagt Salome Saremi-Strogusch, 1. Vorsitzende des Vereins. Oliver Wilkening (FDP Heppenheim) fügt hinzu: „Es ist nun Aufgabe der Politik die Unterstützung für die Protestierenden im Iran nicht abreißen zu lassen.“










