(openPR) Schon von unseren Eltern haben die meisten von uns gelernt, dass man das Licht ausmachen soll, wenn man einen Raum verlässt. Was für uns beim Licht selbstverständlich ist, vergessen wir aber oft an anderer Stelle. Dadurch verbrauchen die meisten deutlich mehr Strom als eigentlich notwendig wäre.
Mit diesen sieben einfachen Maßnahmen lässt sich effizient Strom sparen, ohne dass man auf etwas verzichten muss:
1. Altgeräte austauschen - Vor allem Backöfen & Kühlschränke!
Klar - ein neues Gerät ist meist sparsamer als ein altes. Aber wie viel sparsamer genau? Und bei welchen Haushaltsgeräten hat sich hinsichtlich der Energieeffizienz in den letzten Jahren am meisten getan?
Im Vergleich zu Altgeräten am sparsamsten geworden sind die Backöfen. Ein moderner Backofen verbraucht mit 0,4 kWh ganze 75% weniger als ein durchschnittliches, ca. 15 Jahre altes Altgerät. Wenn der Backofen häufig verwendet wird und noch ein Altgerät im Einsatz ist, lohnt es sich besonders bei diesem Haushaltsgerät, ein neues anzuschaffen.
Laut einer Untersuchung von oeko.de sind Kühlschränke teilweise um die 60% effizienter geworden. Neue Herde verbrauchen im Vergleich zu alten Modellen ca. 50 %, Spülmaschinen ca. 39% weniger Strom. Moderne Spülmaschinen verbrauchen durchschnittlich ca 40% weniger Energie als Altgeräte.
Wenn man diese Informationen auf einen Blick sieht, stellt man fest, dass vor allem der Austausch alter Backöfen und Kühlschränke einen wertvollen Beitrag dazu leisten kann, den Stromverbrauch zu reduzieren.
Selbstverständlich hängt der tatsächliche Stromverbrauch auch maßgeblich von der eigenen Nutzung der Geräte ab. Aufgrund der Vielzahl an elektrischen Geräten im Haushalt haben die meisten Menschen keinen richtigen Überblick darüber, an welchen Stellen man persönlich mehr verbraucht, als man denkt.
Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang dieser frei zugängliche und kostenlos nutzbare Rechner, mit dem man sich den eigenen Stromverbrauch aller Haushaltsgeräte näherungsweise ausrechnen kann:
Stromrechner für Haushaltsgeräte | 2022
Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass es seit März 2021 neue Energieeffizienzklassen gibt. Statt A+++, A++ und weiteren teils verwirrenden Bezeichnungen gibt es nun für die meisten Haushaltsgeräte die Energieeffizienzklassen A bis G. Dabei ist eine genaue Umrechnung schwierig, die alte Klasse A+++ entspricht meist der neuen Energieeffizienzklasse B oder C.
2. Computer ausschalten, wenn er nicht benötigt wird
Einer der Stromverbraucher, die im Haushalt einen erstaunlich großen Anteil ausmachen, ist der PC. Gerade, wenn man diesen den ganzen Tag anlässt, erhöht sich dadurch der Stromverbrauch deutlich, da bereits ein einfacher Office-PC, abhängig von den verbauten Komponenten, um die 135 Watt pro Stunde benötigt. Ein Gaming-PC mit Hochleistungskomponenten kann durchaus auch 350 Watt pro Stunde verbrauchen.
Lässt man einen Office-Rechner durchschnittlich 6 Stunden pro Tag laufen, ergibt sich damit ein Gesamtstromverbrauch von 295 kWh pro Jahr.
3. Wasserkocher nutzen, statt Wasser im Kochtopf zu erhitzen
Laut Stiftung Warentest benötigt ein durchschnittlicher Wasserkocher am wenigsten Strom, um 1 Liter Wasser zu erhitzen. Im Test lag der Verbrauch bei 115 Wattstunden, die innerhalb von 3 Minuten und 18 Sekunden verbraucht wurden. Ein Glaskeramikkochfeld, das in Deutschland weiterhin weit verbreitet ist, verbraucht nicht nur fast 47% mehr Strom, sondern auch ganze 2 Minuten und 24 Sekunden länger. Auch ein Induktionskochfeld verbraucht laut Stiftung Warentest mit 4 Minuten und 36 Sekunden und einem Verbrauch von 123 Wh mehr Zeit und Strom als ein Wasserkocher.
Diese Testergebnisse zeigen: Es lohnt sich im Vergleich zu allen anderen Herdarten immer, Wasser in einem Wasserkocher zu erhitzen, da dies teils deutlich sparsamer ist und auch schneller geht.
4. Keine Kaffeemaschine verwenden
Kaffeemaschinen verbrauchen viel Strom. Eine Filtermaschine benötigt ca 1000 Watt pro Stunde, Kaffeevollautomaten, Kapselmaschine und Kaffeepadmaschinen ca. 1400 bis 1500 Watt pro Stunde. Wer seine Kaffeemaschine am Tag durchschnittlich nur 1 Stunde anhat, verbraucht also bereits mindestens 365 Kilowattstunden im Jahr!
Eine gute alte Alternative dazu ist die French Press. Kocht man das Wasser in einem Wasserkocher auf, kann man mit dieser Methode des Kaffeekochens eine Menge Strom einsparen.
5. Töpfe & Pfannen mit Deckel verwenden
Wenn man mit Töpfen und Pfannen kocht, lassen sich tatsächlich bis zu 65% der benötigten Energie einsparen, wenn man einen Deckel verwendet. Gerade wenn Saucen zubereitet werden, die über mehrere Stunden vor sich hin köcheln sollen, lohnt es sich also sehr, einen Deckel zu verwenden, da so die Wärme besser gehalten werden kann.
6. Funksteckdosen verwenden, um Standby Stromverbrauch zu vermeiden
In einem Einfamilienhaus lassen sich bis zu 360 Kilowattstunden Strom sparen, wenn der Standby Stromverbrauch wegfallen würde. Damit macht der Standby-Verbrauch aller Geräte durchschnittlich 10 % des Gesamtstromverbrauchs eines Haushaltes aus.
Als einfache Lösung dafür bieten sich Steckerleisten an, über die sich per Kippschalter die Stromzufuhr für alle Geräte kappen lässt. In der Praxis ist dies aber meist zu aufwändig, weshalb auch weiterhin noch viele Geräte die meiste Zeit des Tages im Standby-Modus verbringen.
Eine praktikable Lösung stellen Funksteckdosen mit Fernbedienung dar. Bei diesen lässt sich die Stromzufuhr per Knopfdruck regulieren, was vor allen Dingen dann praktisch ist, wenn sich die Steckdose an einer schwer zugänglichen Stelle befindet.
7. Haushaltsgeräte immer voll beladen
Ein einfacher und doch zugleich sehr effektiver Tipp: Spülmaschinen und Waschmaschinen sollten nach Möglichkeit erst verwendet werden, wenn sie voll beladen sind. Dadurch lässt sich die Anzahl der Waschgänge pro Jahr manchmal deutlich reduzieren, was ebenfalls zu einem geringeren Stromverbrauch führt.
Fazit
Es gibt viele einfache Möglichkeiten, im Alltag Strom zu sparen. Wer einen objektiven Überblick über seinen tatsächlichen Stromverbrauch gewinnt, hat damit die Grundlage dafür gelegt, teils mehrere 100 € im Jahr einsparen zu können. Gerade in Zeiten steigender Energiekosten und galoppierender Inflation ist Stromsparen sowohl gut für den eigenen Geldbeutel als auch für die Umwelt.









