(openPR) Pressemitteilung der Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V.
Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald lädt ein zum Konzert im
Schloss Reinbek
Klavierabend mit Artem Yasynskyy
Wohltorf/Hamburg – Heute machen wir Sie auf unser zweites diesjähriges Konzert mit Publikum aufmerksam und laden wieder herzlich zu einem Klavierabend in das Schloss Reinbek ein.
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir den virtuosen Pianisten Artem Yasynskyy aus der Ukraine begrüßen, der uns am
Sonntag, den 11. September 2022 um 19:00 Uhr im Schloss Reinbek
Kompositionen von J. S. Bach, F. Chopin, J. Hofmann, V. Silvestrov und M. Skoryk spielen wird.
Über diesen außergewöhnlichen Pianisten mit seinen Interpretationen der Werke von Josef Hofmann berichtete bereits 2016 Elisabeth Richter im Deutschlandfunk: “Ein anderer junger Entdecker war der Ukrainer Artem Yasynskyy, der atemberaubend souverän höllisch schwere Charakterskizzen von Josef Hofmann spielte.”
Wegen der Corona-Pandemie musste die Chopin-Gesellschaft in den letzten zwei Jahren die meisten Veranstaltungen mit Publikum absagen und hat statt dessen viele wunderbare Konzerte sowie auch das Chopin Festival Hamburg 2021 im Livestream übertragen. Alle diese Konzerte können Sie heute noch über den YouTube-Kanal https://www.youtube.com/channel/UCl03QJu-0jpW9HGETvluZUA kostenlos anschauen.
KARTENBESTELLUNG:
Nach dem Hygienekonzept im Schloss Reinbek wird zurzeit im gesamten Innenbereich das Tragen mindestens einer medizinischen - bevorzugt einer FFP2-Maske - empfohlen. Es gilt das Hygienekonzept vom 29.04.2022
Karten für das Konzert erhalten Sie im Vorverkauf unter
• Formular: Kartenbestellung (www.chopin-hamburg.de)
• E-Mail: karten[at]chopin-hamburg.de
• Online: www.eventbrite.de
Eintritt: 30 € | Schüler:innen und Studierende 10 € an der Abendkasse
Programm
Es werden Kompositionen von J. S. Bach, F. Chopin, J. Hofmann, W. Silvestrov und M. Skoryk gespielt.
Das genaue Programm wird zurzeit mit dem Künstler abgesprochen.
Als ukrainischer Pianist wird Artem Yarsynskyy in diesen für die Menschen in der Ukraine sehr schwierigen Zeiten auch Werke von Komponisten aus seiner Heimat spielen.
Zu Valentin Silvestrov (* 30.09.1937 in Kiew):
"Wenn man Kiew kennen lernen möchte, dann muss man die Musik von Valentin Silvestrov hören. Kiew klingt wie seine Musik. Seine Musik ist Kiew!" schwärmt Yulia Di Bella, Konzertorganisatorin mit Kiewer Wurzeln. Die Musik von Valentin Silvestrov ist wie ein Stück Heimat.
Der 84-Jährige Silvestrov gilt als bedeutendster zeitgenössischer Komponist der Ukraine. Ein Leben lang in Kiew, floh er Anfang März vor dem Krieg nach Berlin. Er gilt als Meister der leisen Töne – und als Mitbegründer der Kiewer Avantgarde. Eine Zeit lang war seine Musik in seiner Heimat verboten, da sie nicht dem sozialistischen Realismus entsprach. Im Westen feierte er Erfolge, denen er selber nicht beiwohnen konnte. Seine Musik wurde von Pierre Boulez gefördert, von Bruno Maderna dirigiert und von Theodor W. Adorno gelobt.
Später wandte Silvestrov sich von der Avantgarde ab und einer Art Neo-Romantik zu. Seine Musik wurde zum Ausgangspunkt der neuen Einfachheit.
Zu Myroslaw Skoryk (* 13.07.1938 in Lwów; † 01.06.2020 in Kiew):
Myroslaw Skoryk besuchte ab 1945 die Musikschule in Lwiw. In seiner Familie spielte sein Vater Violine und seine Mutter Klavier. Von 1955 bis 1960 studierte Skoryk am Konservatorium von Lwiw bei Adam Sołtys und Stanislaw Ljudkewytsch und ab 1960 am Moskauer Konservatorium bei Dmitri Kabalewski. Von 1964 an wirkte er in Lwiw, wo er Kompositionslehrer am Konservatorium wurde. Ab 1960 wurde Skoryk am Kiewer Konservatorium als Musiklehrer tätig. 1990 arbeitete er erstmals in den USA und danach in Australien. Ende der 1990er Jahre kehrte er in die Ukraine zurück und war ab 1999 erneut an der Musikakademie der Ukraine als Lehrstuhlinhaber für ukrainische Musikgeschichte tätig.
Er komponierte ein Ballett, sieben Partiten (u. a. für Streichorchester), zehn Violinkonzerte, zwei Violoncellokonzerte, kammermusikalische Werke, Klavierstücke, Chorwerke, Lieder sowie Schauspiel- und Filmmusiken (wie die zum Film Feuerpferde von 1964).
Myroslaw Skoryk erhielt 1987 den Taras-Schewtschenko-Preis und am 20. August 2008 wurde ihm der Titel „Held der Ukraine“ verliehen. Außerdem wurde er mit dem Titel „Volkskünstler der Ukraine“ ausgezeichnet und erhielt 2010 den ukrainischen Verdienstorden 1. Klasse. Am 29. September 2020 wurde die Nationale Philharmonie Lwiw nach ihm benannt.
Über den Künstler
ARTEM YASYNSKYY wurde 1988 in eine Musikerfamilie in Donezk, Ukraine geboren. Mit sieben Jahren begann er seine Ausbildung an der Spezialmusikschule für begabte Kinder und gab im Alter von acht Jahren sein erstes Konzert. An der staatlichen Musikhochschule Prokofjew in Donezk absolvierte er ein pianistisches Studium mit Auszeichnung und hatte bereits in dieser Zeit zahlreiche Wettbewerbserfolge.
Seit 2010 lebt er in Bremen und absolvierte an der dortigen Hochschule für Künste zuerst ein Aufbau- und ein Masterstudium bei Professor Patrick O'Byrne, die er ebenso wie sein Konzertexamen im Juni 2018 mit Auszeichnung meisterte.
Von 2015 hat er einen Lehrauftrag im Hauptfach Klavier an der Hochschule für Künste Bremen.
Seit 2019 ist er dort als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Klavier und Klavierkammermusik tätig. Seit 2021 unterrichtet er im Rahmen einer Vertretungsprofessur für das Hauptfach Klavier an der Hochschule.
Im Sommer 2021 hat er den zweiten Preis sowie fünf weitere Auszeichnungen bei der Sydney International
Piano Competition gewonnen. Er ist auch Gewinner der Goldmedaille sowie des Publikumspreises bei der Cincinnati World Piano Competition in Ohio/USA und wurde im September 2015 einer von drei Finalisten bei der Honens Piano Competition in Calgary, Kanada. 2018 er gewann den dritten Preis bei dem Top of
the World-Wettbewerb in Tromsö, Norwegen. Ferner ist er u. a. Preisträger des internationalen
Klavierwettbewerbs „Gina Bachauer“ in Salt Lake City/Utah, der Sendai International Music Competition in Japan, des internationalen Klavierwettbewerbs Gian Battista Viotti in Vercelli/Italien, der Horowitz International Piano Competition in Kiew/Ukraine etc.
Die Produktion einer CD mit Werken von Josef Hofmann beim Naxos International Grand Piano Label war der Hauptpreis beim ersten deutschen Wettbewerb Polnischer Musik in Hamburg.
Auftritte mit Orchestern wie der Utah Symphony in Salt Lake City, dem Cincinnati Symphony Orchestra, dem Calgary Philharmonic Orchestra, dem National Orchestra of Ukraine, dem Kharkov Philharmonie Orchestra, dem Kiew National Philharmonie Orchestra, dem Carlo Coccia Symphony Orchestra, dem Koszalin Philharmonic Orchestra, dem Sendai Philharmonic Orchestra, dem Karelia Philharmonic Orchestra boten ihm Gelegenheit, viele bedeutende Werke der europäischen Klavierkonzertliteratur aufzuführen.
Im Jahr 2016 war er mit einem Solo-Rezital in der New York Carnegie Hall zu Gast. In Deutschland trat er u. a. im Sendesaal Bremen, Konzerthaus Berlin, in Berliner Philharmoniem, im Bremer Theater, bei den "Raritäten der Klaviermusik" in Husum und in der Hamburger Laeiszhalle auf.
Sendungen seiner Live-Auftritte wurden u.a. von Radio Bremen, Deutschlandradio Kultur, NDR 3, WDR 3, CBC-Radio Kanada und BYU-Radio in Utah ausgestrahlt.
Seine erste CD mit größtenteils unveröffentlichten Werken des polnischen Klaviermeisters Josef Hofmann erschien 2015 bei Naxos und erhielt in der internationalen Fachpresse begeisterte Kritiken. Eine intensive Beschäftigung mit den prä-Klavier-Techniken der Cembalisten führte zu einer zweiten CD mit 18 Sonaten von Domenico Scarlatti, welche im Januar 2018 - ebenfalls bei Naxos - erschien und abermals mit hervorragenden Rezensionen begrüßt wurde. Weitere Einspielungen von Werken von Gabriel Prokofiev sowie von Carl Philipp Emanuel Bachs und Fortunato Chelleris sind für den Herbst 2022 geplant.
Vorschau
Es ist wieder soweit. Freuen Sie sich mit uns auf das
4. Chopin Festival Hamburg vom 15. bis 23. Oktober 2022
Historische und moderne Klangwelten
Konzerte - Theater - Meisterkurse
"Frédéric und Friederike" lautet der verheißungsvolle Titel eines szenischen Konzerts, mit dem die vierte Edition des Chopin Festivals Hamburg am 15. Oktober 2022 beginnt. Eine Zeitreise nach Paris in Frédéric Chopins Salon, wo er seine Lieblingsschülerin Friederike Müller unterrichtete, deren erst kürzlich entdeckten Briefe die Musikwelt in Erstaunen versetzt – eine Uraufführung im Theater „Haus im Park“ in Hamburg-Bergedorf.
Junge "Frédéricianer" - d. h. Hochschulstudierende - werden die Möglichkeit haben, an Meisterkursen am 16., 22. und 23.10. teilzunehmen, in denen sie von Professoren der Chopin Universität Warschau unterrichtet werden.
Im Zentrum des Festivals stehen, wie es seit der ersten Edition Tradition ist, diesmal drei Konzerte vom 18. bis 20.10. im Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg.
Erleben Sie brillante Künstler:innen, deren Interpretationen in der Sammlung historischer Musikinstrumente von den unverwechselbaren Charakteristiken der Instrumente wie Steinway (1872), Pleyel (1847) und Brodmann (um 1815) beeinflusst werden. Im Spiegelsaal wird ein Shigeru Kawai (2019) mit seinen klanglichen Möglichkeiten als Kontrast zu den Meisterinstrumenten des 19. Jahrhunderts erklingen. Neu ist die Präsentation eines Liederabends mit einer Sopranistin, die von einem historischen als auch einem modernen Flügel begleitet wird.
Den Abschluss des Festivals bildet am 22.10. ein bemerkenswerter Improvisationsabend im Mendelssohn-Saal der HfMT Hamburg, an dem Künstler, die sich von den Balladen Frédéric Chopins, Stanislaw Moniuszkos und Carl Loewes inspirieren ließen, eine zeitgenössische Interpretation der romantischen Botschaft präsentieren. Die Romantik war auch das Zeitalter der Improvisation, einer Kunst, die im 21. Jahrhundert nur noch selten von klassischen Musiker:innen beherrscht und vorgetragen wird.
Beim 4. Chopin Festival Hamburg können Sie Theater und Musik in verschiedenen originellen Kontexten erleben. Wir laden Sie herzlich ein!
Mehr Informationen und Einzelheiten zum Festival werden in Kürze auf der Festival-Website chopin-festival.de veröffentlicht.










