(openPR) documenta-Ei verspricht lebendige Zukunft
Wo sich im Zentrum der documenta das inzwischen abgebaute Mural befand, sieht die Kölner Coaching-Künstlerin Morrien ein weißes Riesenei. Mit dem 27 Meter hohen Kunstobjekt möchte sie die aktuelle Auseinandersetzung um die Zukunft der documenta fifteen sinnstiftend inspirieren.
Das weiße Riesenei füllt jene Leerstelle, die der Abbau des mit antisemitischen Motiven versetzten Wandgemäldes hinterlassen hat. Darin finden alle Positionen der aktuellen Kontroverse ihren Raum und werden organisch transformiert zu neuem Leben, zu vollkommen neuen Fragen und Antworten.
Kasseler Ei folgt dem Riesenei am Kölner Dom
Mit dem kathedralen Ei am Rhein hat die Künstlerin jüngst den Auftakt zu einer Serie global realisierter Mega-Eier gestartet. Wo es aktuell in Kassel um Antisemitismus geht, erinnerte Morrien in Köln an die massenhafte sexualisierte Gewalt gegen Frauen an Silvester 2015.
Aufgestellt an konfliktären Orten, soll das archetypische Ei als Zukunftsversprechen Prozesse der Verständigung initiieren, bevor Krisen durch Polarisierung eskalieren. Schon das Kölner Vorhaben hat sowohl in regionalen wie auch in den Leitmedien eine überwältigende Resonanz ausgelöst.
Die garantiert echt anmutende weiße Marmoroptik des Rieseneis gelingt als Carbonfaserlösung. Diese optionale Form einer analogen Umsetzung des Objektes wird aus Mitteln finanziert, die in die künftige Morrien Foundation für Organische Transformation einfließen werden.
documenta-Ei (s)toppt Polarisierung
In der digitalen Version wie auch in der Realisierung als analoge Lichtinstallation lässt sich die Farbe des Rieseneis beliebig wechseln, von Weiß zu Rosa: Rosa war über lange Zeit die Farbe des männlichen Adels und ist erst in der jüngeren Geschichte zur „Mädchenfarbe“ deklariert worden.
Im Orient ist Rosa noch immer die Farbe der Männer und Blau die der Frauen. Insofern steht Rosa für Frauen wie Männer. Es birgt darüber hinaus auch die Fülle aller Möglichkeiten – das Weiß für das noch leere Blatt und das schöpferische Rot der Liebe, das neues Leben schafft.
Perspektive haptischer Freuden
Die analoge Realisierung der Rieseneier ist für Morrien ein Zwanzigjahresprojekt. Hier müsse in längerfristigen Kategorien gedacht werden. Dabei spiele ihr die Zeit in die Hände, denn die Kategorie dessen, was echt ist, wird sich in Zeiten von Metaverse & Co. noch weiter verändern.
Da für die Kölner Coaching-Künstlerin jedoch haptische Freuden unersetzlich sind, bleibt die analoge Perspektive vital: „So schaffe ich mir eine schöne Aufgabe für das Alter“, meint Morrien. „Die Verwirklichung solcher Vorhaben ist ein Akt umfassender Kommunikation!“
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