(openPR) Thalfang, 12.05.2022. Im Twentysix-Verlag Hamburg ist soeben der neue Kriminalroman „Die Zeugin“ für die Krimiserie um die Trierer Kommissarin „Christine Bernard“ erschienen.
Der Thalfanger Buchautor Michael E. Vieten platziert die Handlung dieser seit 2015 erscheinenden Reihe im Südwesten von Rheinland-Pfalz zwischen Mosel und Hunsrück.
Taschenbuch und E-Book sind ab sofort im deutschen Buchhandel erhältlich. Gerne stellen wir Ihnen ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung.
Titel: Christine Bernard – Die Zeugin
Kriminalroman (Band 7)
302 Seiten
Klappentext: Ein junges Mädchen wird zur Zeugin der Anklage in einem Prozess gegen einen skrupellosen Drogenboss und einen korrupten Politiker. Karen soll zum Schweigen gebracht werden und schwebt nun in tödlicher Gefahr.
Die Aufnahme in ein Zeugenschutzprogramm soll ihrer Familie Sicherheit bieten. Doch eine Analystin des Landeskriminalamts entdeckt Hinweise auf Verrat und muss nun mit der Kommissarin zusammenarbeiten, die einst ihr erbitterter Feind war. Ausgerechnet sie soll den Schutz der Zeugin übernehmen.
Alte Feindschaften, verborgene Interessen und verdeckte Absichten umgeben Christine Bernard in einem neuen, überaus undurchsichtigen Fall.
Taschenbuch zum Preis von 12,90 Euro.
ISBN: 9783740783747
E-Book zum Preis von 5,99 Euro.
ISBN: 9783740704872
Leseprobe: Der Unfall
Nur aus dem Augenwinkel heraus hatte sie ihn wahrgenommen. Für einen Sekundenbruchteil. Sie spürte die drohende Gefahr durch die sich nähernde Masse des anderen Wagens mehr, als dass sie ihn tatsächlich hatte kommen sehen. Ihr blieb kaum Zeit den Kopf zu drehen. Hektisch war sie im Begriff zu lenken. Doch wohin? Es blieb nicht mehr als ein Reflex. Brutal schlug das fremde Fahrzeug in einem spitzen Winkel in die Beifahrerseite ein. Das laute Krachen erzeugte umgehend einen grell klingelnden Ton in ihren Ohren. Unter dem heftigen Einschlag erzitterte der weiße Renault Mégane und wurde mitgeschoben. Mehrere kleine Detonationen lösten die zahlreichen Airbags aus. Glas splitterte. Die Innenraumbeleuchtung dimmte hoch. Ihr Oberkörper wurde herum geschleudert, die pyrotechnischen Gurtstraffer reagierten und rissen ihn zurück an die Lehne des Fahrersitzes. Sie schlug mit dem Hinterkopf an der Nackenstütze an. Ein stechender Schmerz durchzuckte ihre überstreckte Halswirbelsäule. Der Pralltopf des Lenkrads platze auf. Ein weißer Sack explodierte und raste auf ihr Gesicht zu. Blitzartig dehnte er sich aus und riss ihr schmerzhaft die Hände vom Steuer weg. Sie erschrak und schrie auf. Sie hätte es besser wissen müssen. Ihr Lehrer im Fahrertraining hatte immer wieder gemahnt.
„Kurz vor einem unvermeidlichen Zusammenstoß, Hände weg vom Lenkrad!“
Weißer Pulverdampf schoss ihr entgegen und verteilte sich im Wageninneren. Qualm stieg auf und fuhr ihr beißend in die Nase. Sie hörte plötzlich schwer und spürte Druck im Gehörgang. Sie war instinktiv zusammengezuckt und hatte versucht, sich mit den Beinen abzustützen. Dabei war sie mit den feuchten Schuhsohlen unter die Pedale gerutscht. Nun steckte sie fest. Es stank nach Benzin, verschmorter Kabelisolierung und verbranntem Gummi.
„Feuer!“, blitzte es trotz ihrer totalen Überraschung und all des Durcheinanders in ihr auf. „Ich muss hier raus! Sofort!“
Aufgeblähte weiße Säcke und Würste aus Stoff hingen vom Dachhimmel herab. Weitere waren aus dem Sitz und dem Armaturenbrett geplatzt. Langsam verloren sie an Form und gaben den Blick durch beschlagenes Glas nach draußen frei. Dort war es dunkel, doch die Scheinwerfer des Renaults spendeten noch Licht. Die große Windschutzscheibe war mehrfach gerissen, das Fenster auf der Beifahrerseite zerborsten und die Sitzfläche und der Fußraum von Glassplittern übersäht. Die kalte Abendluft griff nach Christine und ließ ihren Atem kondensieren. Der Motor war ausgegangen. Die Warnlämpchen im Instrumententräger leuchteten bunt. Ein aberwitziger Gong ertönte unaufhörlich. Schwach hörte sie ihn durch den Schleier ihrer momentanen Schwerhörigkeit zu sich vordringen. Sie erinnerte sich.
„Tür offen!“, bedeutete das.
Sie holte tief Luft und begann sofort heftig zu husten. Tränen schossen ihr in die Augen und nahmen ihr für einen Moment die Sicht. Sie spürte einen stechenden Schmerz in ihrem Brustkorb und krümmte sich. Als sie wieder aufsah, hatte das andere Auto bereits zurückgesetzt und raste nun mit einer demolierten Front an ihrem Wagen vorbei. Ein Scheinwerfer war defekt, ein Kunststoffteil vom Vorderwagen schleifte über die Straße, der Motor drehte heulend hoch. Kurz beleuchtete ihr beschädigter Mégane das fremde Fahrzeug und ein Gesicht blitzte auf.
„Hannah Graf!“












