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Versandmethoden im E-Commerce

16.04.202218:19 UhrIT, New Media & Software
Bild: Versandmethoden im E-Commerce

(openPR) Warum die Wahl des Versandes wichtig ist

Was macht für Sie einen guten Online-Shop aus? Ist es die Gestaltung des Shops, also die Übersichtlichkeit? Macht für Sie der Name des Shops oder des Unternehmens einen Unterschied? Oder ist für Sie einzig das Produkt von Relevanz?



Nun, natürlich ist das Produkt am Ende das, worum es für den Käufer eigentlich geht. Jedoch würden mit Sicherheit auch viele Kunden auf die Frage danach, was für sie einer der ausschlaggebenden Faktoren für einen Kauf in einem Online-Shop ist, mit "Versand" antworten.

Wer kennt es nicht? Die gefühlt unerträglich lange Zeit, die es manchmal dauert, bis das heiß erwünschte Paket endlich da ist. Dass der Online-Shop selbst Versandkosten bestimmt, ist ebenfalls von hoher Bedeutung. Häufig wird deshalb der Versandpreis auf den Kaufpreis aufgeschlagen, um einen "Gratisversand" zu suggerieren.

Kurz um: Dem Versand kommt eine nicht zu verachtende Rolle zu und kann den Unterschied zwischen kaufen und nicht-kaufen machen.

Was gilt es bei der Wahl der Versandlösung zu beachten?

Bei der Wahl nach der richtigen Versandlösung ist offensichtlich, dass es nicht die eine oder gar mehrere pauschale Versandmethoden im E-Commerce gibt, die absolut "immer" zu empfehlen sind.

Es gibt schon Unterschiede und Sie, als potenzieller Shop-Betreiber, sollten auf ein paar Dinge achten.

Wie groß ist Ihr Absatz? Denn es ist mit Sicherheit relevant, wie viele Pakete Sie verschicken müssen. Das kann, als Beispiel, dafür relevant sein, ob für Sie ein Geschäftskundenvertrag infrage kommt, da hier der Lieferant häufig eine Mindestpaketmenge vorschreibt. Ein solcher Vertrag hat aber oft relevante Vorteile, wie eine bequeme Abholung oder Rabatte. Auch wie groß oder schwer Ihre Pakete sind, ist wichtig dafür zu entscheiden, welche Form des Versands und welcher Anbieter für Sie infrage kommt. Außerdem kann beispielsweise auch besonders empfindliche Ware verschickt werden, wie zerbrechliche Vasen. Auch gibt es Shops, die Tiere verschicken, für die dann nochmal ganz andere Komponenten zu beachten sind.

All dies sind Dinge, die Sie im Augen haben sollten, wollen Sie für Ihren Online-Shop die Versandkosten kalkulieren, um die richtige Methode finden.

Die beliebtesten Anbieter im Vergleich

Für 83 % aller Online-Einkäufer ist es wichtig, dass sie ihr Paket von einem Lieferdienst bekommen, mit dem sie bereits positive Erfahrungen gemacht haben. Somit ist die Wahl des Anbieters nicht nur für die Belange des Betreibers des Shops wichtig, sondern auch für die der Verbraucher.

Es gibt für Ihren Online-Shop diverse externe Versand-Dienstleister, was bei einer langfristigen und größer gedachten, das heißt absatzstarken Planung ratsam ist. Wie gesagt, den einen Besten gibt es nicht, jedoch lässt es sich im Wesentlichen auf DHL, Hermes und DPD hinunter brechen, da hier die günstigsten und schnellsten Lieferungen gewährleistet werden. Die Kunden haben in der Vergangenheit die besten Erfahrungen mit diesen drei gemacht. Häufig bieten Online-Shops sogar mehrere Versand-Dienstleister an. Dass dies jedoch besonders bei kleineren Shops nicht unbedingt sinnvoll ist, ist klar, da es wesentlich unkomplizierter ist, den Versand über lediglich ein Versandhaus abzuwickeln. Somit sollten Sie die Vorteile der Anbieter miteinander vergleichen und auf Ihren Shop gesehen, individuell entscheiden, welcher der Richtige ist, wenn Sie Geschäftskunde für den Versand werden wollen.

DHL

DHL bietet den Vorteil, dass das Mindestvolumen für Sendungen pro Jahr bereits bei 200 liegt und somit gerade für nicht so absatzstarke Kunden ein beliebter Anbieter ist. Auch hat DHL, von den drei genannten, mit rund 29.000 die meisten Abholstationen in der Bundesrepublik. Zudem werden die größten regulären Pakete mit einem Gurtmaß von bis zu 360 Zentimetern geliefert. Das Paketgewicht geht auch bis 31,5 Kilogramm, weswegen Shops mit Produkten, die Pakete mit eher größeren Ausmaßen benötigen, bei DHL gut aufgehoben sein dürften.

Nachteile gibt es jedoch auch. Denn DHL bietet nicht für jedes Paket ein Livetracking und zudem ist im Gegensatz zu Hermes und DPD für viele Services eine Kundenregistrierung erforderlich, um Pakete zu steuern. Dies kann für den Besteller eine nervige Angelegenheit sein, will er lediglich sein Paket an einen anderen Standort geliefert bekommen.

Hermes

Der Konkurrent Hermes glänzt damit, dass er eine Lagerfrist im Paketshop von satten 10 Kalendertagen hat, was mehr ist als bei DHL und DPD, wo es lediglich 7 Werk -bzw Kalendertage sind. Zudem legt er ein pauschales Versandkostenminimum von 3,70 € fest, was die anderen beiden nicht tun und sich diese Vertragsbedingung erstmal offenhalten. Außerdem hat Hermes mit 16.000 immer noch mehr als doppelt so viele Abholstationen wie der französische Konkurrent DPD.

Jedoch werden Sie erst ab 300 Paketen pro Jahr Geschäftskunde, was immerhin 50 % mehr ist, als bei DHL und Pakete werden nur bis einschließlich 25 Kilogramm geliefert. Zusätzlich wird überhaupt kein Livetracking angeboten, was für viele Kunden essenziell ist.

DPD

Der ehemalige "deutsche Paketdienst", versichert Pakete bis zu 520 €, was DPD von den 500 € bei DHL und Hermes abhebt. Auch bei der DPDgroup werden Pakete bis 31,5 Kilogramm versendet. Hier gibt es ein generelles Livetracking, was ein riesiger Pluspunkt gegenüber Hermes ist und für die Paketsteuerung ist keine Kundenregistrierung erforderlich.

Doch auch DPD hat seine Nachteile. Es gibt bundesweit die wenigsten Abholstationen bei diesen drei Anbietern, zudem ist die Lagerfrist die niedrigste, da sie nur bei 7 Kalendertagen liegt. Es wird außerdem kein pauschales Mindestsendungsvolumen angeboten, weswegen erstmal Kontakt aufgenommen werden muss.

Somit wird deutlich, dass die Vor- und Nachteile abgewogen werden müssen und sich unterschiedliche Ergebnisse bei unterschiedlichen Shops ergeben können.

Welche Methoden gibt es außerdem?

Neben dem externen Dienstleister gibt es auch noch andere Versandmethoden im E-Commerce, um den Kunden glücklich zu stellen und je nach Status des Shops sinnvoll sind.

Eigenversand

Eine weitere Variante, die eher für Ebay-Verkäufer oder für Leute infrage kommt, die möglicherweise selbst gemachte Produkte verkaufen, ist der Eigenversand. Wie gesagt, halten sich Ihre Verkäufe im Rahmen, so ist es sogar ratsam sich erstmal auf diese Variante zu beschränken, da dies zunächst kostengünstiger ist als einen externen Dienstleister heranzuziehen.

Jedoch ist dies bei einer größeren Planung der Geschäfte auf Dauer nicht ausreichend, da bei mehr Absatz auch mehr Lagerplatz für die Produkte benötigt wird. Was jedoch ein enormer Vorteil ist, ist die große Flexibilität und der Faktor, dass man vertraglich nicht gebunden ist.

Dropshipping-Methode

Eine weitere Methode bei externem Einkauf der Produkte ist das Dropshipping. Dabei läuft der Versand direkt über einen Produzenten, dem man die Bestelldaten weiterleitet und die bei sich gelagerten Produkte an den Kunden schickt. Nach der Auslieferung wird der Einkaufs- und Versandbetrag an den Produzenten überwiesen.

Besonders diese Variante ist für Shop-Betreiber sinnvoll, die keinen großen Platz für die Lagerung von Ware haben und bietet außerdem eine große Zeitersparnis. Viele große Versandhäuser wie Alibaba oder BigBuy bieten diese Dienste an. Nachteil ist, dass man an die Versandbedingungen und Vorgaben des Produzenten gebunden ist und kaum eigenen Einfluss darauf nehmen kann.

Fazit

Wie Sie sehen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um einen Versand zu gewährleisten, die auch unterschiedliche Vorteile bieten. Sind Sie sich dennoch unsicher welche Variante infrage kommt, so wird Ihnen, je nach Shop, eine Magento Agentur oder Shopware-Agentur etc. sicher weiterhelfen können. Jedoch sollte deutlich geworden sein, dass die richtige Versandform von großer Wichtigkeit für Ihren Erfolg im E-Commerce sein kann.

 

 


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