(openPR) vent.io holt sich im Advisory Board hochkarätige Unterstützung an Bord, um neue Wege beim Aufbau des Fullstack CVCs zu gehen.
Frankfurt, 05.04.2022
Im Rahmen des ersten Digital Advisory Board der vent.io GmbH tauschten sich die Geschäftsführer Nhut Ajat Hong und Sven Siering mit den Board-Mitgliedern Claude Ritter, Solveig Schulze und Pranjal Kothari über Chancen und Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Start-ups aus.
Neben dem Investmentgremium der vent.io – welches die Investmententscheidungen bezüglich der Start-ups trifft – bildet das Digital Advisory Board einen Ort des Austausches und der Impulse für die vent.io. Inhaltliches Feedback, spezifische Expertise aus Start-up- und VC-Sektoren sowie Unterstützung im Ausbau des bestehenden Netzwerkes stehen im Mittelpunkt.
Bereits zur Auftaktveranstaltung begrüßen Siering und Hong hochkarätige Board-Mitglieder aus der Start-up-Welt und Digitalbranche. Von Seiten der vent.io-Mutter Deutsche Leasing AG beteiligten sich der Vorstandsvorsitzende Kai Ostermann sowie Markus Strehle, der zuständige Vorstand des Ressort IT und Organisation.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie es gelingt, die Mehrwerte der vent.io als Kapitalgeber, Vermittler zwischen den Start-ups und der Corporate Welt, aber auch die eigene Cloudinfrastruktur und die Data-Science-Kompetenz in die Zusammenarbeit mit Start-ups einzubringen. Darüber hinaus wurden Themen rund um Strategie, Personal und Steuerung der vent.io diskutiert.
Kundenfokus als Arbeits- und Entscheidungs-Grundlage
Claude Ritter ist Co-Founder und Managing Partner bei Cavalry Ventures. Der Gründer, Investor und Start-up-Experte ist bereits seit 2015 Beteiligter des Venture-Capital-Fonds, der vornehmlich Unternehmen in der Frühphase mitfinanziert. Zu seinen vorherigen Gründungen gehören unter anderem die Delivery Hero Holding und Tiger Facility Services. Ritter gab Einblicke in den Aufbau einer Marke, die Start-ups anspricht. Eine Marke lebe von ihrer Einzigartigkeit. Eine Marke dürfe auch bei einigen Personen anecken, wichtig ist nur, dass die Zielgruppe überzeugt ist. „What you see is what you get. Wir überzeugen mit Inhalten. Wir kommunizieren, wie wir auch arbeiten“, erklärt Ritter weiterhin. Einen weiteren Teil der Überzeugungsarbeit leistet ferner das Schaffen möglichst vieler Touchpoints, persönlicher Verbindungen – „So bekommt man am Ende den Zuschlag zum Deal!“. Diese Strategie behält der Co-Founder von Cavalry Ventures auch während der Zusammenarbeit mit den Gründern bei: „Eine enge Zusammenarbeit ist der Schlüssel. Man muss die nächsten Schritte genau kennen. Man muss wissen, wann Geld gebraucht wird.“
Größtmöglicher Erfolg entsteht, wenn der Kunde im Mittelpunkt steht und man nah an den Interessen der Zielgruppe arbeitet. „Data beats Opinion. Priorität wird durch die Masse der Anfragen gesetzt. Die Entscheidung trifft also der Kunde“, so Solveig Schulze. Schulze ist seit kurzem Head of Digitalization bei der Gothaer Versicherung und Managing Director bei Gothaer Digital. Sie startete 2014 mit ihrer Karriere als Digitalisierungsexpertin bei der Lufthansa AG. Dort übernahm sie nach kurzer Zeit die Projektleitung der Lufthansa Innovation Hub GmbH. Zuletzt war sie Co-Lead und Director bei Signals, der Innovations- und Ökosystem-Tochter von Signal Iduna. Weiterhin erklärt die Digital-Expertin, „[…] dass Ausgründungen die Möglichkeit bieten, Strukturen schneller neu zu denken – ein Vorteil der vent.io.“
Die Entscheidung, welches Projekt priorisiert wird, darf nicht allein von der bearbeitenden Geschäftseinheit getroffen werden. Wichtig ist also die Nachfrage, welche durch potenzielle und bestehende Kunden angezeigt wird.
Der Chief Digital Officer der Sparkasse Bremen, Pranjal Kothari, schloss sich an. Bereits seit 2019 ist er Generalbevollmächtigter der Sparkasse Bremen und blickt unter anderem auf berufliche Stationen bei der Deutschen Börse sowie als Geschäftsführer bei PlanetHome und Deutsche Fintech Solutions zurück. Kothari erklärte: „Man muss sich immer die Frage stellen: Was sind die Themen, die das Leben der Kunden auch in Zukunft positiv beeinflussen. Das sind die Themen, die uns umtreiben [müssen].“ Dabei schließt der CDO allerdings nicht aus, dass bestehende Geschäftsmodelle und Ideen weiterhin genutzt werden können. Gegenteilig betont er: „Neu und Alt sollte kombiniert werden, um neue Wege zu finden, sodass ein neuer Use Case entsteht“.
OKR – Das zielfokussiertes Steuerungselement
Der Cavalry-Ventures-Gründer Ritter erläuterte, dass Objectives and Key Results (OKR) das Management-System darstellen, welches er allen Gründern und Gründerinnen nahelegt. „Es schafft Struktur. Das ist gerade für junge Unternehmen sehr wichtig.“ So helfen OKRs jedem einzelnen Teammitglied, an den Zielen des Unternehmens zu arbeiten, denn sie zwingen einen förmlich, Prioritäten zu setzen und dementsprechend zu arbeiten. Schulze ergänzte: „Mitarbeiter müssen verstehen, dass sie ein Teil der Vision sind. Dass ihre Key Results auf das große Ganze einzahlen.“
OKR kann also auch helfen, die beschriebene Zentrierung auf die Kundenbedürfnisse in den Fokus zu setzen. Als „gutes Steuerungselement“ beschrieb die Digitalexpertin dabei das System zur modernen Mitarbeiterführung. „Diese Methodik hilft, dass der Fokus auf den Zielen liegt. Mitarbeiter müssen freigestellt werden, von einem Bonus, der an KPIs hängt. Das behindert eine lösungsorientierte Arbeit. Das blockiert im Kopf“, mahnte sie abschließend.











