(openPR) Der Fall der Woche | Jeden Freitag gibt es hier aus meinem Berateralltag den Fall der Woche
Ein Unternehmen bat mich um Unterstützung bei der Organisation des Gefahrstoffmanagements.
Ich bin zum Unternehmen gefahren und habe mir zunächst den Bestand der Sicherheitsdatenblätter durchgesehen. Die Bandbreite der Erstellungs- / Überarbeitungdaten war groß – sie reichte von 2016 bis 2021.
Eine inhaltliche Prüfung durch den Anwender hatte bis dato nie stattgefunden.
Dabei ist das eine rechtliche Forderung, nachzulesen in der TRGS 400, 5.1.
TRGS 400, Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: „5.1 Informationsquellen; (2) Das Sicherheitsdatenblatt ist auf offensichtlich unvollständige, widersprüchliche oder fehlerhafte Angaben zu überprüfen. Erforderlichenfalls muss beim Lieferanten ein korrektes Sicherheitsdatenblatt angefordert und von diesem geliefert werden.“, Stand 2017.
Die Pflicht trifft jeden Unternehmer, der Gefahrstoffe verwenden lässt. Selbst Banken / Sparkassen / Versicherungen verwenden in ihrem Haus Gefahrstoffe, z. B. zur Pflege ihrer Klimaanlagen, in der Werkstatt.
Bei der Überprüfung hatten, bis auf wenige Ausnahmen, alle Sicherheitsdatenblätter Mängel.
Damit endete auch schon mein Termin. Jetzt heißt es für das Unternehmen erst einmal den Bestand an Sicherheitsdatenblättern sach- und fachgerecht zu aktualisieren.
Sind Ihre Sicherheitsdatenblätter alle aktuell? Ist Ihr Gefahrstoffmanagement auf dem aktuellen Stand?
Falls nicht, sollten Sie unverzüglich aktiv werden. Verstöße gegen das Gefahrstoffrecht sind keine Bagatelldelikte (siehe Abschnitt 7 der Gefahrstoffverordnung).
Ihr Betriebsarzt und ihre Sicherheitsfachkraft unterstützen Sie gerne. Fragen Sie nach!
Dr. Hartmut Frenzel | Arbeitsschutz | Datenschutz | Umweltschutz
- Fuhlrottstr. 15
42119 Wuppertal
Über das Unternehmen
Der Mensch Hartmut Frenzel
Meine Frau fragte mich: „Warum lachst Du so?“ Ich hatte auf dem Sofa gesessen und gelesen. Ich blickte auf und erwiderte: „Ich lese einen neuen Gesetzentwurf.“
Ich lese gerne – auch Texte, die andere als verstaubt und trocken ansehen. Das hat schon in meiner Kindheit begonnen. Doch als Kind begeisterte ich mich auch für andere Dinge. Schwarz-Weiß-Fotos selbst entwickeln, Raketen bauen, Weinherstellung und andere Alkohole (ich war schließlich im Chemie-Leistungskurs). Radios, Alarmanlagen, Regalanlagen (unterstützt durch viele Fischertechnik-Bausteine), Computer (mit selbst geplanter und selbst geätzter Platine – kurz bevor der erste Heimcomputer, ZX80, den Markt eroberte) habe ich gebaut – der Teppichboden in meinem Jugendzimmer war Löcher übersät. In der Zeit habe ich auch meine ersten Computerprogramme bei einem Berliner Verlag veröffentlicht. Dem bin ich bis heute treu geblieben. Sporadisch veröffentliche ich einen Beitrag bei dem einen oder anderen Verlag.
Ich wollte ursprünglich Jura studieren. Meine Eltern, waren aber der Ansicht, dass ein „Rechtsverdreher“ vollkommen ausreichend sei – ein älterer Bruder studierte bereits. Daher habe ich nach meiner elektrotechnischen Fachausbildung erst einmal mit dem Studium der Elektrotechnik begonnen – angeschlossen wurde das Studium der Sicherheitstechnik. Später habe ich noch den Abschluss als Bautechniker hinzugefügt. Und es hat mir keine Ruhe mehr gelassen, ich habe doch noch „die Rechte“ studiert. Im Anschluss an dieses Studium habe ich an der Schnittstelle von Arbeitsrecht und Ökonomie wissenschaftlich geforscht und wurde schließlich promoviert.
Der typische ewige Student war ich jedoch nie. Während des Studiums habe ich gearbeitet, in Ingenieurbüros, im elektrotechnischen Vertrieb und als einer der ersten Mitarbeiter bei Mannesmann Mobilfunk D2.