(openPR) Es geht um ein neues Verfahren zur Reinigung von hoch konzentriertem Salzwasser / Grundwasser, wie es im Nahen Osten und in den Golfstaaten häufig vorkommt.
Trinkwasser ist in vielen Teilen der Welt eine zunehmend knappe Ressource. Die Standard-Technologie zur Entsalzung von Meerwasser ist die Umkehrosmose (RO). Diese Technologie funktioniert zwar gut, ist aber sehr komplex und teuer. Sie kann nicht bei hohem Salzgehalt eingesetzt werden. Deshalb ist es mehr als wünschenswert, eine Technologie einzusetzen, die einfacher und kostengünstiger arbeitet.
Es fällt kein hoher Stromverbrauch mehr für Pumpen der Hochdruck-Membranfil-tration an. Statt dessen wird in Echtzeit unter Normalbedingung Trinkwasserqualität erreicht. Keine vorgelagerten Filtrationsstufen wie Ultrafiltration / Mikrofiltration und damit verbundenen Kosten für Algizide / Bakterizide werden benötigt. Die Sonne dient als Energiequelle. Dieses Verfahren kann jedes salzhaltige Wasser - in jeder Konzentration - aber auch sehr große Mengen in Echtzeit (m³/h) verarbeiten und ist automatisierbar.
Der Gesamtenergieverbrauch für RO in kWh / m³ beträgt ca. 50,5 nach Literaturangaben. Die Kosten für Algizid-Zugabe / Desinfektion für die UF / MF sind hier nicht enthalten! Die Gesamtenergie für die neue Technologie beträgt pro m³ Wasser etwa 1. 6765 kWh - das bedeutet 50,5 : 1,6765 gleich 31,79 - was als Faktor ungefähr 30 ist.
Bislang wurde diese Technologie nur im Labor erfolgreich getestet. Sie basiert jedoch auf einer Standardtechnologie, die bereits seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt wird, und ist daher bereits mit einem «Proof of Concept» ausgestattet. Diese Technologie wurde kürzlich in Deutschland zum Patent angemeldet (DPMA München).
Das zu behandelnde Wasser kann auch aus der Erdölverarbeitung stammen, welches das Grundwasser zusätzlich belastet. Das Verfahren ersetzt die Umkehrosmose (RO), die ein Standardverfahren zur Umwandlung von Meerwasser/Ozeanwasser in Trinkwasser ist, aber bei sehr hoher Salzbelastung nicht eingesetzt werden kann. Die neue Technologie kommt auch dann zum Einsatz, wenn die Umkehrosmose versagt.
Bei der Umkehrosmose geht etwa bis zu einem Drittel des Wassers verloren und das anfallende flüssige Retentat ist Abfall / Sondermüll und kann nur mit der Elektrokoagulation (EC) aufbereitet werden.
Das neue Verfahren besteht aus zwei ineinander greifenden Zyklen, die wirtschaftlicher arbeiten als die Umkehrosmose (RO). Die Technologie kann unter dem Titel "Zero-Waste / Zero-Liquid-Discharge" eingeordnet werden. Es gibt keine Fraktion in flüssiger Form als Retentat wie bei RO, sondern Salz in fester Form – es tritt also kein Wasserverlust auf.
Die Betriebskosten sind, wie oben gezeigt niedrig - es ist lediglich eine Investition in die Prozessausrüstung erforderlich, die aus Edelstahl gefertigt sein muss. Das Verfahren kann sehr hohe Massenströme / Volumina (m³/h) bewältigen und liefert bereits im Prozess selbst Trinkwasserqualität. Es kann daher auch auf Offshore-Inseln im Schelfmeer eingesetzt werden. Da die Wasserknappheit in den kommenden Jahren zunehmen dürfte, halten wir diese Technologie für eine Schlüsseltechnologie zur Trinkwassergewinnung.












