(openPR) Am 20. November wird in den Vereinigten Staaten der “National Absurdity Day” – der Tag des Unsinns – gefeiert. Anlässlich dieses kuriosen Feiertages möchten wir, die OKR Experten, zeigen, was Unsinn in der OKR-Welt bedeutet.
Bevor wir Beispiele für unsinnige Objectives und Key Results vorstellen, geben wir einen kurzen Einblick in die OKR Methode, genauer gesagt in das Prinzip von OKR-Sets. Zum Schluss folgt eine Checkliste, die beschreibt, wie Ihre OKR-Sets NICHT aussehen sollen.
Ein OKR-Set setzt sich aus einem Objective und bis zu vier Key Results zusammen. Objectives erfüllen eine richtungsweisende Funktion, sie beschreiben, was erreicht werden soll. Key Results machen den Fortschritt in Richtung des Objectives messbar, sie beschreiben, wie und ob das Ziel erreicht wird.
Key Results sind nicht dasselbe wie Tasks. Tasks sind outputorientiert, Key Results sind hingegen nutzenorientiert. Aus Key Results werden Tasks abgeleitet.
So viel zum theoretischen Teil. Kommen wir zum Unsinn.
Jeweils 2 unsinnige Objectives and Key Results:
Beginnen wir mit unsinnigen Objectives.
Die Negativbeispiele stammen aus dem Vertrieb eines frisch gegründeten Musterunternehmens.
Situation:
Das Unternehmen wurde erst vor Kurzem gegründet und möchte schnellstmöglich großes Wachstum erzielen.
Unsinns-Objective 1:
⭐ Wir erhöhen den Umsatz auf 1,5 Millionen Euro.
Was daran unsinnig ist? Die folgende Auflistung gibt einen Überblick.
- Umsatz als Metrik entspricht eher einem Output als einem Outcome (= Nutzen, Wertbeitrag).
- Objectives sollen keine Zahlen und Metriken enthalten.
- Da das Unternehmen erst gegründet wurde, würde dieses Objective mehr als einen OKR-Zyklus in Anspruch nehmen. Auch wenn OKR für ambitionierte Ziele steht, ist das etwas zu gut gemeint.
Unsinns-Objective 2:
⭐ Wir erreichen die Marktführerschaft.
Kritik an diesem Objective:
- Das Objective ist für das junge Start-up wahrscheinlich nicht in einem OKR-Zyklus erreichbar.
- Es gibt keine klaren Messkriterien für Marktführerschaft.
Ein für die Situation des Start-ups sinnvolles Objective könnte so aussehen:
⭐ Wir haben den Prozess zwischen Bestellung und Lieferung optimiert, sodass all unsere Kunden ihre bestellte Ware schnell erhalten.
Widmen wir uns nun einigen unsinnigen Key Results. Die Negativbeispiele entstammen dem Personalwesen einer Musterfirma:
Situation:
Neue Mitarbeitende können oft nicht am ersten Arbeitstag starten, da sie nicht rechtzeitig mit allen Zugängen zu den IT-Systemen ausgestattet werden.
(Sinnvolles) Objective:
⭐ Wir haben durch den verbesserten Onboarding-Prozess neue Mitarbeitende gewonnen, die sich von Anfang an wohlfühlen.
Unsinns-Key Result 1:
? Wir haben eine umfangreiche Analyse des Onboarding-Prozesses durchgeführt.
Das Problem an diesem Key Result:
- Die Analyse ist ein Task, kein Key Result
- Es sind keine Metriken enthalten
Unsinns-Key Result 2:
? Wir haben den Onboarding-Prozess signifikant verbessert.
- Es sind wieder keine Metriken enthalten
- Der Outcome, der Nutzen des Key Results wird nicht deutlich.
Ein sinnvolles Key Result könnte in diesem Fall so aussehen:
? Wir haben unseren Onboarding-Prozess optimiert, sodass neue Mitarbeitende schon am ersten Tag alle erforderlichen Zugänge für die IT-Systeme erhalten und in die Arbeit einsteigen können.
Hier finden Sie weitere Beispiele für optimale Key Results.
Checkliste: Wie Ihre OKR-Sets NICHT aussehen sollten
- Metriken im Objective
- Key Results ohne Metriken
- Key Result = Tasks
- Mehr als 5 Key Results für ein Objective
- Key Results bauen aufeinander auf oder sind voneinander abhängig
- Kombinationen von Metriken innerhalb eines Key Results
Die vollständige Liste sowie Informationen zu Metriken, Outcome und wie Sie optimale OKR-Sets formulieren, finden Sie im OKR Buch.










