(openPR) Ausstellung vom 2. bis 31. März 2007, Eröffnung: 1. März 2007, 19 bis 21 Uhr
lueckeundpartner, Alte Jakobstraße 105, 10969 Berlin
+49 30 21236842 ![]()
http://lueckeundpartner.de
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 15 bis 19 Uhr
lueckeundpartner zeigt vom 1. bis zum 31. März eine umfangreiche Auswahl kleinformatiger Tonfiguren aus der Serie „Allegorie der kollektiven Ruhe“ von Volker März. Die Plastiken bestehen zum überwiegenden Teil aus den sogenannten UNOs, prototypischen Menschendarstellungen mit selbstportrait-haften Zügen, aber auch aus Figuren, die Philosophen und Denkern wie Hannah Arendt und Walter Benjamin ähneln und mit denen sich Volker März in seinen zurückliegenden Projekten beschäftigt hat.
„Im heutigen Kunstbetrieb ist Volker März ein agent provocateur, der den friedlichen Übereinkünften der gezähmten Spezies Mensch misstraut. Seine Ausstellungen und Interventionen finden meist an Orten statt, an denen die Präsentation von Kunstwerken nicht selbstverständlich ist. Unter dem Label „Märzwerke“ zieht er Künstler aus performativen Sparten hinzu und lässt sie an seinen provokativen Aktionen partizipieren. Medium dieser Interventionen waren bislang kleine, voll plastisch geformte und farbig gefasste Tonfiguren in handlicher Größe mit mehr oder weniger standardisierten physiognomischen Merkmalen: UNOS, die als „absurde Verpuppungen von uns heutigen Menschen“ (V. März) zu Allegorien und ironischen Sinnbildern für phantastisch-imaginative, kritisch-destruktive oder auch erotisch-sexuell aufgeladene Gedankengänge werden. Diese schwarz berockten Figuren, deren Geschlechtsidentität nicht eindeutig zu identifizieren ist, tragen zuweilen selbstbildnishafte Züge. Ihre Herkunft verdanken sie einer produktiven Auseinandersetzung u.a. mit dem als Ketzer verbrannten Giordano Bruno - woraus sich ihr Name UNO ableitet - und Motiven aus der Lebensgeschichte von Anäis Horn und seines Freundes Alfred Tutein, die Hanns Henny Jahn in seinem epischen Roman „Fluss ohne Ufer“ als die Geschichte einer permanenten Einbalsamierung des genialischen Künstlers gestaltet hat.“
Hansdieter Erbsmehl
Parallel zur Ausstellung ist eine Auswahl aus der Serie „Allegorie der kollektiven Ruhe“ online unter http://lueckeundpartner.de zu sehen.











