openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die Rolle der IT Abteilung im Wandel

17.09.202112:02 UhrIT, New Media & Software
Bild: Die Rolle der IT Abteilung im Wandel
Eine moderne und smarte IT Abteilung als „game changer“ im Zuge der Digitalisierung.  (© Passion4IT)
Eine moderne und smarte IT Abteilung als „game changer“ im Zuge der Digitalisierung. (© Passion4IT)

(openPR) Die Rolle der IT steht an der Schwelle zum dritten Jahrzehnt dieses Jahrtausends (erneut) am Scheideweg. Alte Handlungs- und Denkmuster helfen nur noch bedingt, da sich alle Rahmenbedingungen verändert haben. Im Zuge der Digitalisierung kann die moderne und smarte IT Abteilung zum „game changer“ werden. Sie kann das Zünglein an der Waage sein, das über Fortbestand oder Scheitern des Unternehmens im immer härter werdenden, globalen und v.a. digitalen Wettbewerb entscheidet. Aber was bedeutet das konkret für Unternehmen?

Das klar definierte Ziel der IT Abteilung ist, gemeinsam mit der Personalabteilung der Treiber der Digitalisierung und der gesuchte Ansprechpartner im Unternehmen für jegliches Digitalisierungsvorhaben zu sein. Um das zu erreichen ist vor allem eines nötig – ein Schulterschluss mit dem operativen Business. Hierbei müssen Unternehmen alle Fachbereiche ins Boot zu holen, um gemeinsam das Zielbild für die ganz persönliche digitalisierte Organisation zu erarbeiten. Alte Fehden müssen vergessen und begraben werden. Ein echter Neuanfang kann nur gelingen, wenn man die Probleme der Vergangenheit hinter sich lässt.

Unternehmen müssen in den Change Request- und Demand-Listen den Reset-Knopf drücken und sich von dieser Hypothek befreien. Der Fachbereich muss hier seinen Teil im Rahmen des Schuldenschnitts beitragen. Ebenfalls ist die Entwicklung der vorhanden, veralteten Systeme einzufrieren – natürlich alles in enger Abstimmung mit den Fachbereichverantwortlichen und auch mit der erforderlichen Transparenz, warum das jetzt zwingend nötig ist. Es geht darum, offen einen Neuanfang zu wagen und jetzt die Weichen auf "Zukunft" zu stellen.

Ein Schulterschluss mit den Fachbereichen kann auch nur dann nachhaltig funktionieren, wenn die Ziele kongruent sind. Durch Ableiten der konkreten, strategischen IT Ziele von der Unternehmensstrategie, kann dies erreicht werden. Jedes IT Projekt sollte auf mindestens ein Unternehmensziel einzahlen.

Die neue Rolle der IT Abteilung erfordert künftig auch andere Skills. Die Zahl der Entwickler und Infrastruktur-Techniker wird zurückgehen. Stattdessen gewinnen vermehrt Projektleiter und Business Process-Spezialisten mit einem profunden Technik-Hintergrund an Relevanz. In enger Abstimmung mit dem Personalbereich muss nun eine Strategie erarbeitet werden, wie entweder die bestehenden Mitarbeiter dorthin entwickelt oder eben neue Mitarbeiter mit den geforderten Skills an Land gezogen werden können.

 

Die IT Abteilung als Dirigent des IT Orchesters

Jeder neue Cloud-Service ist nur einen Mausklick entfernt und erfordert maximal die Hürde einer gültigen Kreditkarte. Die größte Herausforderung der modernen IT Abteilung wird es daher sein, all diese Möglichkeiten zu orchestrieren und zielführend abzustimmen. Dabei müssen klassische IT Services aus dem Rechenzentrum (onPremises, wie zum Beispiel das ERP System) mit smarten Cloud-Services (wie zum Beispiel einem CRM System von Salesforce) abgemischt und in einem einheitlichen Benutzererlebnis bereitgestellt werden.

Denn am Ende des Tages ist es dem Fachbereich egal, ob der Service aus dem Rechenzentrum im Keller erbracht wird oder aus der Amazon Web Service Cloud kommt. Die moderne IT Landschaft stellt smart konsumierbare und flexibel buchbare Business Services zu Verfügung, welche am Monatsende transparent an die Fachbereiche verrechnet werden.

 

Run your IT like a business

Um dies zu erreichen, sollte der IT Bereich professionalisiert werden. Der gesamte Bereich muss so aufgestellt sein und hinsichtlich seiner DNA, ticken wie ein externer IT Service-Anbieter. Dazu gehören schlanke und pragmatische Serviceprozesse, eine professionelle Kommunikation und ein Servicekatalog, über den alle IT Services und Leistungen so einfach gebucht werden können, wie ein Buch bei Amazon zu bestellen ist.

Das Vorbild für den Betrieb und das Angebot der IT Services sind die modernen Cloud Companies dieser Welt. Hierbei lohnt es sich, einen Blick auf IT Riesen, wie Apple, Google, Salesforce oder Microsoft zu werfen. Denn was all diese Giganten exzellent beherrschen, kann man mit Stolz kopieren und für die eigene IT Abteilung adaptieren. Vor allem die Bereiche Marketing, Kundenzentrierung, Servicebereitstellung und Innovationsmanagement sind hier von Bedeutung.

 

Marketing, Transparenz und Serviceerbringung

„Tue Gutes und sprich darüber“ ist eine uralte Weisheit, aber diese ist heute mehr denn je gültig für einen IT Bereich, der mit dem Rücken an der Wand steht und nicht gerade die beste Reputation im Unternehmen hat. Der erste Schritt ist die gnadenlose Schaffung von Transparenz. Dazu können die neuen Servicemanagement-Lösungen helfen. Unternehmen sollten hierbei offen aufzeigen, wie viele Störungen (Incidents) und Änderungswünsche (Change) von welchem Fachbereich im IT Team aktuell in Arbeit sind oder aber in den letzten dreißig Tagen bearbeitet wurden.

Mithilfe eines transparenten IT Service Katalogs können Unternehmen ihr vollumfängliches Leistungsspektrum aufzeigen. Die Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen haben die Möglichkeit, die angebotenen IT Services in einem Shopping-Erlebnis, ähnlich wie bei Amazon, zu buchen. Freigabe-Workflows sichern hier die Compliance ab, indem nötige Genehmigungen von den Vorgesetzten automatisch eingeholt werden. Die Services werden monatlich über eine IT Leistungs- und Kostenverrechnung berechnet und an die Fachbereiche weitergegeben. Das Ziel am Ende des Jahres: Eine „schwarzen Null“ und eine transparente Verrechnung. 

Veränderungen, Weiterentwicklungen oder neue Projekt müssen frühzeitig über Newsletter oder das Intranet angekündigt werden. Empfehlenswert ist auch die jährliche Aufbereitung einer Roadmap, in der die Pläne für das kommende Geschäftsjahr aufgeführt sind. Hierbei müssen die Unternehmen bewusst Neugier schüren. Mittels eines IT Board mit den Prozessverantwortlichen und Key Usern, sollte zudem die Möglichkeit geboten werden, dass proaktiv Vorschläge für diese Roadmap gemacht werden können.

Bei neuen Projekten ist immer eine entsprechende Schulungsphase einzuplanen. Über die Key User wird der KnowHow-Transfer zu allen Mitarbeitern und Anwendern kanalisiert. 

Bei Schulungen ist darauf zu achten, nicht nur und ausschließlich die neuesten Features und Funktionen einzubeziehen. Unternehmen sollten ihr Augenmerk immer auch auf das „why“ legen. Warum wird die neue Lösung eingeführt? Welches Unternehmensziel soll damit erreicht bzw. unterstützt werden? Warum fällt die Entscheidung für Lösung A und nicht für die Lösungen B und C? Dadurch erzeugen Unternehmen mehr Verständnis und eine höhere Adaptierung.

 

Kundenzentrierung

Zum anderen ist es wichtig, den Schritt aus den eigenen vier Bürowänden raus zu wagen und bewusst und offen auf die Fachbereiche zuzugehen. Jedes Projekt, jede Initiative oder jeder Verbesserungsvorschlag vom Kunden – also vom Anwender – muss ausgedacht werden. Was braucht der Anwender wirklich? Was bewegt ihn? Welche Ziele hat er?

Dazu eignet sich eine Technik aus dem Produktmanagement. Bei dieser Technik wird für jeden Fachbereich oder jeden Usertypen eine Persona erstellt. Dabei wird ein Benutzer mit verschiedenen Attributen beschrieben. Unternehmen haben so die Chance, ihr Gegenüber besser kennenzulernen und somit wesentlich bessere und passgenauere Ergebnisse zu erzielen. Zugleich können Enttäuschungen und Überraschungen vorgebeugt werden.

 

IT und Business – ein Team

Wenn Unternehmen diesen beschwerlichen Weg gegangen sind, den Schulterschluss zwischen IT und Business hergestellt, die Lasten der Vergangenheit abgeschüttelt, eine professionelle Serviceerbringung nach den Standards der Cloud etabliert und im IT Team mit einem „digital mindset“ eine echte Kundenzentrierung verankert haben, dann sind sie fast am Ziel.

Warum nur fast? Weil diese Reise nie zu Ende sein wird. Die ständige Weiterentwicklung und Einstellung auf die immer schneller werdenden Rahmenbedingungen sind unumgänglich. Agilität und Flexibilität sind die entscheidenden Eigenschaften, die Unternehmen kennzeichnen müssen. Denn was auch immer in den nächsten zehn Jahren kommen mag – es kann heute nicht mit absoluter Sicherheit vorhergesagt werden. Was Unternehmen aber heute schon tun können ist, sich möglichst smart auf die sich abzeichnenden Trends und Themen vorzubereiten.

 

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1217381
 648

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Die Rolle der IT Abteilung im Wandel“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von P4IT

Bild: Ranga Yogeshwar gratuliert PASSION4IT zum Sprung in die TOP 100Bild: Ranga Yogeshwar gratuliert PASSION4IT zum Sprung in die TOP 100
Ranga Yogeshwar gratuliert PASSION4IT zum Sprung in die TOP 100
_Viechtach _– Ehrung auf dem Deutschen Mittelstands-Summit: Ranga Yogeshwar würdigt die PASSION4IT GmbH aus Viechtach anlässlich ihres Erfolges beim Innovationswettbewerb TOP 100. Die Preisverleihung im Rahmen des Summit fand am Freitagabend, 24. Juni, in Frankfurt am Main für alle Mittelständler statt, die am Jahresanfang mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet worden sind. Der Wissenschaftsjournalist begleitet den zum 29. Mal ausgetragenen Innovationswettbewerb als Mentor. In dem wissenschaftlichen Auswahlverfahren überzeugte PASSION4IT in der…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Digitalisierung: Ausbilder sind wichtiger denn jeBild: Digitalisierung: Ausbilder sind wichtiger denn je
Digitalisierung: Ausbilder sind wichtiger denn je
… Bildung nicht nur der Arbeitsverwertbarkeit der Menschen diene. „Sie ist auch Sozialisation.“ Begleitung durch Dschungel der Digitalisierung Eine Botschaft, die auch Monika Kordula, Leiterin der Abteilung Bildung und Arbeit im BBW, für ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Ausbildung hat: „Sie werden weiterhin eine maßgebliche Rolle einnehmen, um junge …
"Alt und Jung. Vom Älterwerden in Geschichte und Zukunft" - Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg
"Alt und Jung. Vom Älterwerden in Geschichte und Zukunft" - Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg
… Freilichtmuseum am Kiekeberg zeigt ab dem 26. März 2011 die Sonderausstellung „Alt und Jung. Vom Älterwerden in Geschichte und Zukunft“. Die Ausstellung stellt in sieben Abteilungen Aspekte des Alterns und dessen individuelle und gesellschaftliche Wahrnehmung dar. Leitend ist dabei die Frage, welche Vorstellungen vom Altern eine Rolle spielen und wie …
EUROFORUM Deutschland GmbH - Mehr als ein Techniker - Der Help Desk entwickelt sich ...
EUROFORUM Deutschland GmbH - Mehr als ein Techniker - Der Help Desk entwickelt sich ...
… Systel, Deutsche Flugsicherung und Trumpf zeigen, wie der IT-Service Kunden- und Businessorientierung miteinander vereinbaren kann und welche Technologien ihn dabei unterstützen. Dass sich IT-Abteilung und Service Desk immer mehr zum internen Berater entwickeln, beobachtet auch Christian Baier: Der Vorstand der Karer Consulting AG zeigt auf der Help …
HR-Entscheider haben den Anpassungsdruck nicht verstanden
HR-Entscheider haben den Anpassungsdruck nicht verstanden
ADP-Befragung zeigt: Jeder dritte HR-Verantwortliche hat seine Personalabteilung seit mindestens zwei Jahren nicht weiterentwickelt / 40 Prozent modernisierten 2014 ihre Abteilung Berlin/Neu-Isenburg – 25. Februar 2015. Modernisieren und anpassen wird überbewertet – zumindest denken das viele deutsche Personalchefs. Während sich die Rahmenbedingungen, …
HR in die Pole Position
HR in die Pole Position
… neu zu, legt Pläne fest - und zieht sich dann zurück. Nun bedeuten Sparmaßnahmen meist zuallererst die Reduzierung der Belegschaft. Die Durchführung bleibt an der HR-Abteilung hängen, die häufig weder in die Strategie involviert noch auf die Umsetzung vorbereitet wurde. Viele wichtige Eckpunkte bleiben oftmals unklar: Wer bleibt? Wer geht? Welche Kompetenzen …
Bild: Willkommen zur REConf® 2010Bild: Willkommen zur REConf® 2010
Willkommen zur REConf® 2010
Als Schnittstelle zwischen Fach- und IT-Abteilung kommt dem Requirements Engineering eine zentrale Rolle in der Entwicklung zu. Weltweit tätige Konzerne haben diese Bedeutung für die erfolgreiche Entwicklung komplexer Produkte, Dienstleistungen und Systeme bereits lange erkannt. Branchen wie die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Telekommunikations- und …
Bild: TA Triumph-Adler erörtert strategische IT-Themen auf C-LevelBild: TA Triumph-Adler erörtert strategische IT-Themen auf C-Level
TA Triumph-Adler erörtert strategische IT-Themen auf C-Level
… Transformation and Innovation in the Organisation“ widmen. Gegenstand der Diskussion wird unter anderem sein, wie CIOs das Know-how – sogenannte „gold-dust-skills“ – in ihren IT-Abteilungen herausbilden und fördern, und die IT damit zum Business-Enabler transformieren. Dabei gilt es, zwischen einzelnen Teams in einer IT-Abteilung eine gesunde Balance zu finden. …
Bild: Willkommen zur REConf® 2010Bild: Willkommen zur REConf® 2010
Willkommen zur REConf® 2010
Als Schnittstelle zwischen Fach- und IT-Abteilung kommt dem Requirements Engineering eine zentrale Rolle in der Entwicklung zu. Weltweit tätige Konzerne haben diese Bedeutung für die erfolgreiche Entwicklung komplexer Produkte, Dienstleistungen und Systeme bereits lange erkannt. Branchen wie die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Telekommunikations- und …
Bild: Symposium „IT Service & System Management 2012“: Von der IT-Abteilung zum IT Service ProviderBild: Symposium „IT Service & System Management 2012“: Von der IT-Abteilung zum IT Service Provider
Symposium „IT Service & System Management 2012“: Von der IT-Abteilung zum IT Service Provider
Aying, 10.01.2012: Unter dem Motto „Von der IT-Abteilung zum IT-Service Provider“ findet das IT Service & System Management Symposium vom 15. bis 16. Februar 2012 im Hotel Holiday Inn München-Unterhaching statt. Das Symposium bietet den Teilnehmern zwei wesentliche Vorzüge: Der Sprecher vermitteln sowohl einen Wegweiser für die Umstrukturierung …
Organisationsentwicklung: Die Schlüsselrolle der HR-Abteilung
Organisationsentwicklung: Die Schlüsselrolle der HR-Abteilung
Organisationsentwicklung sichert die Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Veränderungsprozesse. HR-Abteilungen spielen dabei eine zentrale Rolle im Wandel und in der Mitarbeiterentwicklung. Die Organisationsentwicklung (OE) ist ein kontinuierlicher Prozess, der darauf abzielt, die Effizienz und Leistung eines Unternehmens zu verbessern. Sie fördert …
Sie lesen gerade: Die Rolle der IT Abteilung im Wandel