(openPR) Black Market zu Gast in Köln zum 40 Jährigem Jubiläum des Internationalen Performance Art Archive die schwarze Lade.
18.09.2021, 14:00 - 19:00 Uhr, Eintritt frei
Rufffactoy Köln-Ehrenfeld, Marienstraße 73, 50825 Köln
Kontakt: ASA-European / Boris Nieslony, +49(221)78967481, 
Jürgen Fritz, Myriam Laplante, Alastair MacLennan, Helge Meyer, Boris Nieslony, Jacques van Poppel, Elvira Santamaria Torres, Roi Vaara und Gästin Sandra Johnston
Am 18. September 2021 wird die Performance Assoziation Black Market in der Rufffactory Köln- Ehrenfeld für mehrere Stunden gemeinsam agieren.
Jede*r Einzelne mit seinem Hintergrund ist Pulsschlag der Atmosphäre, die zwischen Akteur*innen und Dingen im Raum entstehen und sich in unvorhersehbaren dialogischen Handlungen äußern. Der mehrstündige Aushandlungsprozess folgt keinen Regeln, sondern den ungeschriebenen Mysterien des Schwarzmarktes; mal geschieht es, mal geschieht es nicht.
Die 1985 gegründete Verbindung Black Market ging aus DAS KONZIL 1981 hervor, indem Künstler*innen unterschiedlicher Medien zusammenkamen, um nach anderen Formen der Zusammenarbeit zu suchen. Ebenfalls aus DAS KONZIL entstand die Schwarze Lade, das internationale Performance Art Archiv Köln, das seit 40 Jahren stetig durch die Hände von Boris Nieslony gewachsen ist. Die Jubiläen geben Anlass zum Auftritt von Black Market in Burgbrohl, Köln und Frankfurt. Sie bleiben einmalige Ereignisse, die besucht werden können und sich zu keinem Zeitpunkt so wiederholen werden.
Das Prinzip Black Market verbindet als offenes System die Begegnung, in der das freie überraschende Aufführen ohne Regie, Partitur oder Rückgriff auf erarbeitete Themen auskommt. Die Künstler*innen kommen aus den verschiedensten Disziplinen wie bildende Kunst, Tanz, Theater und Tätigkeiten der alltäglichen Lebenswelt.
Jede Realisation wird nach der Aufführung verworfen um sich in der nächsten Begegnung wieder neu zu entwerfen. Dieses Spiel gleicht einer täglich zwischenmenschlichen Kommunikation und entspricht dem „in der Welt-Sein“ zwischen all den Dingen.
Das in den vergangenen Jahrzehnten mit Black Market International einiges geschehen ist, zeigen Einladungen zur documenta in Kassel, zur EXPO 2000 in Hannover und zu fast allen großen Performance-Festivals der Welt, von Venedig bis Singapur.
Weitere Informationen unter: https://blackmarketinternational.blogspot.com/
Weitere Daten und Orte:
15.09.2021, 17:00 - 20:00 Uhr
Kaiserhalle Burgbrohl, Wilhelm-Bell-Straße, 56659 Burgbrohl
Kontakt: AIM e.V./ Karin Meiner, +49 (2636)2640, 
23.09.2021, 14:00 - 19:00 Uhr
Milchsackfabrik, Alte Schmelze, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main Kontakt: Jürgen Fritz, +49(6181)4344201, 
Thomas Reul
Gotenring 19
50679
Köln
017684717868
thomasreul@gmx.de
Thomas Reul
Gotenring 19
50679 Köln
017684717868

Über das Unternehmen
Black Market Prinzipien
B.M. ist der Name für eine Form der Zusammenarbeit einiger internationaler Performance- und Theaterkünstler und Künstlerinnen. Sie treten nicht als Gruppe im herkömmlichen Sinne auf, erarbeiten keine Stücke, keine Themen.
B.M. ist aus Prinzip kein Eigentum: ist ein offenes System der Begegnung. Die Richtung, der Ablauf jeder Performance wird durch jeden Teilnehmer, jede Teilnehmerin oder Gast bestimmt und beeinflusst.
B.M. ist ein Ereignis. Der Zustand, in dem eine Anzahl von Künstlern und Künstlerinnen in einem bestimmten Raum, in einer bestimmten Zeit parallel ihre Performance aus- und vorführen.
B.M. ist eine künstlerische Idee, eine kulturübergreifende Wahlverwandtschaft.
B.M. entsteht dadurch, dass die beteiligten Künstler und Künstlerinnen sich in einen Raum stellen, sich in Handlungen einfügen, diese beginnen und beenden und ihr entwickeltes Repertoire darstellen und ausspielen und zur Verfügung stellen. In der Performance ist die typische Präsens jeder beteiligten Person, seine Handlungsweise Ursache und Grund der Begegnung.
B.M. ist ein Prinzip mit ethnisch-kultureller Dimension, die sich "in Bildern hinter den Bildern vor dem Bild" äußert. Dieser Raum ist das zu bildende "Da-Zwischen".
B.M. verbindet Zeit als gestaltetes Ereignis mit elementarem Dasein. In der Performance werden Objekte (uns helfende Gegenstände) als gleichwertige Performer mit dem Repertoire der Handlungsbilder ins Spiel gebracht.
B.M. ist als Prinzip ein Erforschen von Aufmerksamkeit. In der Performance geschieht die Aufmerksamkeit nicht als offensichtliche Meditation, eher als Instinkt, als Treffsicherheit. Aus der Vielfalt des Geschehenden wird das gewählt, dass jetzt und in diesem Moment die innere Bildung in der Zeit gewährleistet.
B.M. weiß, dass das absolute Alleinsein in der Handlung das konzentrierte Gemeinsame ermöglicht.
B.M. lässt das Paradox entstehen, dass das, was zu sehen ist, nicht das ist, was gesehen wird. Die Performance zeigt, wie gewisse Erfahrungen und Erkenntniszustände nicht festgehalten werden können. "Nicht-Gegenwärtiges wiederholen, da es nie Gegenwart wird". Die Performance stellt ein Ereignis dar, das als Modell gesellschaftlicher Begegnung als "Berührung" skizziert. Während, und nach der Performance wird diese Skizze verworfen. Das Ereignis wird sich selbst jeweils neu und grundlegend entwerfen. Die Skizze ermöglicht dem Ereignis durch wechselnde Teilnehmer und unterschiedene Orte Dauer.
B.M. hat als Handlungsstruktur Objekte, die mit Erfahrungen, Ideen und ästhetischen Qualitäten besetzt sind. Mikroemotionen sind die Werkzeuge der Handlungen, der Umgang und das Spiel.
B.M. ist wie "Die Alchemie und alle bildende Künste eine virtuelle Kunst", die ihren Sinn wie ihre Wirklichkeit nicht in sich selbst tragen. "Quanten springen aus dem Quantensee, Delphine tanzen aus dem Meer für Sekunden und verschwinden wieder in der Tiefe. So manifestieren sich künstlerische Prinzipien in der Realität und erzeugen Zeit und Dauer durch Erinnern.“ (Satzfragment aus „das alchemistische Theater“ von A. Artaud)
B.M. ist in der Gestaltung des "MA", dieses Zwischenraumes, dieses Nichts, eine Art geistigen Betretenseins.
B.M. betreibt Anthropognosie.
B.M. ist performativ. Als menschliche Handlung zielt sie auf Wirkung durch Übertragung; ist analogisch. Die Performance gestaltet die verschiedenen Wertsetzungen der Teilnehmer und der Gäste. In der Geschichte der Rituale verankert ist sie doch davon weit entfernt als Ritual bezeichnet zu werden.
B.M. zeigt im Prinzip, dass alles möglich ist. Konsequenterweise reduziert sich für die Ausführenden das Wissen der Möglichkeiten, was zu tun ist, auf ein Minimum. Das immaterielle Zentrum der Performance, jeder Begegnung, das gemeinsame Wissen ist: Das Zwischen-den-Menschen; das Zwischen-den-Dingen. Das Wissen über den Ton, die Temperatur, die Frequenz, die Nähe und Ferne und all die unaussprechlichen Dinge des Herzens.
B.M. steht in der Tradition verschiedener europäischer "Netzwerke" der letzten 15 Jahre und vermerkt mit Respekt wie folgt:
- Todays Place
- The Prediction
- Reindeer Werk
- Das Konzil
- Werkzeuggruppe des Konzil
- Minus delta t
- East-West-Study-Project
- Aufmerksamkeitsschule
- Verein für Projektkunst eV.
B.M. ist neben "ASA-European“ und „The Current Affairs“ ein weiteres europäisches Netzwerk.