(openPR) Dora Duncker (1855 bis 1916) gehörte um 1900 zu den wichtigsten Schriftstellerinnen Berlins. In ihren Romanen thematisierte sie immer wieder die Rolle der Frau in der Gesellschaft und gehörte zu den Wegbereiterinnen der Emanzipation. Über ihr Leben war wenig bekannt, bis die Journalistin Maria Ebert die erste Biografie über Dora Duncker veröffentlichte.
Nun wurde in Berlin-Schöneberg eine Grünanlage nach Dora Duncker benannt. Pünktlich zur Umbenennung ist im Duckdalben Verlag eine aktualisierte Auflage von Maria Eberts Biografie »Geboren für Bücher und Wissenschaften. Dora Duncker. Ein Lebensbild« erschienen.
Dora Duncker, die Tochter des Berliner Buchverlegers Alexander Duncker und Nichte des linksliberalen Zeitungsverlegers sowie Mitbegründers der deutschen Gewerkschaftsbewegung Franz Duncker (»Volks-Zeitung. Organ für Jedermann aus dem Volke«) war ihrer Zeit weit voraus. Die Journalistin, Buchautorin und Verfasserin zahlreicher Theaterstücke stammte aus dem Bürgertum, setzte sich aber, wie viele aus ihrer Familie, für soziale Gerechtigkeit ein. Ihre genau beobachteten und pointiert formulierten Texte sind literarische Kleinode, die in die Zeit Bismarcks und des Jugendstils zurückführen.
Berlin, München, Stuttgart, Wien – das sind die Städte, mit deren Kulturszene und -geschichte Dora Duncker vernetzt war. Aber auch Theater kleinerer Orte zogen sie regelmäßig in ihren Bann. Als Buchautorin schuf sie viel gelesene Romane, Novellen und Märchen. Für Bühnen, Magazine und Zeitungen verfasste sie immer wieder Stücke, in denen sie Frauen porträtierte und dadurch ins Rampenlicht holte.
»Geboren für Bücher und Wissenschaften. Dora Duncker. Ein Lebensbild«, 96 Seiten, Fadenheftung, Broschur, durchgehend vierfarbig, 24 Abbildungen, Format 15 x 21 cm, Preis: 16 Euro, ISBN 978-3-947351-02-2
https://www.duckdalben-verlag.de
Über die Autorin:
Maria Ebert, geb. 1963 in Stuttgart, studierte Literaturwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Tübingen sowie in Kiel. Nach ihrer Magisterprüfung arbeitete sie als festangestellte Redakteurin in Buch- und Zeitschriftenverlagen. Seit 1999 ist sie als freie Autorin tätig. Zum 275-jährigen Jubiläum des niedersächsischen Wissenschaftsverlags Vandenhoeck & Ruprecht verfasste sie 2008 das Buch »Auf den Spuren von Forschung und Lehre«. 2006 veröffentlichte sie die Verlagsgeschichte »150 Jahre Langenscheidt. 1856–2006«. Davor erschienen der Architekturführer »Hundert Jahre Bauen in Westfalen« (2004) sowie die Reisebücher »Sizilien. Schaubühne der Kulturen« (1996) und »Das alte Rom« (1994).











