(openPR) Kassenpatienten müssen auf einen dringenden Arztbesuch deutlich länger warten als Privatversicherte. Was viele Betroffene ahnten oder aus eigener Erfahrung wussten, bestätigte nun eine neue Studie des Wissenschaftsinstituts der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK).
Dass Kassenpatienten nicht nur bei der Terminvergabe benachteiligt werden, macht Sibylle Herbert in ihrem Buch „Diagnose unbezahlbar. Aus der Praxis der Zweiklassenmedizin“ deutlich. Bestimmte Untersuchungen, Medikamente und Therapien, die privat Versicherten gewährt werden, sind für gesetzlich Versicherte inzwischen tabu. Dabei werden Politiker nicht müde zu beteuern: „Jeder bekommt in Deutschland die Versorgung, die medizinisch ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich ist.“
Sibylle Herbert bricht ein Tabu. Sie spricht aus, was niemand zu sagen wagt: Vielen Patienten in Deutschland werden heute Therapien, Medikamente, Diagnostik wider besseres Wissen vorenthalten. Obgleich die medizinische Versorgung in Deutschland zweifelsohne einen hohen Stand hat. Ärzte können längst nicht mehr allen Patienten das geben, was sie für richtig halten. Sie müssen in jedem Einzelfall entscheiden, wem sie Leistungen gewähren oder verweigern. Denn die Kosten explodieren, aber die Mittel sind begrenzt.
Sibylle Herbert hat Ärzte in ihrem Alltag begleitet. Ihnen über die Schulter geschaut und Kassenvertreter mit diesen Praxisgeschichten konfrontiert. Sie schafft es, das komplexe Thema Zweiklassenmedizin und Verknappung der medizinischen Leistungen auch für Laien nachvollziehbar zu machen.
Sibylle Herbert (geb.1956) lebt in Köln und ist politische Redakteurin beim Hörfunk des WDR. Schwerpunkt ihrer journalistischen Tätigkeit ist unter anderem die Sozialpolitik. 2005 veröffentlichte sie ihr erstes Buch:
»Überleben Glücksache – Was Sie als Krebspatient in unserem Gesundheitswesen erwartet«.
Sie wurde mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnet
Ausführliche Informationen über „Diagnose unbezahlbar. Aus der Praxis der Zweiklassenmedizin“ auf www.kiwi-verlag.de
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Rondorfer Straße 5
D-50968 Köln
Amtsgericht Köln HRA 479
Verlegerischer Geschäftsführer:Helge Malchow
Kaufmännischer Geschäftsführer:Peter Roik
www.kiwi-verlag.de
www.kiwi-extrablatt.de
Kontakt für Rezensionsexemplare und Interviewanfragen:
Gaby Callenberg
![]()
Tel. 0221/ 3 76 85-35
Der Verlag Kiepenheuer & Witsch ist ein deutscher Publikumsverlag, der kritische und populäre Sachbücher sowie literarische Werke renommierter Autoren ebenso wie Bücher von jungen Schriftstellern publiziert. Derzeit werden die Werke von über 230 Autoren verlegt. Seit 1992 hat der Verlag eine eigene Taschenbuch-Reihe, die KiWi-Paperbacks, seit dem Jahr 2000 als Regional-Imprint »KiWi Köln«, eine auf Bücher aus und über das Rheinland spezialisierte Reihe. Das größte editorische Unternehmen der Verlagsgeschichte ist die 2002 begonnene und auf 27 Bände konzipierte, textkritische und kommentierte Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls.
Die Geschichte des Kölner Verlags beginnt 1947 in Jena, als Gustav Kiepenheuer und Joseph Caspar Witsch einen Vertrag schlossen in der Absicht, im Westen einen Verlag zu gründen. 1949 starb Gustav Kiepenheuer, noch bevor ein Buch bei »Kiepenheuer & Witsch« erschienen war, und Joseph Caspar Witsch erhielt allein eine Verlagslizenz. Der Roman »Marion« von Vicki Baum wurde 1951 als erstes Buch bei »Kiepenheuer & Witsch« veröffentlicht. Annemarie Selinko erzielte kurz darauf mit dem Roman »Désirée« den ersten großen Verkaufserfolg und ist neben Wolfgang Leonhard mit »Die Revolution entlässt ihre Kinder« (1955) ein Klassiker aus der Frühgeschichte des Verlages. Heinrich Böll wurde mit »Und sagte kein einziges Wort« 1953 Autor des Verlags und 1972 sein erster Nobelpreisträger, dem noch weitere folgen sollten: Saul Bellow, Czeslaw Milosz, Patrick White, Gabriel García Marquez und Dario Fo.










