(openPR) Braunschweig, 21. Februar 2007 – Der weltweite Flugverkehr steigt ständig und hoch frequentierte Flughäfen, wie beispielsweise der Flughafen London Heathrow oder Frankfurt, arbeiten an ihren Kapazitätsgrenzen. Gleichzeitig wird der Druck der Europäischen Union auf die Flughafenbetreiber, die Flugsicherung und die Fluggesellschaften größer, die Emissionen und die Umweltbelastung zu senken. Diese Forderungen können nur zum Teil durch eine neue Generation von Flugzeugtriebwerken erfüllt werden. Auch die operationellen Abläufe auf Flughäfen und im umgebenden Luftraum müssen optimiert werden, um somit die Zeit der laufenden Triebwerke zu reduzieren. Mit den Software-Lösungen von delair Air Traffic Systems GmbH aus Braunschweig können Umweltbelastungen durch Prozessoptimierungen nachweislich reduziert werden, wobei gleichzeitig die verfügbaren Kapazitäten optimal ausgenutzt werden.
Nach aktuellen EU-Richtlinien soll der Flugverkehr ab 2011 in den Emissionshandel einbezogen werden. Wenn Fluglinien mehr Emissionen verursachen, als ihnen Zertifikate zugestanden werden, müssten sie Emissionszertifikate hinzu kaufen. Ab 2012 sollen auch die Flüge zwischen EU-Staaten und Nicht-EU-Staaten erfasst werden. Flughäfen und Flughafenbetreiber müssen jetzt reagieren und die Betriebsabläufe optimieren, damit langfristig kein finanzieller Schaden entsteht.
Die von delair entwickelte A-CDM-Produktfamilie (Advanced Collaborative Decision Making) hilft durch weniger Warteschleifen, kürzere Flugzeiten in der TMA (Terminal Manoeuvering Area = Anflugbereich), kürzere Taxizeiten vor dem Abflug und optimierte Verfahren, den Kraftstoffverbrauch sowie Lärm- und Schadstoffemissionen deutlich zu senken. Die Produktpalette enthält die A-CDM-Plattform als Schnittstelle zwischen den delair Anwendungen und den externen Systemen sowie hoch entwickelte Planungstools. Dazu gehören der Arrival und Departure Manager „darts4D“, der gemeinsam mit der DFS entwickelt wurde und auf dem Arrival Manager „4D-Planer“ der DFS und dem Departure Manager „darts“ von delair basiert, der Ressourcen Manager „sally“ und das elektronische Kontrollstreifensystem „focus“. „darts“ und „sally“ sind seit 2003 am Flughafen Zürich und der „4D-Planer“ seit 2003 am Flughafen Frankfurt im Einsatz. Ab März 2007 wird „darts“ auch am Flughafen Frankfurt eingesetzt.
Umweltbelastung am Flughafen Zürich deutlich gesenkt
Unique, die Betreibergesellschaft des Flughafens Zürich analysierte 2004 die Effekte des Departure Manager „darts“ hinsichtlich der Umweltbelastung. Die Ergebnisse zeigen, dass durch den Einsatz von „darts“ die Umweltbelastungen deutlich zurückgehen: So wurden 4,2 Tonnen weniger Stickstoffoxyde, 4 Tonnen weniger HC-Emissionen, 3,37 Tonnen weniger Kohlenmonoxid und 3,620 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxide nachgewiesen. Der deutlich sichtbarste Effekt dieser Prozessoptimierung durch „darts“ ist die Reduzierung der Warteschlangen von Abflügen an der Startbahn während Abflugspitzen, die sich in Zürich von sechs bis zehn Abflügen auf drei bis vier reduziert haben. Dies zeigte sich für die Fluggesellschaften auch in einem reduzierten Kraftstoffverbrauch, der um 1,15 Tonnen sank.
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Martin Wiesner
Marketing & Sales Director
delair Air Traffic Systems
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