(openPR) José Gomes
Über den Wipfeln
ab 7. Mai bis 19. Juni 2021
Wir freuen uns, die erste Einzelausstellung des brasilianischen, in Köln lebenden Künstlers José Gomes (*1968 in Espírito Santo, Brasilien) in der Galerie anzukündigen.
Schöpfung und Zerstörung, Leben und Tod. Umwelt, Entwicklung und Gewalt. Das Schicksal der Menschheit und des Planeten. Dies sind – mit deutlichem Bezug zur brasilianischen Natur und Kultur – einige der Themen, die José Gomes in seinem zeichnerischen Werk künstlerisch verarbeitet. Inhaltlich geht es in seiner Kunst um die Landschaft, den Umgang des Menschen mit der Natur und das Paradoxon zwischen seiner Abhängigkeit von der Natur und seinem zerstörerischen Vorgehen. Die wissenschaftlich recherchierten Luftaufnahmen durch Drohnen und Satelliten von brasilianischen Urwäldern vor und nach der Abholzung werden auf Papier übertragen und mit Graphitschichten in geometrischen Formen überzogen – eine grafische Bearbeitung von und mit der Natur.
Über den Wipfeln konzentriert sich auf Gomes' fortlaufende Serie Brincadeira ("Spielerei"), die sich mit der Spannung zwischen Zeichnung, Druck und Objekt beschäftigt. Luftaufnahmen von Satelliten und Drohnen von Wäldern, mit ihrem wissenschaftlichen und investigativen Charakter, werden auf Papier übertragen und mit Graphitzeichnungen überzogen, die sowohl von der indigenen Kultur oder der Körperbemalung als auch von den politisch-ökonomischen Spekulationen der Agro-Industrie wie der Zerstörung durch Rodungen inspiriert sind.
Künstlerisches Plädoyer für den Urwald und die Anerkennung seiner Bewohner mit ihrer unersetzlichen Kultur
Die Reproduzierbarkeit des Bildes, kostenlos und in unendlichem Umfang im Internet, bezieht sich auf das Konzept der Druckgrafik, sowie die Linien und Tonflächen des Graphits auf die Schabkunst, das Aquarell, die Lithografie, die Radierung, aber auch auf die Malerei mit der Transparenz des Graphits auf dem Transfer. Die Zeichnungen werden geschnitten und auf eine eingefärbte Holzoberfläche geklebt, wodurch sie einen dreidimensionalen Charakter erhalten. In Diptychen und Polyptychen können die Werke auf verschiedene Weise neu gruppiert werden, wodurch sich die Komposition verändert, aber ihre Plastizität erhalten bleibt. Zeichnung ohne Rahmen, ohne Passepartout, ohne Glas.
Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Kehrer Verlag – mit Texten in Deutsch, Englisch, Portugiesisch von Tereza de Arruda, Carla Cugini, Bernd Melzer und Ralf-P. Seippel; Hardcover, 29 x 24 cm; 128 Seiten, 65 Farbabbildungen.
Ausstellung mit der freundlichen Unterstützung von:
iadê – instituto de arte e design – São Paulo
Für Einzel-Termine klicken Sie bitte hier oder rufen Sie an unter +49-174-490 96 35. Wir bitten Sie, einen gültigen negativen Corona-Schnelltest mitzubringen und bei Ihrem Besuch eine Maske zu tragen. Außerdem sind wir täglich auf Social Media aktiv und Sie können die Ausstellung auf unserem Instagram-Feed verfolgen!












