(openPR) Jedes Jahr zu Silvester die gleiche Fragestellung, um deren Beantwortung man sich teilweise so viel Mühe macht: Was hast Du Dir fürs neue Jahr so vorgenommen? Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, eine Fremdsprache lernen? Warum nicht einmal „Steuern sparen“ – mit dem Lebensarbeitszeitkonto bieten sich dabei für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zugleich vielfältige Vorteile.
Basis des Lebensarbeitskontos ist das Flexi-Gesetz von 1998, welches dem Arbeitnehmer erlaubt, während seines Arbeitslebens ein Brutto-Wertguthaben aufzubauen, das er für spätere Freitzeitphasen nutzen kann. Auch ein früherer Rentenbeginn – jedoch mit Arbeitsentgelt statt Rente – wird dadurch möglich.
Aber das Instrument ist nicht nur reiner „Zeitverwalter“. So können Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, variable Vergütungen wie Bonifikationen oder Tantiemen, und auch laufendes Arbeitsentgelt für die Einzahlung auf das Lebensarbeitszeitkonto verwendet werden. Dabei bestimmt ausschließlich der Arbeitnehmer die Höhe und den Zeitpunkt der Überweisung, denn eine Verpflichtung zur laufenden Einzahlungen besteht nicht.
Und die Auswirkung der Einzahlung „spürt“ der Arbeitnehmer unverzüglich. Würden bei einer Lohnerhöhung von 100 Euro gerade mal 40 Euro in seiner Geldbörse ankommen, so kann er bei Einzahlung der 100 Euro auf das Lebensarbeitszeitkonto dagegen 120 Euro angesparten Brutto-Lohn daraus machen.
Denn der Zeitpunkt der Steuerzahlung wirkt sich beim Lebensarbeitskonto für den Steuerzahler positiv aus. Wer auf die übliche Art und Weise vorsorgt, spart in der Regel aus bereits versteuertem Einkommen Kapital an. Später muss er nochmals Ertragssteuern auf die Kapitalerträge des Ersparten zahlen. „Vor dem Hintergrund der in 2007 gesenkten Sparerfreibeträge ist dies ein immer entscheidenderes Argument“, so der Zeitkontenexperte Martin Oehler.
Diese doppelte Besteuerung entfällt beim Lebensarbeitszeitkonto. Gehaltsbestandteile können auf das in Geldwert geführte Konto in der Höhe unbegrenzt und vor allem brutto eingebracht werden. Lohnsteuern und Sozialabgaben werden erst abgeführt, wenn aus dem Wertguthaben Beträge zur Finanzierung von Freistellungen entnommen werden.
Der steuerliche Zufluss und somit die sofortige Besteuerung wird dadurch vermieden, indem das Lebensarbeitszeitkonto auf den Namen des Unternehmens läuft. Je länger die „Rest“-Lebensarbeitszeit, desto mehr profitiert der Arbeitnehmer vom deutlich spürbaren Zinseszinseffekt. „Damit ist ein Vorruhestand mit 60 Jahre möglich“, betont Martin Oehler.
Aber auch die Unternehmen selbst können profitieren: durch die Einzahlungen der Arbeitnehmer auf die Zeitkonten entstehen stille Reserven, die zusammen mit den Renditen der Kapitalanlage wachsen. Bei einer Auflösung der Konten bzw. Entnahme von Guthaben generiert das Unternehmen dadurch sogar Liquidität aus ersparten Ertragssteuern. Trotzdem – der befürchtete administrative Verwaltungsaufwand lässt immer noch manch einen Unternehmer davor zurückschrecken, das dynamische Instrument der Personalsteuerung aktiv einzusetzen.
„Regelmäßig anfallende administrative Tätigkeiten müssen heute kein Bremsklotz im betrieblichen Ablauf sein“, so Urs Weidmann, Vorstandsvorsitzender der Comsol Unternehmenslösungen AG aus Eschborn bei Frankfurt. „Bereits die Hälfte unserer Mitarbeiter nutzen Lebensarbeitszeitkonten – der dazugehörige Verwaltungsprozess war mit Hilfe unserer Business Software schnell abgebildet und somit auch automatisiert“, erläutert Weidmann. Basis der Lösung ist Microsoft Dynamics TM Navision, das Comsol sowohl im Kundenauftrag weiterentwickelt als auch im innerbetrieblichen Prozess einsetzt und regelmäßig weiter verfeinert.
So konnte die Einrichtung der erforderlichen Geldwertkonten bereits durch die Standards der Software schnell realisiert werden, womit beispielsweise der gewünschte Sparbeitrag pro Mitarbeiter automatisiert auf das entsprechende Konto verbucht wird. Die anschließende Splittung des Betrages auf die vom Sparer gewünschte Kapitalanlage inklusive der erforderlichen Banküberweisung läuft dann „im Hintergrund“ – hier hatten die Anwendungsentwickler von Comsol schnell eine Lösung gefunden, die bereits auch als „Add-On“ in Kundenprojekten erfolgreich läuft. Und schließlich der Aufwand für die Kontrolle der jeweiligen Arbeitsschritte – auch dies ist bereits als Standard in der Business-Software abgedeckt.
Das Lebensarbeitszeitkonto zeigt sich insgesamt als ein sehr attraktives Instrumentarium der Personalpolitik, das flexibel in den Unternehmensprozess eingefügt und umgesetzt werden kann. Dabei kann es aber noch mehr – die Initiierung des Angebotes von Seiten des Arbeitgebers sollte aber auch eine positive Signalwirkung auf den Mitarbeiter haben: die Bindung der Mitarbeiter an das eigene Unternehmen wird erhöht, Mitarbeiter-Wissen gesichert sowie Fluktuationskosten verringert. Denn Steuer sparen macht Spaß – ein guter Vorsatz für das Neue Jahr!










