(openPR) Mit einem Mal bleiben wichtige Dinge unausgesprochen...
Manchmal liegen einem noch Dinge auf der Seele, die man leider nicht mehr aussprechen konnte. Worte, die man gerne noch gesagt hätte, Gedanken, die man gerne geteilt hätte, auch Gefühle, die man in ihrer Deutlichkeit nie zum Ausdruck gebracht hat. Und wenn ich darüber nachdenke, dann weiß ich, dass es doch noch einen Weg gibt, das “Alles” doch noch einmal zum Ausdruck bringen zu können! Wer möchte, kann mit einem kleinen Zettel ja einmal eine kleine Botschaft dem Verstorbenen zu kommen lassen. Schreibe alles was du noch mal sagen wolltest auf, falte den Zettel zusammen und gib ihn in das Grab des geliebten Menschen hinein. Dann sind die Gedanken und Worte da, wo sie hingehören. Diese Variante ist die neue Alternative bei der Abschiednahme eigene und persönliche Wege zu gehen. Immerhin ist die Bestattung eines Menschen, der einem so am Herzen lag, etwas ganz persönliche. Neue Wege helfen uns im Trauerprozess weiter zu kommen. Der sich rasant vollziehende Wandel in unserer Branche ist weder eine Laune noch Verlust von Pietät, sondern ist Teil des Gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozesses. Friedhöfe z.B. markieren für uns die unüberbrückbare Linie zwischen „Sein und Nichtsein“, zwischen Leben und Tod, zwischen Zeit und Ewigkeit. Diesen Anspruch können wir natürlich nicht generalisieren und auf Andere übertragen.
Dennoch: auch ein Atheist, auch ein Materialist, auch der Nihilist, ebenso der „Dumme“ wie der „Gebildete“, der „Seichte“ wie der „Tiefe“ – einfach alle Menschen kennen diese Grenze, kommen an diese Grenze und überschreiten diese Grenze, die das Leben vom Tod, die die Lebenden von den Toten trennt und deutlich unterscheidet.
Mit diesen Gedanken wollen wir das Zentrum für Trauer & Abschiednahme in Dachsenhausen versinnbildlichen! Das Zentrum hier ist der hinweisende Ort, die Weg-weisende Oase inmitten unserer turbulenten, lauten und grell erleuchteten Welt. Weg und Ort zur Andacht in Form von Nachdenken, Andenken, Zurückdenken, Vorausdenken, Gar-nicht-denken; Weg und Ort zur Trauer in Form von Weinen, Klagen, Ehrfurcht, Schmunzeln; Weg und Ort zum Pflegen und Hegen als Liebesbezeugung und Verbundenheit zum lieben oder geliebten Toten…
Ja, so stellen wir uns ein Zentrum für Trauer & Abschiednahme mit einer sich verändernden Friedhofs –und Bestattungskultur.












